E-Rezept wird in einer Apotheke in Frankfurt am Main eingelöst (Archiv- und Symbolbild)
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E-Rezept wird in einer Apotheke in Frankfurt am Main eingelöst (Archiv- und Symbolbild)
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E-Rezept wird in einer Apotheke in Frankfurt am Main eingelöst (Archiv- und Symbolbild)

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Datennetz-Störung beeinträchtigt Praxen und Apotheken

Datennetz-Störung beeinträchtigt Praxen und Apotheken

In Tausenden Arztpraxen und Apotheken und auch in Krankenhäusern gibt es aktuell Schwierigkeiten bei der Anbindung ans Datennetz des Gesundheitswesens. Das kann dazu führen, dass beispielsweise Rezepte nicht ausgestellt oder eingelöst werden können.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Auch wenn es bei vielen elektrischen Geräten oft die naheliegendste Erklärung ist – für die technischen Probleme in vielen Arztpraxen ist aus- und wieder einschalten offenbar genau die falsche Lösung.

Im Gegenteil: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat eine eindringliche Warnung auf ihre Online-Seite gestellt: Auf keinen Fall sollen Arztpraxen Geräte der Hersteller "Rise" und "secunet" ausschalten und neu starten, die für den Kontakt zur Telematikinfrastruktur (TI) sorgen, also zum speziellen Datennetz des Gesundheitswesens. Denn in diesem Fall können Praxen oder auch Apotheken komplett von der TI abgehängt werden.

Probleme bei zwei Lieferanten

Hintergrund seien Software-Probleme bei den Verbindungsgeräten der Hersteller "Rise" und "secunet", den sogenannten Konnektoren. Diese Probleme könnten zwar durch Programm-Updates behoben werden, sagte eine Sprecherin der halbstaatlichen Gesellschaft Gematik, die für die Digitalisierung des Gesundheitswesens zuständig ist, dem BR. Doch das Aufspielen der entsprechenden Updates sei noch nicht abgeschlossen.

Die Lage sei dynamisch, heißt es von der Gematik. Wie viele Praxen und Apotheken betroffen sind, lasse sich nicht sagen. Ebenso wenig sei klar, wann die Probleme bereinigt sein werden. Anzeichen für eine Cyber-Attacke gebe es keine, betont die Gematik. Es gehe ausschließlich um ein internes Problem zweier Firmen, die Konnektoren für die Telematik-Infrastruktur bereitstellen.

Immer wieder Störungen

Im Zusammenhang mit der Telematik-Infrastruktur kommt es immer wieder zu Störungen. So hatte es Anfang September Probleme bei dem Sicherheits-Dienstleister "D-Trust" gegeben, die dazu führten, dass elektronische Rezepte nicht eingelöst werden konnten.

Auftrag zur Modernisierung

Der Bund und verschiedene Verbände aus dem Gesundheitswesen als Gesellschafter der Gematik haben im Juni beschlossen, dass ein "Fahrplan für die Modernisierung der Telematikinfrastruktur" erstellt werden soll. Die Gematik solle eine "TI 2.0" entwickeln, so der Auftrag. Ziel des Beschlusses aus dem Sommer ist eine "leistungsstärkere TI, die den modernsten Sicherheitsanforderungen entspricht".

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