Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland
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Showdown im Führungsstreit um Bentele beim VdK Bayern
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Showdown im Führungsstreit um Bentele beim VdK Bayern

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Showdown im Führungsstreit um Bentele beim VdK Bayern

Showdown im Führungsstreit um Bentele beim VdK Bayern

Vor drei Wochen drang ein Konflikt nach außen, der die Führung des Sozialverbands VdK Bayern erschüttert: Eine breite Mehrheit des Vorstands will, dass die Vorsitzende Verena Bentele ihren Posten aufgibt. Heute sollte eine Entscheidung fallen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Eine breite Mehrheit im Vorstand des VdK Bayern habe kein Vertrauen mehr in die Vorsitzende Verena Bentele, so hat es der Sozialverband Ende Mai in einer Pressemitteilung formuliert (externer Link). Acht von zehn Vorstandsmitgliedern wollten deshalb, dass Bentele ihren Posten als Vorsitzende aufgibt. Auch der Schatzmeister Konrad Gritschneder solle sein Amt niederlegen.

Massive Konflikte

Es gebe "völlig gegensätzliche Auffassungen" darüber, wie der Sozialverband zu führen sei, erklärt der VdK. Jetzt soll ein ehrenamtliches Entscheidungsgremium, der Landesausschuss, beraten, wie es mit dem Posten von Verena Bentele als Vorsitzende weiter gehen soll. Bentele habe auch ihre Kompetenzen überschritten, unter anderem, indem sie versucht habe, eine hauptamtliche Führungskraft zu entlassen.

Bentele wehrt sich gegen Vorwürfe

Bentele spricht in einer schriftlichen Stellungnahme von einem "Machtkampf" (externer Link), , der sich um die Frage drehe, wie der VdK modernisiert werden kann. Sie wolle den Sozialverband professioneller aufstellen und dafür sorgen, dass Mitgliedsbeiträge verantwortungsvoll und transparent eingesetzt werden.

Und Bentele ist überzeugt, dass nur der Landesverbandstag, von dem sie gewählt wurde, sie auch wieder abwählen kann. Der Landesausschuss, der sich jetzt trifft, habe dazu keine Kompetenz. Die nächste Sitzung des Landesverbandstages soll im Frühjahr 2027 stattfinden.

In dieser rechtlichen Einschätzung habe sie Unterstützung durch eine einstweilige Verfügung des Amtsgerichts München erhalten, erklärte Bentele gegenüber dem BR. Das Gericht bestätigte dem BR, dass eine entsprechende Verfügung ergangen sei.

Prominentes Gesicht des Verbandes

Bentele ist seit 2023 Vorsitzende des VdK Bayern, auf Bundesebene ist sie seit 2018 Präsidentin. Die von Geburt an blinde ehemalige Spitzensportlerin ist regelmäßig mit Stellungnahmen zur Sozialpolitik in der öffentlichen Diskussion präsent. Nach ihrer Wahl zur Vorsitzenden hatte auch der VdK Bayern die 44-jährige gebürtige Lindauerin zunächst aktiv ins Rampenlicht gerückt. Inzwischen aber sei das Vertrauensverhältnis "unwiederbringlich zerstört", erklärt der Verband.

Erschütterungen bis nach Berlin

Der VdK Bayern ist mit mehr als 850.000 Mitgliedern der mit Abstand stärkste Landesverband; bundesweit hat der VdK knapp 2,4 Millionen Mitglieder.

Der VdK auf Bundesebene hatte zunächst agiert, als ob es den Konflikt in Bayern nicht gäbe. Er nahm mit Aussagen seiner Präsidentin Verena Bentele weiter laufend Stellung zu sozialpolitischen Themen. Am 12. Juni stellte sich das Präsidium dann ausdrücklich hinter Verena Bentele. In einer Stellungnahme erklärte die Zentrale in Berlin: Es gelte, "die anerkannte Stärke des VdK in dem gemeinsamen solidarischen Auftreten seiner Führungskräfte im Bund, insbesondere mit seiner Präsidentin Verena Bentele und dem Bundesschatzmeister Konrad Gritschneder" zu erhalten und zu stärken.

Aus dem VdK Bayern ist allerdings zu hören, diese Stellungnahme aus Berlin habe in Teilen des Landesverbands für Verstimmung gesorgt.

VdK verzeichnet aktuell ungebremstes Mitgliederwachstum

Der VdK Bayern hat einen umfangreichen Katalog mit Fragen und Antworten zu dem Konflikt veröffentlicht – und will sich darüber hinaus derzeit nicht äußern. Der Verband betont aber, die Beratungsarbeit für die Mitglieder werde durch den Führungsstreit nicht beeinträchtigt. Auch setze sich das Wachstum, das der VdK Bayern seit vielen Jahren erlebt, ungebremst fort. Jeden Tag werde eine dreistellige Zahl Mitglieder aufgenommen.

Der Verband, in dem in der Nachkriegszeit viele Kriegsopfer Mitglied waren, erlebte zunächst einen zügigen Aufschwung und zählte Mitte der 1950er Jahre mehr als 400.000 Mitglieder. Dann setzte allerdings ein Schrumpfungsprozess ein: Bis Mitte der 1980er Jahre sank die Mitgliederzahl auf rund 300.000. Die Führung beschloss, die Verbandsarbeit breiter aufzustellen und möglichst viele Bevölkerungsgruppen mit verschiedenen sozialpolitischen Themen anzusprechen. Dadurch gelang eine Wende. Im Jahr 2000 zählte der VdK Bayern wieder 400.000 Mitglieder, seitdem hat er die Mitgliederzahl noch einmal mehr als verdoppelt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde aufgrund neuer Informationen aktualisiert.

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