Zwei Fahrradfahrerinnen bei Blitz unterwegs in den Bergen
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Blitz und Donner: So schützen Sie sich bei einem Gewitter
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Blitz und Donner: So schützen Sie sich bei einem Gewitter

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Verhalten bei Gewitter: So schützen Sie sich vor Blitzschlag

Verhalten bei Gewitter: So schützen Sie sich vor Blitzschlag

Wenn man unterwegs von einem Gewitter überrascht wird, sollte man sich in Sicherheit bringen. Aber was tun, wenn es keinen Schutz gibt? Weglaufen? Sich hinlegen? Lebensgefährlicher Gedanke! Tipps, wie Sie sich schützen können.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 1 am Nachmittag am .

Dunkle Wolken ballen sich am Himmel, es grollt und donnert – und dann geht es los. Wenn man einen Donner wahrnimmt, ist das Gewitter nicht weiter als zehn Kilometer entfernt. Wenn zwischen Blitz und Donner nur noch zehn Sekunden und weniger liegen, besteht akute Gefahr, von einem Blitz getroffen zu werden, so der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) (externer Link).

Regenradar und Gewitter-Monitor geben Übersicht

Der Blick zum Himmel ist ein erster Indikator: Wenn der Wind auffrischt und die dunklen Wolken aufziehen, wird es höchste Zeit, Schutz zu suchen. In Wetter-Apps gibt es Regenradare - zum Beispiel vom Deutschen Wetterdienst. Dort gibt es auch einen sogenannten Gewitter-Monitor. So lassen sich Gewitter verfolgen (externer Link) und ihre voraussichtliche Zugrichtung für die nächsten 20 bis 40 Minuten abschätzen.

Falsch: Bei Gewitter flach auf den Boden legen

Die häufigsten Fehler bei einem Gewitter sind, mit großen Schritten wegzulaufen oder sich flach auf den Boden zu legen - beides bietet dem Blitz eine breite Angriffsfläche.

Richtig: Bei Gewitter in die Hocke gehen

Der sicherste Platz bei einem Gewitter ist ein festes Gebäude oder ein geschlossenes Auto, so der Deutsche Feuerwehrverband. Wer von einem Gewitter überrascht wird und nirgends mehr Schutz suchen kann, sollte in die Hocke gehen - idealerweise in einer natürlichen Bodensenke. Die optimale Stellung: kauernd, die Füße nah zusammen, die Arme um die Knie, Kopf einziehen, den Kontakt zum Boden so klein wie möglich halten. Das kann die Gefahr verringern. Wichtig ist, nicht der höchste Punkt im Gelände zu sein. Außerdem sollte man darauf achten, nicht in Gruppen Schutz zu suchen, sondern einzeln. Man sollte mindestens drei Meter, besser noch mehr Abstand zu anderen Menschen einhalten.

Hände weg von metallenen Gegenständen

Sobald ein Gewitter aufzieht, Finger weg von metallenen Gegenständen wie Regenschirm, Wanderstöcken, Golfschlägern und Karabinern. Metall zieht Blitze zwar nicht an, leitet elektrischen Strom aber sehr gut. Lange oder hoch gehaltene metallene Gegenstände können das Risiko erhöhen. Diese Dinge gehören deshalb mindestens fünf Meter weit weg. Handys, Schlüssel oder andere kleine Metallgegenstände am Körper erhöhen das Blitzschlagrisiko nach heutigem Kenntnisstand dagegen nicht wesentlich.

Alleinstehende Bäume, Baumgruppen, Masten und Bergspitzen meiden

Der Blitz schlägt bevorzugt in die höchste Erhebung ein. Gefährlich sind alleinstehende Bäume, Baumgruppen, Masten oder Bergspitzen. Hier sollte man einen Mindestabstand von zehn Metern einhalten, in den Bergen auch bedeutend mehr. Denn auch wer sich nur in der Nähe eines Blitzeinschlags aufhält, kann noch vom Blitz getroffen werden - wenn auch indirekt. Der Blitzstrom breitet sich an der Einschlagstelle kreisförmig in alle Richtungen im Boden aus und verliert dabei an Stärke. Sind die Füße - zum Beispiel beim Wegrennen - weit auseinander, dann besteht zwischen ihnen ein Spannungsunterschied und der Strom kann durch den Körper fließen. Das kann zu lebensbedrohlichen Folgeerscheinungen führen - wie zum Beispiel zum Herzstillstand.

Bei Gewitter: Auf und im Wasser - sofort raus!

Ist man mit dem Segelboot unterwegs, sind Masten Blitzfänger. Wassersportler sollten sich bei herannahendem Gewitter sofort an Land begeben. Auch Schwimmer müssen unverzüglich aus dem Wasser, denn dort kann sich der Blitzstrom gut verteilen. Ein im Wasser langgestreckter Körper weist so starke Spannungsunterschiede auf, dass der Strom hindurchfließt. Das führt zu schweren Verletzungen oder gar zum Herzstillstand.

Wie sicher ist man bei Gewitter im Auto?

Michael Faraday (1791 bis 1867) war ein englischer Physiker und Chemiker. Er wies nach, dass elektrische Ströme immer an der Außenseite von metallischen Körpern abfließen und keine elektrischen Effekte auf das Innere des "Käfigs" einwirken. Auch Autos, Flugzeuge, Züge oder Seilbahngondeln bieten durch ihre leitfähige Außenhülle Schutz und wirken wie ein Faradayscher Käfig.

Radler und Motorradfahrer: Weg vom Zweirad bei Gewitter!

Rad- und Motorradfahrer sollten bei einem Gewitter sofort absteigen und einen Mindestabstand von fünf Metern zwischen sich und ihren metallenen und damit leitenden fahrbaren Untersatz bringen. Dass die Gummireifen schützen, ist ein Irrglaube. Am besten, man sucht ein Gebäude auf oder verhält sich genauso wie ein Fußgänger, der von einem Gewitter überrascht wird.

Im Video: Überleben am Berg bei Gewitter

Überleben am Berg
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Überleben am Berg bei Gewitter

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