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DFB-Abschied von Däbritz: Das 'R' rollt nicht mehr

DFB-Abschied von Däbritz: Das 'R' rollt nicht mehr

Olympiasiegerin, Europameisterin, Führungsspielerin: Sara Däbritz verabschiedet sich aus der Nationalmannschaft. In ihrer Zeit erlebte die Oberpfälzerin den Frauenfußball von zwei Seiten - und hofft, dass die nächste Generation den Weg weitergeht.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

Über die vergangenen zwölf Jahre hat sich Sara Däbritz als Führungsspielerin in der Nationalmannschaft etabliert. Im Team war sie aber nicht nur für ihre Rolle auf dem Platz bekannt, sondern auch, "weil ich ein bisschen Bayerisch rede und mein 'R' ganz gut rollen kann", sagte die Oberpfälzerin einst augenzwinkernd.

Am Dienstag beendet die 31-Jährige nun ihre DFB-Laufbahn. Nur 60 Kilometer entfernt von ihrer Heimat, im Nürnberger Max-Morlock-Stadion, wird sie vor dem WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Österreich (heute, 18.15 Uhr) offiziell verabschiedet. Ihren Rücktritt aus dem Nationalteam hatte die Mittelfeldspielerin im vergangenen Oktober bereits verkündet. Auf Instagram schrieb sie damals: "Vom ersten bis zum letzten Spiel habe ich das Nationaltrikot mit Stolz, Freude und Demut getragen. Es war mir ein großes Privileg, für mein Land aufzulaufen."

EM-Coup und Olympia-Gold

Am Ende stehen 111 Einsätze im DFB-Dress und 18 Tore. Die größten Erfolge waren der EM-Titel im Jahr 2013 und Olympia-Gold 2016. "Wenn man das Finale im Maracana-Stadium spielt, dann ist das einfach unglaublich. (...) Da ist wirklich ein Traum in Erfüllung gegangen", sagte sie damals über den Olympia-Coup von Rio de Janeiro.

In ihrem Oberpfälzer Heimatort Ebermannsdorf wurde sie dafür mit einem großen Empfang gefeiert. Ihre beste Freundin, Julia Meidinger, sagte damals: "Ihre größte Stärke ist, dass sie einfach immer sie selbst geblieben ist. Sie ist nicht abgehoben, sie ist immer noch die Alte aus unserem Dorf, weiß, wo sie zuhause ist."

Von 2.000 Zuschauern zu ausverkauften Stadien

Auch wenn Däbritz in den vergangenen Jahren in Paris, Lyon und nun bei Real Madrid Fußball gespielt hat, so war Sara Däbritz immer heimatverbunden. Zwischen 2015 und 2019 hat Däbritz beim FC Bayern gespielt, 2016 mit den Münchnerinnen den Deutschen Meistertitel geholt.

In ihrer DFB-Zeit habe sie, wie sie auf Instagram schrieb, "beide Seiten" des Frauenfußballs erlebt: "von Spielen vor 2.000 Zuschauern bis hin zu ausverkauften Stadien mit einer überragenden Atmosphäre. Auf diese Entwicklung bin ich unglaublich stolz. Ich freue mich ganz besonders auf die nächste Generation, die diesen Weg weitergehen darf".

Däbritz macht bei Real Madrid weiter

Auch Däbritz Familie wird ihren Teil dazu beitragen, dass sich der Frauenfußball in Deutschland weiterentwickelt - wenn auch einen kleinen: "Ich mach immer Werbung", sagte ihre Mutter Aurelia einst. "Wenn jemandem Frauenfußball nicht gefällt, dann soll er zumindest den Fernseher anschalten, dass die Quote stimmt."

Däbritz ist inzwischen mit dem ehemaligen Regionalliga-Spieler Lukas Dotzler verheiratet, der nun ihren Nachnamen trägt. Auch wenn im Nationalteam Schluss ist: Bei Real Madrid geht’s vorerst noch weiter. Im DFB-Team aber, wo der Ball in zwei Spielen gegen Österreich weiterrollt, rollt das 'R' nun etwas weniger.

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