Ein Sicherungskasten mit einer Kerze davor
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Stromausfall im Haushalt: Was jetzt wirklich wichtig ist
Bildrechte: picture alliance / CHROMORANGE | Udo Herrmann
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Stromausfall im Haushalt: Was jetzt wirklich wichtig ist

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Stromausfall im Haushalt: Was danach wirklich wichtig ist

Stromausfall im Haushalt: Was danach wirklich wichtig ist

Ein Stromausfall ist meist schnell behoben. Doch was ist mit Lebensmitteln im Kühlschrank, dem Gefrierschrank oder empfindlichen Elektrogeräten? Welche Dinge jetzt sofort geprüft werden sollten.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Plötzlich ist der Strom weg: Das Licht geht aus, der Router verliert die Verbindung und viele Alltagsgeräte funktionieren nicht mehr. Ursachen für Stromausfälle gibt es viele. Unwetter, Hochwasser, Bauarbeiten oder technische Defekte können die Stromversorgung unterbrechen. Da Strom Teil der kritischen Infrastruktur ist, können bei größeren Ausfällen auch Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime oder die Wasserversorgung betroffen sein. Stromausfälle kommen in Deutschland zwar vergleichsweise selten vor, ganz ausschließen lassen sie sich aber nicht. Oft kehrt die Stromversorgung nach kurzer Zeit zurück.

Kein Strom in der Wohnung: Sicherung oder echter Stromausfall?

Manchmal liegt die Ursache aber gar nicht im Netz. Fällt nur in einer Wohnung oder im Haus der Strom aus, ist häufig eine ausgelöste Sicherung oder ein abgeschalteter Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) der Grund. Dann handelt es sich nicht um einen großflächigen Stromausfall, sondern um eine Schutzabschaltung im eigenen Stromkreis.

Was nach dem Stromausfall im Haushalt geprüft werden sollte

Doch auch wenige Stunden ohne Strom können Folgen haben, etwa für Lebensmittel im Kühlschrank oder Gefrierschrank. Wenn der Strom wieder da ist, herrscht oft Unsicherheit: Was muss jetzt geprüft werden? Wichtig sind vor allem drei Bereiche im Haushalt: Lebensmittel, Elektrogeräte und die Heizung.

Stromausfall: Warum Kühlschrank und Gefriertruhe besonders heikel sind

Der Kühlschrank ist einer der kritischsten Punkte nach einem Stromausfall. Je länger die Kühlung ausfällt, desto stärker steigt die Temperatur im Inneren. Das kann dazu führen, dass sich Keime schneller vermehren. Wichtig ist deshalb: Kühlschrank und Gefrierschrank während des Ausfalls möglichst geschlossen halten. Das empfiehlt auch die Verbraucherzentrale (externer Link). So bleibt die Temperatur länger stabil.

Nach dem Stromausfall sollten alle gekühlten und gefrorenen Lebensmittel überprüft werden, besonders leicht verderbliche Produkte wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Speiseeis.

Gefrorene Lebensmittel prüfen

Für eine Einschätzung, ob die Lebensmittel nach dem Stromausfall noch verwertbar sind, hilft zunächst ein Blick auf die Temperatur im Gefriergerät. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung gelten Tiefkühlwaren bis etwa minus 12 Grad weiterhin als unbedenklich. Steigt die Temperatur darüber, nimmt das Risiko von Lebensmittelinfektionen zu.

Zur zusätzlichen Kontrolle gehören einfache Kriterien wie Aussehen, Geruch und Konsistenz der Tiefkühlware. Kleine Veränderungen wie Reif oder "Schnee" auf den Packungen sehen zwar unschön aus, sind aber in der Regel ungefährlich. Angetaute Lebensmittel verlieren jedoch an Qualität, und das Mindesthaltbarkeitsdatum verkürzt sich. Sie sollten deshalb möglichst schnell verbraucht werden.

Gegarte Speisen und pflanzliche Produkte können nach dem Auftauen meist wieder eingefroren oder am besten direkt verarbeitet werden. Rohe tierische Lebensmittel sollten vor dem erneuten Einfrieren vollständig durcherhitzt werden, um mögliche Keime zu reduzieren. Speiseeis gehört in jedem Fall in den Müll. Wer unsicher ist, sollte die Lebensmittel entsorgen. Das gilt besonders für Risikogruppen wie Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem, schreibt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (externer Link).

Können Elektrogeräte durch einen Stromausfall beschädigt werden?

Nach der Rückkehr des Stroms sollten Fernseher, Computer, Router und andere Geräte auf ihre Funktion geprüft werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, empfindliche Geräte bei einem Stromausfall auszuschalten, da beim Wiedereinschalten kurzzeitig Spannungsschwankungen auftreten können. Auch Uhren, Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Systeme müssen häufig neu eingestellt werden. Das gilt ebenso für manche Heizungsanlagen.

Funktioniert die Heizung nach dem Stromausfall wieder?

Viele Heizungen sind auf Strom angewiesen. Nach dem Wiederanlaufen sollte geprüft werden, ob Heizung und Warmwasser ordnungsgemäß funktionieren. Besonders nach einem Ausfall bei Frost empfiehlt die Verbraucherzentrale, Wasserleitungen und Heizungsanlagen auf ungewöhnliche Geräusche oder Undichtigkeiten zu kontrollieren.

Muss ein Stromausfall gemeldet werden?

Ist die Störung bereits behoben, ist normalerweise keine Meldung mehr nötig. Falls Schäden an Lebensmitteln oder Geräten entstanden sind, sollten diese dokumentiert werden. Ob eine Versicherung Kosten übernimmt, hängt vom Einzelfall und den Vertragsbedingungen ab.

Die wichtigsten Schritte nach einem Stromausfall

  • Kühlschrank und Gefrierschrank kontrollieren
  • Verdorbene oder unsichere Lebensmittel entsorgen
  • Elektrogeräte auf Schäden prüfen
  • Uhren und Zeitschaltuhren neu einstellen
  • Heizung und Warmwasser testen
  • Eventuelle Schäden dokumentieren

So lassen sich mögliche Folgeschäden früh erkennen und unnötige Risiken vermeiden.

Im Audio: Stromausfall in Reutlingen

Stromausfall in Reutlingen, 08.06.2026
Bildrechte: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Dimitri Drofitsch
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Ein Stromausfall legt seit der Nacht die baden-württembergische Stadt Reutlingen lahm.

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