Giulia Gwinn liegt nach einem Zweikampf am Boden
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Giulia Gwinn liegt nach einem Zweikampf am Boden
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DFB-Frauen: Sorge um Gwinn nach Kantersieg gegen Österreich

DFB-Frauen: Sorge um Gwinn nach Kantersieg gegen Österreich

Die DFB-Frauen jubeln beim Heimspiel in Nürnberg in der WM-Qualifikation gegen Österreich über einen Kantersieg. Die Freude über den Erfolg wird lediglich durch eine mögliche Verletzung von Giulia Gwinn getrübt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat in der Gruppe vier der Liga A der WM-Qualifikation im dritten Spiel den dritten Sieg gefeiert. Am Dienstagabend schlug das Team des Deutschen Fußballbundes (DFB) Österreich souverän mit 5:1 (1:0).

Drei Bayerinnen in der Startelf

Mit Kapitänin Giulia Gwinn, Franziska Kett und Linda Dallmann bot Bundestrainer Christian Wück drei Frauen des FC Bayern München von Anfang an auf. Der Franke sah einen konzentrierten Beginn seiner Mannschaft.

Die DFB-Frauen übernahmen schnell die Kontrolle und drückten die Österreicherinnen mit zahlreichen Bundesliga-Profis um die Münchnerin Barbara Dunst immer tiefer in deren Hälfte. Die erste deutsche Chance sahen die Fans im Nürnberger Max-Morlock-Stadion in der 10. Minute. Sjoeke Nüsken schickte Nicole Anyomi, die den Ball aber ans Außennetz setzte.

Gwinn muss ausgewechselt werden

Wenig später brachte dann ein Standard die deutsche Führung. Rebecca Knaak zwang ÖFB-Keeperin Mariella El Sherif mit einem starken Kopfball nach einer Ecke aus kurzer Distanz zu einer Parade. Der Nachschuss durch Janina Minge wurde erneut durch die am Boden liegende Torfrau geblockt, bevor Anyomi zur Stelle war und den Ball über die Linie stocherte (17.).

Die DFB-Auswahl blieb am Drücker, musste aber noch vor der Pause eine verletzungsbedingte Schwächung hinnehmen. Gwinn wurde bei einem Zweikampf mit Melanie Brunnthaler in der Luft ausgehebelt und krachte hart auf ihre Schulter (28.). Nach einer kurzen Behandlungspause machte die 26-Jährige zunächst weiter, bevor Wück sie in der 33. Minute für Carlotta Wamser vom Feld nahm.

Für weitere Untersuchungen: Gwinn reist vom DFB ab

Nach dem Spiel wurde der Bundestrainer im ZDF auf eine mögliche Diagnose bei Gwinn angesprochen. "Ich weiß es nicht", erklärte der gebürtige Franke. Die Auswechslung der Außenverteidigerin sei eine "Vorsichtsmaßnahme" gewesen. Nun müsse man weitere Untersuchungen abwarten. Wie der DFB am Mittwoch mitteilte, hat Gwinn das Teamquartier in Herzogenaurach wegen einer Schulterverletzung verlassen.

Bei weiteren Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich die Führungsspielerin die Schulter ausgekugelt hat. Das zweite Aufeinandertreffen mit der ÖFB-Auswahl am Samstag in Linz (ab 18.15 Uhr im Sportschau-Stream) wird Gwinn verpassen. Wie lange sie ausfällt, war zunächst nicht bekannt.

Endemann legt für DFB-Team nach

Gwinns Teamkolleginnen zeigten sich von der unangenehmen Überraschung unbeeindruckt und behielten die Spielkontrolle, konnte diese aber bis zum Seitenwechsel nicht in Tore ummünzen, weil Anyomi (41.) und Jule Brand (43.) zwei gute Möglichkeiten nicht im österreichischen Kasten unterbrachten.

Auch in der zweiten Halbzeit blieben die DFB-Frauen die bestimmende Mannschaft. Nach einer kurzen Schrecksekunde, als Sarah Gutmann den Ausgleich für Österreich auf dem Fuß hatte, fanden die zweimaligen Weltmeisterinnen die direkte Antwort. Brand flankte von der rechten Seite an den zweiten Pfosten vor die Füße ihrer Wolfsburger Teamkollegin Vivien Endemann, die das Spielgerät zum 2:0 in die Maschen drosch (52.).

Brand legt vor und trifft

Rund eine Viertelstunde später sorgte Brand mit einer weiteren Ecke für das 3:0. Die 23-Jährige spielte den Ball hoch in den Strafraum, wo Nüsken das Leder noch berührte, bevor die hoch gestiegene Sarah Puntigam es schließlich ins eigene Tor abfälschte (68.).

Kurz darauf belohnte sich Brand für einen starken Auftritt selbst. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die DFB-Stars blitzschnell um. Larissa Mühlhaus legte nach rechts zu Brand ab, die mit einem Rechtsschuss das 4:0 erzielte (76.).

D'Angelo erzielt Ehrentreffer - Schüller kontert

Fast im direkten Gegenzug ließen die Österreicherinnen ihre Fans jubeln. Die ÖFB-Elf tauchte plötzlich in der deutschen Hälfte auf, wo der Ball bei Chiara D'Angelo landete, die die Kugel von links ins lange Eck schlenzte und Ann-Katrin Berger keine Chance ließ (77.).

Das Spiel war noch nicht vorbei. Die für Anyomi gekommene Lea Schüller tankte sich zentral in den österreichischen Sechzehner durch und schloss mit rechts ab. Ihr Schuss prallte vom linken Pfosten ins Tor. 5:1 (83.).

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