Autos mit Touchscreens und Tasten ohne haptisches Feedback führen laut ADAC zu immer geringerer Bedienfreundlichkeit. Das geht aus einem Test des Automobilklubs hervor, den dieser am Mittwoch in München veröffentlichte. Demnach kamen die getesteten Autos in der Kategorie Bedienung lediglich auf eine Durchschnittsnote von 2,7. 2019 erreichten sie noch die Note 2,3. Der ADAC sieht ein erhöhtes Unfallrisiko durch die abnehmende Bedienfreundlichkeit.
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ADAC sieht erhöhtes Unfallrisiko
Die Zeitreihe zeige eine klare Tendenz und sei nicht zufällig, betonte der ADAC. Sie stehe im Zusammenhang mit der Einführung neuer und überwiegend softwaregetriebener Bedienung, die sich auf Touchscreens mit verschachtelten Menüstrukturen und Tasten ohne haptisches Feedback konzentriere. Dadurch verlängerten sich die Bedienzeiten und die Autofahrer müssten sich stärker konzentrieren. "In der Folge steigt die Ablenkung und damit das Unfallrisiko."
Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Autofahrer für die Gerätenutzung während der Fahrt nur kurz den Blick vom Verkehr abwenden. Wer sich vorab mit seinem Auto nicht entsprechend beschäftigt hat oder noch nicht an die Menüführung gewöhnt ist, der riskiert einen Unfall.
Haptisches Feedback verlangt
Künftig können Autos in den ADAC-Tests nur noch dann die volle Punktzahl erhalten, wenn Knöpfe oder Schalter mit direktem haptischem Feedback zur Verfügung stehen. Dies gilt für Blinker, Warnblinker, Hupe, Scheibenwischer und das automatische Notrufsystem eCall. Andere Funktionen müssen mit höchstens zwei Schritten im Untermenü des Infotainmentsystems verfügbar sein.
Mit Informationen von AFP
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