Am Samstagabend ist es im Pfingstreiseverkehr zu einem folgenschweren Wohnmobil-Unfall auf der A8 im Landkreis Berchtesgadener Land gekommen. Wie die Polizei mitteilt, war ein 48-jähriger Münchner mit seiner Familie auf dem Heimweg aus dem Urlaub. Zwischen Anger und dem Teisenberg platzte der rechte hintere Reifen seines Wohnmobils. Dieses geriet nach Polizeiangaben ins Schleudern, prallte in die Mittelschutzplanke, kippte um, rutschte daraufhin in die Außenschutzplanke und blieb über beide Fahrspuren liegen. Der Fahrer und zwei weitere Insassen konnten sich demnach selbst befreien und wurden nur leicht verletzt.
Autofahrer flüchten als Geisterfahrer durch Rettungsgasse
Die A8 musste für rund eineinhalb Stunden komplett gesperrt werden. Während der Vollsperrung wendeten einige Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn und fuhren "erschreckenderweise", wie es wörtlich im Bericht der Polizei heißt, durch die Rettungsgasse entgegen der Fahrtrichtung. Mehrere dieser Fahrzeuge konnten bei Anger jedoch angehalten und kontrolliert werden. "Die Ausreden für dieses Missverhalten waren durchaus sehr einfallsreich", teilte die Polizei mit.
Gegen die Fahrzeugführer wurde ein Verfahren eingeleitet. Sie müssen mit einer Geldstrafe im hohen dreistelligen Bereich, mit mehreren Punkten im Fahreignungsregister sowie einem Fahrverbot rechnen.
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