Ob im Supermarkt gekauft oder zu Hause selbst gekocht und gefärbt: Bunte Ostereier gehören für viele zu einem gelungenen Osterfest. Oft bleiben nach dem Osterfrühstück oder aus den Nestern aber viele hart gekochte Eier übrig. Wie lange sind sie danach noch genießbar und wann sollte man sie besser entsorgen? Wie sich die Haltbarkeit von Eiern unterscheidet und was es dabei zu beachten gibt - die Fragen und Antworten.
- Zum Artikel: Was hat das Ei mit Ostern zu tun?
Wie lange halten sich gekochte Eier aus dem Supermarkt?
Wer die hartgekochten Ostereier im Supermarkt gekauft hat, hat am längsten Zeit diese noch zu verwerten. Die Supermarkt-Eier bleiben nämlich für ganze drei Monate haltbar – in den meisten Fällen sogar länger. Grund für die lange Haltbarkeit ist der Lack, der die Ostereier so bunt glänzen lässt. Dadurch wird die poröse Eierschale komplett versiegelt und es gelangen weder Luft noch Keime in das Ei-Innere.
Solange die Eier keine Risse aufweisen, gelten sie als nahezu unverderblich. Winzige Brüche, die für das eigene Auge kaum erkennbar sind, können die Haltbarkeit der Eier allerdings verkürzen. Was hilft ist ein einfacher Test: Nase hinhalten und riechen. Wenn das Ei faulig riecht, sollte es sofort entsorgt werden.
Wer sich für Ostereier aus dem Supermarkt entschieden hat, sollte jedoch darauf achten, welche er gekauft hat. Laut der Verbraucherzentrale (externer Link) unterscheiden sich Supermarkt-Eier stark in ihrer Kennzeichnungspflicht. Während bei losen bunten Eiern der Hinweis "mit Farbstoff" reicht, müssen verpackte bunte Eier den genau verwendeten Farbstoff angeben. Die Haltungsform muss bei gefärbten Eiern nie angegeben werden, egal ob verpackt oder lose angeboten. Dabei seien die wenigsten davon Bio-Eier, sondern stammen aus Boden- oder Freilandhaltung. Die Verbraucherzentrale (externer Link) rät deshalb dazu, die Eier selbst zu färben.
Sind selbst gefärbte Ostereier auch so lange haltbar?
Wer die Ostereier zu Hause selbst gekocht und gefärbt hat, muss schneller handeln: Sie sind deutlich kürzer haltbar. Innerhalb von zwei Wochen müssen die Eier gegessen werden. Grund für die wesentlich kürzere Haltbarkeit ist die Lagerung der selbstgemachten Ostereier meist bei Zimmertemperatur.
Die Zwei-Wochen-Regel gilt allerdings nur für Eier, die nach dem Kochen an der Luft ausgekühlt wurden und keine sichtbaren Risse aufweisen. Wer die Eier angestochen oder nach dem Kochen unter kaltem Wasser abgeschreckt hat, sollte die Eier früher verwerten. Durch das Abschrecken zieht sich das Ei-Innere zusammen und Luft zieht unter die Schale. Keime können schließlich eindringen und die Eier so verderben.
Eier-Overkill: Sind zu viele Eier ungesund?
Wer viele Ostereier übrig hat, fragt sich vielleicht, wie viele Eier gesund für den Körper sind - und wann es zu viel sein kann.
Eier essen und dadurch Cholesterin aufnehmen hat in erster Linie viele Vorteile. Cholesterin ist die Grundlage von vielen Hormonen und sorgt dafür, dass unsere Zellen funktionieren. Der eigene Körper stellt die Substanz deswegen auch her - durch den übermäßigen Verzehr von Eiern wird die eigene Produktion von Cholesterin allerdings gedrosselt. Da der Cholesterin-Spiegel dadurch konstant gehalten wird, merken gesunde Menschen nichts von ihrem erhöhten Eierkonsum.
Personen mit einem dauerhaft erhöhten Cholesterin-Spiegel sollten die Ostereier nur in geringen Mengen genießen. Ein kompletter Verzicht ist aber nicht notwendig. Schließlich enthalten Eier neben Cholesterin auch reichhaltige Vitamine und Mineralstoffe sowie gut verdauliches Eiweiß.
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