- Deutschland: Die Bayern müssen endlich liefern
- Frankreich: Olise ist der X-Faktor
- England: Kane braucht mehr Unterstützung
- Kroatien: Erfahrung allein wird nicht reichen
- Österreich: Rangnicks Team glaubt an die Überraschung
- Japan: Ito hofft auf die Sensation
- Kanada: Davies will durchstarten
- Kolumbien: Luis Díaz ist der Unterschiedsspieler
- Senegal: Bayerns Youngster will den Favoriten ärgern
- Schweiz: FCA-Kicker träumen vom Achtelfinale
Deutschland: Die Bayern müssen endlich liefern
Kein anderes Land setzt auf so viele Bayern-Profis wie Deutschland. Mit Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Leon Goretzka, Jamal Musiala und Aleksandar Pavlović stellt der deutsche Rekordmeister das Gerüst der DFB-Elf.
Überzeugt hat die deutsche Mannschaft bislang allerdings nur phasenweise. Vor allem im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador wurden die Probleme deutlich. Es fehlt an Konstanz – und vor allem an Alternativen. Wenn die erste Elf keinen Zugriff bekommt, fehlt bislang ein echter Plan B.
Auch die Bayern-Profis hinken ihren Erwartungen teilweise hinterher. Joshua Kimmich wirkt auf der rechten Abwehrseite fehlplatziert. Im Mittelfeld fehlt dadurch seine Präsenz - und Aleksandar Pavlović ist bislang überhaupt nicht im Turnier angekommen. Auch Manuel Neuer, Jonathan Tah und Jamal Musiala zeigen bislang eine WM mit Licht und Schatten.
BR24Sport-Prognose: Gegen Paraguay wird sich Deutschland fangen. Mit dem Druck eines K.o.-Spiels kann das DFB-Team umgehen und gewinnt 2:1. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 38.
Frankreich: Olise ist der X-Faktor
Mit Dayot Upamecano und Michael Olise stehen zwei Bayern-Profis im französischen Aufgebot. Vor allem Michael Olise gehört bislang zu den auffälligsten Franzosen. Der Offensivspieler sorgt mit seiner Kreativität und seinen Dribblings immer wieder für Gefahr. Upamecano organisiert die Defensive und zählt zu den konstantesten Spielern der "Équipe Tricolore".
Frankreich hat sich ohne größere Probleme durch die Gruppenphase gespielt. Gegen Schweden spricht nahezu alles für den Mitfavoriten. Individuell ist Frankreich auf fast jeder Position besser besetzt.
BR24Sport-Prognose: Gegen die Schweden wird Mitfavorit Frankreich souverän ins Achtelfinale einziehen. Eine weitere "Packung" wie beim 1:5 gegen die Niederlande gibt's für die Skandinavier zwar nicht. Doch am Ende steht ein entspanntes 2:0 für Frankreich. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 24.
England: Kane braucht mehr Unterstützung
Harry Kane trägt als Kapitän einmal mehr die Hoffnungen Englands. Der Torjäger des FC Bayern arbeitet viel für die Mannschaft und bindet Gegenspieler, wartet aber noch auf sein prägendes WM-Spiel.
England hat sich bislang eher glanzlos durch die Gruppenphase gespielt. Defensiv steht das Team stabil, offensiv fehlt jedoch häufig die Durchschlagskraft. Zu oft ist das englische Offensivspiel auf Kane zugeschnitten, ohne ihn regelmäßig in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu bringen.
Gegen die DR Kongo spricht dennoch nahezu alles für England. Wenn England seine Offensivprobleme in den Griff bekommt, dürfte der Einzug ins Achtelfinale gelingen.
BR24Sport-Prognose: Für die DR Kongo ist im Sechzehntelfinale Endstation. England setzt sich mit 2:0 durch. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 27.
Kroatien: Erfahrung allein wird nicht reichen
Mit Josip Stanišić vom FC Bayern und Kristijan Jakić vom FC Augsburg stehen gleich zwei bayerische Profis im kroatischen Kader. Während Stanišić flexibel in der Vierer- oder Dreierkette eingesetzt wird, kam Jakić noch nicht zum Einsatz. Bei der Konkurrenz im Mittelfeld aber auch kein Wunder: Denn dort zieht Altmeister Luka Modrić nach wie vor die Fäden.
Kroatien hat sich vor allem über seine Erfahrung und defensive Disziplin ins Sechzehntelfinale gearbeitet. Glanzvoll waren die Auftritte allerdings selten. Offensiv fehlt der Mannschaft die Durchschlagskraft vergangener Turniere. Gegen Portugal wird die Defensive Schwerstarbeit leisten müssen.
BR24Sport-Prognose: Portugal setzt sich nach einem umkämpften Spiel mit 2:1 durch. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 69.
Österreich: Rangnicks Team glaubt an die Überraschung
Mit Konrad Laimer vom FC Bayern und Michael Gregoritsch vom FC Augsburg stehen zwei bayerische Profis im österreichischen Aufgebot. Laimer überzeugt bislang mit seiner enormen Laufstärke und seinem aggressiven Pressing, Gregoritsch ist als Zielspieler und Strafraumstürmer gefragt.
Österreich hat in der Gruppenphase einmal mehr bewiesen, wie unangenehm die Mannschaft unter Ralf Rangnick zu bespielen ist. Hohe Intensität, schnelles Umschalten und enorme Laufbereitschaft prägen das Spiel der Österreicher.
Gegen Spanien wird allerdings nahezu alles passen müssen. Die Iberer verfügen über deutlich mehr individuelle Klasse und bestrafen selbst kleine Fehler konsequent.
BR24Sport-Prognose: Gegen Spaniens gibt's für die wackere Alpenrepublik nichts zu holen. Spanien gewinnt 2:0. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 24.
Japan: Ito hofft auf die Sensation
Hiroki Ito vertritt als einziger Bayern-Profi die japanischen Farben. Der Innenverteidiger gehört zu den Stützen der Defensive und soll gegen Brasilien vor allem für Stabilität sorgen.
Japan hat sich erneut als taktisch hervorragend eingestellte Mannschaft präsentiert. Disziplin, Laufbereitschaft und mannschaftliche Geschlossenheit sind die großen Stärken. Individuell kann das Team allerdings nur selten mit den ganz Großen mithalten.
Ausgerechnet Brasilien wartet nun auf die "Samurai Blue". Für eine Überraschung müsste nahezu alles perfekt laufen - und Ito wohl eines seiner besten Länderspiele absolvieren.
BR24Sport-Prognose: Japan wird Brasilien alles abverlangen und die Südamerikaner vielleicht sogar in die Verlängerung zwingen. Dennoch gibt's am Ende einen 2:1-Sieg für Brasilien und Japan muss die Heimreise antreten. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 58.
Kanada: Davies will durchstarten
Alphonso Davies ist das Gesicht des kanadischen Fußballs und führt seine Mannschaft auch bei dieser Weltmeisterschaft als Kapitän an - wenn auch bisher nur von der Bank. Rechtzeitig zum Sechzehntelfinale meldet sich der Linksverteidiger des FC Bayern aber einsatzbereit. Und Kanada hofft, dass der Antreiber und Spielmacher tatsächlich auflaufen kann.
Kanada hat sich aber auch ohne den Superstar mit mutigen Auftritten für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Vor allem im Umschaltspiel zeigte die Mannschaft ihre Qualitäten, defensiv offenbarte sie allerdings immer wieder Schwächen.
Gegen Südafrika spricht die größere individuelle Qualität für die Nordamerikaner. Wenn Davies seine Leistung abruft und seine Mitspieler mitzieht, sollte Kanada den Einzug ins Achtelfinale schaffen.
BR24Sport-Prognose: Es könnte ein enges Spiel werden für den Co-Gastgeber. Doch am Ende setzen sich Davies & Co. 2:1 durch. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 56.
Kolumbien: Luis Díaz ist der Unterschiedsspieler
Mit Luis Díaz verfügt Kolumbien über einen der spektakulärsten Offensivspieler des Turniers. Der Bayern-Neuzugang überzeugte bereits in der Gruppenphase mit Tempo, Dribblings und seiner Torgefahr. Immer wieder ist er der Spieler, der enge Partien mit einer Einzelaktion entscheiden kann.
Kolumbien präsentierte sich bislang äußerst abgeklärt. Die Mannschaft verteidigt kompakt, schaltet schnell um und besitzt mit Díaz genau den Unterschiedsspieler, der in K.o.-Spielen den Ausschlag geben kann. Das Selbstvertrauen nach einer überzeugenden Vorrunde spricht ebenfalls für die Südamerikaner.
Gegen Ghana geht Kolumbien deshalb als Favorit in die Partie. Gelingt es Díaz, seine starke Form zu bestätigen, dürfte der Einzug ins Achtelfinale gelingen.
BR24Sport-Prognose: Kolumbien gewinnt zwar 2:1, doch Ghana überrascht und fordert Luis Diaz &Co. mehr als erwartet. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 65.
Senegal: Bayerns Youngster will den Favoriten ärgern
Mit Bara Sapoko Ndiaye steht eines der spannendsten Bayern-Talente im senegalesischen WM-Kader. Der junge Mittelfeldspieler sammelte in der abgelaufenen Saison bereits erste Erfahrungen beim Rekordmeister und darf nun auf der größten Fußballbühne der Welt ran. Neben ihm gehört auch Nicolas Jackson, den der FC Bayern nach Leihe nicht verpflichtet hat, zum senegalesischen Aufgebot.
Senegal präsentierte sich in der Gruppenphase einmal mehr als körperlich robuste und taktisch disziplinierte Mannschaft. Die "Löwen von Teranga" verteidigen leidenschaftlich, schalten nach Ballgewinnen blitzschnell um und haben bereits mehrfach bewiesen, dass sie auch favorisierten Gegnern Probleme bereiten können. Ndiaye bringt dabei genau die Dynamik und Athletik mit, die zu diesem Spielstil passt.
Gegen Belgien geht Senegal dennoch als Außenseiter ins Rennen, doch die Afrikaner verfügen über genügend Qualität, um den Favoriten zu ärgern. Für Ndiaye wäre der Einzug ins Achtelfinale ein weiterer Meilenstein seiner noch jungen Karriere.
BR24Sport-Prognose: Belgien gewinnt knapp mit 2:1 und muss sich vielleicht sogar durch eine Verlängerung quälen. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 71. Es wird das zweitengste Spiel des Sechzehtelfinales.
Schweiz: FCA-Kicker träumen vom Achtelfinale
Aus bayerischer Sicht richtet sich der Blick auf Fabian Rieder und Rubén Vargas. Rieder steht aktuell beim FC Augsburg unter Vertrag, Vargas spielte mehrere Jahre für die Fuggerstädter und gehört auch bei dieser WM zu den auffälligsten Schweizern.
Vargas erzielte bereits einen wichtigen Treffer in der Gruppenphase und gehört bislang zu den auffälligsten Schweizern. Rieder musste sich zuletzt mit der Reservistenrolle begnügen, könnte als Joker aber noch wichtig werden.
Die Schweiz präsentierte sich bislang äußerst abgeklärt, offenbarte beim 1:1 gegen Katar aber auch Schwächen. Einen klaren Favoriten gibt's im Spiel gegen Algerien nicht.
BR24Sport-Prognose: Von allen vorgestellten Spielen wird das die engste Partie. Am Ende jubeln aber die Eidgenossen über einen 2:1-Sieg. Im "Drama-Index" (0 = Sieg nach 90 Minuten, 100 = Elfmeterschießen) gibt's eine 72 - so eng wird's in keinem anderen Spiel des Sechzehntelfinales.
