(Symbolbild) Eine bettlägerige Heimbewohnerin erhält ihre Drittimpfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer.
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(Symbolbild) Das Coronavirus kann für Senioren immer noch lebensbedrohlich sein. Deshalb sollten sie sich gegen Covid-19 impfen lassen.
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Neue STIKO-Empfehlung: Corona-Impfung erst ab 75 Jahren

Neue STIKO-Empfehlung: Corona-Impfung erst ab 75 Jahren

Während der Corona-Pandemie empfahl die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Erwachsenen eine Impfung gegen Covid-19. Diese Impf-Empfehlung wurde nun gestrichen – es gibt aber Ausnahmen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin (externer Link) die nationalen COVID-19-Impfempfehlungen gelockert. Bislang hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) empfohlen, dass alle Menschen über 18 Jahren eine Grundimmunität aufbauen sollten. Dafür waren mindestens drei Kontakte zu Coronaviren nötig, ob durch Impfung oder Ansteckung.

Ausreichende "hybride Immunität" erreicht

Diese Empfehlung fällt jetzt für Gesunde komplett weg. Ein Grund für die Lockerung: Deutschland hat eine ausreichende "hybride Immunität" erreicht. Durch Impfungen und überstandene Infektionen ist ein Großteil der Bevölkerung inzwischen gut vor schweren Verläufen geschützt; Studien zufolge verfügten mehr als 95 Prozent der Erwachsenen in Deutschland über solch eine gute Immunität.

Durch die hohe Immunität sinkt insgesamt auch die Zahl der Infektionen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle durch das Coronavirus kontinuierlich.

Covid-19: Wer sich weiterhin impfen lassen sollte

Die STIKO setzt den Fokus nun gezielt auf den Schutz älterer und besonders gefährdeter Personen. Künftig empfiehlt die STIKO Menschen aus folgenden Gruppen eine jährliche Auffrischungsimpfung:

  • Menschen über 75 Jahren (bislang über 60 Jahren)
  • Bewohner von Pflegeeinrichtungen
  • Mitarbeiter von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
  • Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und deren Familienangehörige

Entwarnung für Schwangere

Für gesunde Schwangere fällt die Impfempfehlung zur Basisimmunität ebenfalls komplett weg. Seit dem Aufkommen der Omikron-Variante sind schwere Krankheitsverläufe in der Schwangerschaft nicht mehr häufiger als bei nicht-schwangeren Frauen.

Nur Schwangere, die zusätzlich unter schweren Grunderkrankungen oder schwangerschaftsspezifischen Komplikationen (wie Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck) leiden, sollten sich ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel impfen lassen.

Der optimale Zeitpunkt: Impfen im Spätsommer

Corona verhält sich inzwischen wie ein klassischer, saisonaler Atemwegserreger: wenige Infektionen im Sommer, dafür mehr im Winter. Da der Impfschutz im Laufe der Zeit natürlicherweise nachlässt, empfiehlt die STIKO, die jährliche Auffrischimpfung bevorzugt im Spätsommer oder Frühherbst durchführen zu lassen. Bisher hatte sie dafür den Herbst für die Covid-Impfung empfohlen.

Sofern medizinisch sinnvoll, kann die Impfung gegen Corona direkt mit anderen saisonalen Impfungen, wie etwa der Grippe-Impfung, kombiniert werden.

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