Eine Sprühflasche mit Parfüm liegt auf einem beigen Hintergrund mit einem hellen Lichtstreifen.
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Eine Sprühflasche mit Parfüm liegt auf einem beigen Hintergrund mit einem hellen Lichtstreifen. (Symbolbild)
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Eine Sprühflasche mit Parfüm liegt auf einem beigen Hintergrund mit einem hellen Lichtstreifen. (Symbolbild)

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Markenparfüm vs. Duftkopien: Hersteller wehren sich

Markenparfüm vs. Duftkopien: Hersteller wehren sich

Statt zum teuren Markenparfüm greifen immer mehr Deutsche nach Duftkopien. Die Nachahmer sollen wie der Originalduft riechen und kosten nur einen Bruchteil. Die Markenhersteller machen deshalb nun mobil – auch mit Warnungen an Verbraucher.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Wer den Namen eines Markenparfüms zusammen mit dem Begriff "Duftzwilling" im Internet eingibt, findet sofort deutlich günstigere Flakons, die wie das Original riechen sollen. Im Netz kursieren ganze Listen mit den teuren Markendüften und ihren entsprechenden Kopien. Die Nachahmer-Firmen selbst dürfen natürlich nicht damit werben, welchem Duft ein Wässerchen entsprechen soll. Das ist nicht erlaubt. Doch Privatleute posten die Listen insbesondere auf Pinterest, Instagram und Co.

Markenparfüm: Billig-Kopien erreichen dreistelligen Millionenumsatz

Das wird für die Markenhersteller zunehmend zum Problem. Denn immer mehr Deutsche greifen mittlerweile nach den günstigen Alternativen. Schon auf fast zehn Prozent des Gesamtumsatzes mit Düften von zuletzt 2,8 Milliarden Euro im Jahr entfällt nach Branchenschätzungen auf Billigparfüms, zu denen auch die "Dupes" genannten Duftzwillinge gehören. Dupes stammt vom englischen Duplicate.

Kosmetikverband sieht bei Nachahmerparfüms hohe Sicherheitsstandards gefährdet

Die Original-Produzenten wehren sich jetzt. Mit der Initiative "Ich bin keine Kopie!" möchte der Kosmetikverband VKE ein Bewusstsein schaffen, dass Marken-Fabrikate für "Investition in Kreativität, hohe Sicherheitsstandards und hochwertige Inhaltsstoffe" stehen.

Die Kampagne soll unter anderem in sozialen Medien und Zeitschriften platziert werden. Teilweise enthielten die Dupes Stoffe, die in der EU nicht zulässig seien, so der Vorwurf des Kosmetikverbands.

ARD-Marktcheck: Vor allem Dupes aus Nicht-EU-Ländern teilweise gesundheitsgefährdend

Bei einer Untersuchung der ARD-Sendung Marktcheck im vergangenen Herbst hatten einige Parfüm-Kopien tatsächlich sogar gesundheitsschädliche Zusätze. Besonders Düfte, die von außerhalb der EU stammen – etwa aus China. Mit die größten Nachahmermarken La Rive und Caline kommen aber von Produzenten in Polen und Österreich, die nach eigener Auskunft europäische Standards einhalten und "erstklassige" Inhaltsstoffe verwenden.

Deren Dupes sind nicht nur im Internet erhältlich, sondern auch in Drogerieketten wie dm und Rossmann. Selbst bei Aldi und Lidl erhältliche Düfte sollen Listen im Internet zufolge teilweise ähnlich oder gleich riechen wie bestimmte Produkte etwa von Dior, Chanel und Yves Saint Laurent.

Laut Stiftung Warentest enthalten die Kopien generell meist günstigere Inhaltsstoffe – etwa synthetische Duftstoffe statt teurem Rosenöl. Anwender bemängeln demnach teilweise, dass der Duft weniger lang riecht und an das teure Original auch eher erinnert, als es überzeugend zu kopieren.

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