Bundespolizist, im Hintergrund ein Zug (Symbolbild)
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Bei Markt Einersheim kracht am Freitagabend ein Güterzug in ein Betonteil auf den Schienen. Die Ermittler gehen von einer Straftat aus.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe
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Bei Markt Einersheim kracht am Freitagabend ein Güterzug in ein Betonteil auf den Schienen. Die Ermittler gehen von einer Straftat aus.

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100 Kilo schwer: Güterzug rast in Betonteil auf Gleisen

100 Kilo schwer: Güterzug rast in Betonteil auf Gleisen

Beim unterfränkischen Markt Einersheim kracht am Freitagabend ein Güterzug in ein Betonteil auf den Schienen. Verletzt wird niemand, der Sachschaden ist gering. Die Ermittler gehen von einer Straftat aus – und suchen Zeugen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Es ist kurz nach 21 Uhr, als der Lokführer plötzlich reagieren muss. Auf der dunklen Bahnstrecke zwischen Markt Einersheim und Markt Bibart taucht ein Gegenstand auf den Gleisen auf. Der Mann leitet sofort eine Schnellbremsung ein – doch da hat der Güterzug das Hindernis bereits überfahren.

Kollision mit 100 km/h

Mit rund 100 Stundenkilometern war der Zug nach Angaben der Bundespolizei dabei unterwegs. Menschen wurden bei dem Vorfall am Freitagabend zwar nicht verletzt. Trotzdem beschäftigt der Fall nun die Ermittler der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

Denn bei dem Gegenstand handelte es sich nicht um loses Geröll oder zufällig auf die Strecke geratenen Müll: Laut Polizei lag ein etwa 60 mal 80 Zentimeter großes Betonteil auf den Schienen – ähnlich einer Kabelschachtabdeckung. Ein solches Bauteil ist mindestens 100 Kilogramm schwer.

Bundespolizei prüft absichtliche Platzierung

Die Ermittler gehen der Frage nach, ob das Betonteil absichtlich auf den Gleisen abgelegt wurde. "Ein mutwilliges Platzieren des Betonhindernisses ist nicht auszuschließen", teilt die Bundespolizei mit. Deshalb wird nun wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ermittelt.

Der Schaden am Güterzug blieb nach ersten Erkenntnissen gering. Der Zug konnte seine Fahrt später fortsetzen. Dennoch hatte der Vorfall spürbare Folgen für den Bahnverkehr in der Region.

Bahnstrecke fast zwei Stunden gesperrt

Die Bahnstrecke Würzburg – Nürnberg war nach dem Zusammenstoß in beide Richtungen gesperrt. Erst nach gut zwei Stunden konnte der Bahnverkehr wieder freigegeben werden. In dieser Zeit kam es zu Einschränkungen und Verzögerungen.

Die Bundespolizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer am Freitagabend Beobachtungen entlang der Strecke gemacht hat oder Angaben zu dem Hindernis machen kann, soll sich bei der Bundespolizei Würzburg melden.

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