Ein Mann greift mit beiden Händen in einen Hafen Euromünzen
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Neue Euromünzen: Bulgarien kommt in die Währungsunion
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Neue Euromünzen: Bulgarien kommt in die Währungsunion

Neue Euromünzen: Bulgarien kommt in die Währungsunion

Zum Jahreswechsel wächst die Eurozone um ein weiteres Mitglied: Bulgarien führt zum 1. Januar die Gemeinschaftswährung ein – und damit auch Euromünzen mit neuen Motiven. Touristen bleibt aber noch lange Zeit, um alte Lew umzutauschen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Wer bei seinem Kleingeld genau hinsieht, der kennt die Unterschiede zwischen den Münzen aus verschiedenen Euro-Ländern. Zwar gilt in den Mitgliedsländern eine Gemeinschaftswährung, die einzelnen Staaten können der Rückseite der Münzen aber jeweils einen eigenen nationalen Stempel aufdrücken.

In Deutschland zum Beispiel findet sich auf den kleineren Cent-Münzen ein Eichenblatt. Die Münzen zu zehn, 20 und 50 Cent zeigen das Brandenburger Tor, und auf Ein- und Zwei-Euro-Stücken ist der Bundesadler geprägt.

Bulgarien mit historischen Motiven

Mit dem Jahreswechsel gibt es nun einen weiteren Satz Münzen. Im vergangenen Jahr wurde Bulgarien Mitglied des Schengen-Raumes, jetzt tritt das Land der Währungsunion bei und gibt damit auch Euro-Bargeld aus. Bei den Motiven setzt das Land im Südosten Europas auf Motive aus seiner langen Geschichte.

Dabei verwendet Bulgarien drei verschiedene Designs: Alle "kleinen" Münzen bis einschließlich 50 Cent tragen den sogenannten Reiter von Madara. Das ist eines der bekanntesten Weltkulturerbe des Landes, ein riesiges Felsrelief aus dem achten Jahrhundert. Das Motiv hatte sich in einer Abstimmung des bulgarischen Fernsehens gegen andere nationale Symbole durchgesetzt.

Auf der Ein-Euro-Münze ist Iwan Rilski zu sehen. Er gilt als "Schutzpatron der Bulgaren" und bedeutendster Heiliger der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche. Und das Zwei-Euro-Stück zeigt Paisij Hilendarski (zu Deutsch Paissi von Hilandar). Der Mönch, der im 18. Jahrhundert lebte, gilt als einer der Gründerväter des modernen bulgarischen Nationalbewusstseins. Zu seinen Lebzeiten war das heute selbstständige Land nämlich seit Hunderten von Jahren Teil des Osmanischen Reichs.

Übergangsphase zwischen Lew und Euro-Bargeld

Mit dem Eintritt Bulgariens in die Eurozone wird die bisherige Landeswährung Lew aber nicht sofort wertlos: Es gilt eine Übergangsphase von einem Monat. Den Januar über sollen beide Währungen gleichberechtigt verwendet werden können. Danach wird offiziell nur noch der Euro akzeptiert.

Wer aber danach noch Lew-Münzen und -Scheine hat, kann diese auch als Tourist in Bulgarien bei Banken umtauschen, so die Reiseexperten des ADAC [externer Link]. Sie verweisen auch darauf, dass es mit der Einführung des Euro für ausländische Besucher deutlich einfacher wird, die Preise vor Ort mit denen zu Hause zu vergleichen.

Transparenzhinweis: Der Artikel wurde am 30.12.2025 um 11:02 Uhr veröffentlicht – fälschlicherweise mit der Information, dass in Deutschland auf den kleineren Cent-Münzen der Bundesadler abgebildet sei. Tatsächlich handelt es sich aber um ein Eichenblatt. Dies wurde am 31.12. um 09:19 Uhr im Artikel korrigiert.

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