Bislang war der Juni in Bayern spürbar zu kühl. Mit einer Durchschnittstemperatur von rund 15 Grad lag die erste Monatshälfte knapp 1,5 Grad unter dem langjährigen Klimamittel von 1991-2020. Damit ist es ab Mitte der Woche aber vorbei. Von Süden und Südwesten gelangen subtropische Luftmassen nach Bayern und die Temperaturen klettern deutlich über die 30-Grad-Marke. Mit der Hitze steigt ab Freitag auch die Gefahr heftiger Unwetter.
- Wettervorhersage für Bayern – So wird das Wetter in Ihrer Region
Dienstag und Mittwoch: Der Übergang zum Sommer
Schon am Dienstag gelangen mit einer Warmfront mildere Luftmassen nach Bayern. Mit Höchstwerten von 18 bis 25 Grad bewegen sich die Temperaturen im für die Jahreszeit normalen Bereich. Allerdings bringt der Tiefausläufer auch dichte Wolkenfelder und gebietsweise schauerartigen Regen. Ab dem Nachmittag und bis in die Nacht zu Mittwoch hinein sind vor allem im Norden und später auch im Osten örtlich kräftige Gewitter mit lokalem Starkregen, Sturmböen oder Graupel nicht ganz auszuschließen.
Am Mittwoch geht es mit den Temperaturen weiter nach oben. Luftmassen aus der Biskaya bescheren dem Freistaat sommerliche Werte von 22 bis 29 Grad. Bei einem Mix aus Wolken und sonnigen Abschnitten fällt nur noch vereinzelt etwas Regen oder es reicht nur für ein paar Tropfen, am östlichen Alpenrand besteht am Nachmittag ein leichtes Gewitterrisiko.
Ab Donnerstag: Hitzewelle bringt Temperaturen über 30 Grad
Ab Donnerstag schlägt die Hitzewelle im Freistaat voll durch. In der Regel spricht man von einer Hitzewelle, wenn die Temperaturen an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen die 30-Grad-Marke überschreiten – genau das steht Bayern nun bevor.
Verantwortlich dafür ist ein Hochdruckgebiet, das sich ausgehend von Südwesteuropa über der Mitte Europas bildet und im weiteren Verlauf seinen Schwerpunkt ins östliche Mitteleuropa verlagert. So gelangt mit einer südlichen bis südwestlichen Strömung heiße Subtropikluft nach Bayern und die Temperaturen steigen dadurch von Donnerstag bis Sonntag verbreitet auf deutlich über 30 Grad.
Neuer Juni-Hitzerekord und tropische Nächte möglich
Besonders heiß wird es in einigen tiefer gelegenen Regionen Frankens sowie in der südlichen Oberpfalz, wo das Quecksilber auf über 35 Grad klettert. Den bisherigen Juni-Rekord in Bayern hält Kahl am Main mit 38,4 Grad aus dem Jahre 2019. Ob dieser erreicht oder geknackt wird, bleibt abzuwarten.
Nicht nur tagsüber wird es extrem: Auch die Nächte bringen kaum Abkühlung und dürften einigen den Schlaf rauben. Die Temperaturen sinken oft erst in den frühen Morgenstunden knapp unter die 20-Grad-Marke. Besonders in den Ballungsräumen sowie in der Untermain-Region muss mit "tropischen Nächten" gerechnet werden – hier kühlt es nachts dann nicht mehr unter 20 Grad ab.
Ab Freitag: Schwüle Luft bringt Gefahr von Hitzegewittern
Zwar überwiegt bis zum Sonntag häufig der Sonnenschein, doch die Luft wird zunehmend drückend und schwül. Während der Donnerstag noch weitgehend ruhig verläuft, muss ab Freitag mit einzelnen, aber teils heftigen Schauern und Hitzegewittern gerechnet werden. Dabei besteht Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen.
Wie lange bleibt die Hitze?
Ein schnelles Ende der Hitzewelle ist nicht in Sicht. Nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle setzt sie sich mit Werten von über 30 Grad auch in der neuen Woche zunächst fort – begleitet von vereinzelten Hitzegewittern. Eine Abkühlung und das Ende der Hitzewelle deuten die Wettermodelle ab Mittwoch von Nordwesten her an. Aber auch danach bleibt es mit Werten bis nahe 30 Grad sommerlich warm.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
