Deutscher Zukunftspreis - Nominierung
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Beim Deutschen Zukunftspreis geht es jedes Jahr um Forschung, die den Sprung ins echte Leben schaffen soll.
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Beim Deutschen Zukunftspreis geht es jedes Jahr um Forschung, die den Sprung ins echte Leben schaffen soll.

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Deutscher Zukunftspreis 2026: Zwei Forscher-Teams aus Bayern

Deutscher Zukunftspreis 2026: Zwei Forscher-Teams aus Bayern

Ein Kraftwerk, das Gas in Strom und wieder zurück umwandeln kann, eine Therapie gegen Multiorganversagen und Licht-Chips sind heuer für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Drei Forscher-Teams haben ihre Projekte heute in München vorgestellt.

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Die Welt am Abend am .

Der Deutsche Zukunftspreis für Technik und Innovation zeichnet eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Neuerung aus, die praktisch anwendbar und marktfähig sein soll. Die drei für die Endrunde nominierten Teams haben heute im Deutschen Museum in München ihre Projekte präsentiert.

Ein Kraftwerk für Dunkelflaute und Hellbrise

Wind- und Solarstrom stehen heute oft nicht dann zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden. Das Team um Stephan Herrmann, Felix Fischer und Hartmut Spliethoff von Reverion aus Eresing und der Technischen Universität München hat deshalb ein Kraftwerk für Zeiten entwickelt, wenn es gleichzeitig dunkel ist und Flaute herrscht. Es kann Biogas, Erdgas oder Wasserstoff sehr effizient in Strom verwandeln.

Bei Stromüberschuss schaltet es innerhalb weniger Minuten um und macht es umgekehrt: Die Anlage verwandelt elektrischen Strom in Gas, das sich im bestehenden Gasnetz über Monate speichern und später wieder zu Strom machen lässt. Eine herkömmliche Biogasanlage wird so zu einem flexiblen Energiespeicher, der Strom- und Gasnetz verbindet, vorhandene Leitungen nutzt und deutlich mehr Energie aus derselben Menge Brennstoff gewinnt. So könnte diese Technik eine zentrale Lücke der Energiewende schließen.

Neue Therapie gegen Multiorganversagen

Schwere Infektionen oder Operationen können dazu führen, dass nach und nach mehrere Organe ihren Dienst versagen. Bisher wurde auf Intensivstationen meistens die Funktion einzelner Organe mit verschiedenen Geräten unterstützt oder ersetzt. Claus Jessen, Tobias Bingold und Christoph Hüßtege von Advitos in München haben nun ein System entwickelt, das den Körper als Ganzes stabilisieren soll. Das Gerät reinigt das Blut nicht nur von wasserlöslichen Giften, sondern auch von Stoffen, die an Bluteiweiß gebunden sind. Zugleich hilft es, das Säure‑Basen‑Gleichgewicht und den Kohlendioxidgehalt im Blut zu regulieren.

Dieses auf den einzelnen Patienten zugeschnittene System macht es dem Körper möglich, sich in einem lebensbedrohlichen Zustand zu stabilisieren und Zeit zu gewinnen, um seine Reparaturmechanismen wieder in Gang zu setzen. Die Therapie wird bereits in mehr als dreißig Intensivstationen in Deutschland und Österreich eingesetzt.

Photonische Mikrochips und Lichtbrücken

Die digitale Welt braucht immer mehr Rechenleistung. Herkömmliche Computer stoßen dabei inzwischen an Grenzen bei Stromverbrauch und Wärmestrahlung. Ein Team um Christian Koos, Philipp Dietrich und Matthias Lauermann vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und den beiden Unternehmen Keystone Photonics und Vanguard Automation entwickelt deshalb Chips, die Daten mit Licht statt mit Strom übertragen. Das erlaubt deutlich schnellere und sparsamere Rechenzentren.

Kern der Innovation ist ein neuartiges Druckverfahren im winzigen Maßstab: Glasfasern und Licht-Chips müssen nicht mehr mühsam ausgerichtet werden, sondern werden grob platziert und anschließend mit einer passgenauen "Lichtbrücke" verbunden. So lassen sich komplexe Bauteile automatisiert und in großer Zahl herstellen. Gleichzeitig können die Chips schon früh im Produktionsprozess getestet und fehlerhafte Stücke aussortiert werden.

Verleihung des Deutschen Zukunftspreises in Berlin

Der Deutsche Zukunftspreis [externer Link] wird seit 1997 verliehen und gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Schon die Nominierung gilt als hohe Auszeichnung. Das vorgestellte Produkt muss nicht nur innovativ, sondern bis zur Marktfähigkeit entwickelt sein und sich durch eine hohe praktische Anwendung und ein breites Potenzial in Industrie und Gesellschaft auszeichnen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht den mit 250.000 Euro dotierten Preis am 18. November 2026 in Berlin.

Einer der beteiligten Forscher stellt im Deutschen Museum in München sein für den Deutschen Zukunftspreis nominiertes Projekt vor.
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Jedes Jahr im September stellen die drei Teams, die für den Deutschen Zukunftspreis nominiert sind, im Deutschen Museum ihre Entwicklungen vor.

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