(Symbolbild) Vor einem Heizkörper hält eine Person Geldscheine und Münzen in den Händen.
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(Symbolbild) Die steigenden Energiepreise stellen viele Menschen vor finanzielle Herausforderungen. Die Kirchen wollen helfen.
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(Symbolbild) Die steigenden Energiepreise stellen viele Menschen vor finanzielle Herausforderungen. Die Kirchen wollen helfen.

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So helfen Kirchen bei steigenden Energiepreisen

So helfen Kirchen bei steigenden Energiepreisen

Die steigenden Energiepreise stellen viele Menschen vor finanzielle Herausforderungen. Kirchliche Sozialverbände wie die Caritas und die Diakonie helfen. Bayernweit verteilen sie finanzielle Zuschüsse und kommen für Energiesparchecks zuhause vorbei.

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Glauben Zweifeln Leben am .

Sunni Strewe steht in einem Badezimmer, das nicht ihres ist. "Die Erhitzung vom Kaltwasser zum Warmwasser kostet enorm viel Geld", sagt sie. "Baden kostet darum viel. Da ist es dann besser, dass man duscht." Sie ist als Energiesparberaterin des Katholischen Verbands für soziale Dienste in Augsburg, einem Fachverband der Caritas, aktiv. Sie berät Menschen, die am Existenzminimum leben. Sie checkt den Strom- und Warmwasserverbrauch und sucht nach den größten Energiefressern im Haushalt. Außerdem hat sie LED-Glühbirnen, Wassersparduschköpfe oder schaltbare Steckdosenleisten dabei. Pro Haushalt kann sie kostenlos Energiesparartikel im Wert von bis zu 50 Euro einbauen.

Nach Angaben der Caritas können durch solche Maßnahmen Energiekosten um durchschnittlich rund 300 Euro pro Jahr reduziert werden. Die Nachfrage nach Beratung sei so groß, dass das Beratungsteam mittlerweile täglich unterwegs ist. Stromsparchecks bietet die Caritas in ganz Bayern an. Bundesweit seien 650 Stromsparhelfer im Einsatz. Beratungen werden kostenfrei vor Ort, aber auch telefonisch durchgeführt.

Grafik: So viel kostet 1 kWh Strom in Deutschland und Bayern

Bis zu 750 Euro Soforthilfe für Alleinstehende

Energie hat sich in Deutschland stark verteuert. Mittlerweile ist sie zu einem Treiber der Inflationsrate geworden. Im September war Energie fast 15 Prozent teurer als noch im Vorjahr (externer Link). Oftmals brauchen Menschen darum nicht nur Beratung, sondern akute finanzielle Hilfe. Dafür gibt es bei manchen kirchlichen Verbänden sogenannte Energiebeihilfen.

Beispielsweise unterstützt der Caritasverband Bamberg mit direkten Zuschüssen: Alleinstehenden wird bis zu 750 Euro ausbezahlt, Familien erhalten bis zu 1.500 Euro an Soforthilfen. Die Mittel dafür stammen aus einem Energiefonds, der vor vier Jahren eingerichtet wurde. Auch die Neuanschaffung eines energiesparenden Kühlschranks kann für Bezieher von Grundsicherungsgeld, Sozialhilfe oder Wohngeld mit bis zu 200 Euro bezuschusst werden.

Zahl der Hilfesuchenden auf Rekordniveau

Bereits zur Jahresmitte hat die Nachfrage nach den Energiebeihilfen ein Rekordniveau erreicht, gibt die Caritas Bamberg an. Für 200 Haushalte wurden ausstehende Strom-, Gas- und Heizölrechnungen bezahlt. Die Caritas Bamberg rechnet damit, in diesem Jahr erstmals mehr als 300.000 Euro an Energiebeihilfen auszuzahlen. Die Zahl der Hilfesuchenden steige weiterhin an, sagt Caritasvorstand Michael Endress: "Wir gehen da in eine Lücke zwischen dem, was staatliche Unterstützung für die Menschen ist, und wo wir als Kirche helfen können."

Noch haben die kirchlichen Sozialverbände finanzielle Mittel, um niemanden abweisen zu müssen, sagt Endress. Auch das Diakonie-Projekt "Warmes Zuhause" in München berät nach eigenen Angaben 150 Haushalte. Auch hier steige die Nachfrage, und es sei unklar, ob die Spendengelder auch weiterhin ausreichen würden, so die Projektleiterin Kerstin Reichhart. Um die Energiepreise wieder zu senken, hat die Bundesregierung angekündigt, dem Beispiel der Niederlande und Dänemarks zu folgen und die Stromsteuer auf das europäisch vorgegebene Minimum abzusenken.

In den 15 Jahren, seit es das Angebot der Energiehelfer der Caritas gibt, haben die Helfer mehr als 440.000 Haushalte beraten. In Augsburg wird Sunni Strewe noch in weitere Haushalte energiesparende LED-Lampen und Duschköpfe bringen.

Interaktiver Rechner: So haben sich Ihre Energiekosten verändert

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