Der Ski-Weltverband FIS hat die Nordische Ski-WM 2031 mit Verspätung an Oberstdorf vergeben. Knapp fünf Wochen nach dem FIS-Kongress im serbischen Belgrad, auf dem eigentlich ein Beschluss gefasst werden sollte, gab die Organisation am Dienstagabend bekannt, dass die Weltmeisterschaft erneut ins Allgäu geht.
FIS-Council: 16 zu sechs Stimmen für Oberstdorf
Bei seinem ersten Treffen seit Juni stimmte das neu-gewählte FIS-Council um Präsident Alexander Ospelt für Oberstdorf als Austragungsort. 16 der 22 Stimmen entfielen laut dem Statement der FIS auf Oberstdorf, sechs gingen an Mitbewerber Planica (SLO).
"Das Council hat sich gefreut, heute vor einer so wichtigen Entscheidung offen und ehrlich diskutieren zu können. Ich möchte Oberstdorf zu seiner bemerkenswerten Bewerbung gratulieren – einer Bewerbung von einem der weltweit bedeutendsten Standorte für den nordischen Skisport", erklärte Ospelt.
Vergabe Anfang Juni geplatzt
Oberstdorf ist damit zum vierten Mal nach 1987, 2005 und 2021 Austragungsort der Nordischen Ski-WM. Die neuerliche Bewerbung für die Wettkämpfe 2031 war auch eine Folge der eher traurigen Weltmeisterschaften 2021, bei denen aufgrund der Corona-Pandemie keine Zuschauer zugelassen waren.
Eigentlich hatte die Verkündung bereits auf dem FIS-Kongress im Juni stattfinden sollen. Die Bekanntgabe war damals allerdings unerwarteterweise verschoben worden. Als Grund war damals Uneinigkeit über die Entscheidung genannt worden.
Rochat neuer FIS-Schatzmeister
Daneben beschloss das Gremium auch eine Reihe von administrativen Dingen. So wurde unter anderem der Schweizer Jean-Philippe Rochat zum Schatzmeister bestimmt. Zudem besetzte die FIS die neu geschaffene Rolle des Alpindirektors mit Jane Leskinen, der sich künftig um eine Bandbreite an Themen unterhalb des Weltcups kümmern wird.
