Die Wartehalle des Ansbacher Bahnhofes.
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Der Bahnhof Ansbach ist von der Allianz pro Schiene zum Bahnhof des Jahres 2026 gewählt worden.
Bildrechte: Asya Abdulahad/BR
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Angenehm für Reisende: Ansbach ist Bahnhof des Jahres 2026

Angenehm für Reisende: Ansbach ist Bahnhof des Jahres 2026

Mit stimmigem Design, kurzen Wegen und vielen Service-Angeboten überzeugt der Bahnhof Ansbach die Jury und wird "Bahnhof des Jahres 2026". Zum achten Mal geht die Auszeichnung der Allianz pro Schiene damit nach Bayern.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Atmosphärische Beleuchtung, geschwungene Holzbänke und frisches Türkis: Der Bahnhof Ansbach überzeugt mit ansprechender Gestaltung, kurzen Wegen und vielfältigen Service-Angeboten. Dafür zeichnet die Allianz pro Schiene die Station als "Bahnhof des Jahres 2026" aus. Die Jury lobt das gelungene Zusammenspiel aus Funktionalität, Aufenthaltsqualität und guter Verkehrsanbindung. Damit geht die Auszeichnung bereits zum achten Mal nach Bayern.

Freundliches Ambiente hinter schlichter Fassade

Von außen wirkt das Bahnhofsgebäude aus der Nachkriegszeit eher unscheinbar. Im Inneren erwartet Reisende dagegen eine helle, einladende Halle. Türkisfarbene Akzente an Wänden und Boden sorgen für Frische, während geschwungene Holzbänke komfortable Sitzgelegenheiten bieten. Stilvolle Deckenleuchten ergänzen das Gestaltungskonzept und schaffen eine angenehme Atmosphäre.

Bei der Sanierung standen somit nicht allein praktische Anforderungen im Mittelpunkt. Vielmehr wurde Wert daraufgelegt, den Aufenthalt für Reisende ansprechender zu gestalten. Besonders diese Verbindung von schlichtem Design und hohem Komfort überzeugte das Gremium.

Kurze Wege zwischen den Verkehrsmitteln

Auch die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln trägt zur Auszeichnung bei. Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer finden zahlreiche, überwiegend überdachte Abstellplätze. Abschließbare Fahrradboxen ergänzen das Angebot. Von den Stellflächen aus sind die Gleise schnell erreichbar.

Ebenso unkompliziert gestaltet sich der Umstieg auf den Bus, dessen Haltestellen nur wenige Schritte entfernt liegen. Wer mit dem Auto oder Taxi anreist, kann die seitlichen Zufahrtsbereiche zum Ein- und Aussteigen nutzen. Die räumliche Nähe der verschiedenen Verkehrsangebote erleichtert damit den Wechsel zwischen Bahn, Bus, Fahrrad und Auto.

Service für einen angenehmen Aufenthalt

Neben der Verkehrsanbindung sorgen weitere Einrichtungen für Komfort. Begrünte Bereiche mit Sitzgelegenheiten bieten an den Bahnsteigen zusätzliche Möglichkeiten, im Freien zu warten. Schließfächer ermöglichen die sichere Aufbewahrung des Gepäcks. Eine moderne öffentliche Toilette befindet sich auf dem Bahnhofsvorplatz. Auch für die Verpflegung ist gesorgt: In der Bahnhofshalle gibt es verschiedene gastronomische Angebote, darunter regionale Produkte. Insgesamt präsentiert sich die Station damit als funktionaler und zugleich einladender Ort, an dem Reisende ihre Wartezeit angenehm verbringen können.

Verbesserungen bei Information und Gestaltung

Trotz des positiven Gesamteindrucks sieht die Jury weiteres Entwicklungspotenzial: Die sanierte Unterführung zwischen den Bahnsteigen und dem Südausgang sei zwar hell und ausgesprochen sauber, wirke jedoch stellenweise nüchtern und steril. Zusätzliche Gestaltungselemente und farbliche Akzente könnten den Bereich freundlicher erscheinen lassen.

Darüber hinaus empfiehlt das Gremium eine Echtzeitanzeige für die Busabfahrten auf dem Bahnhofsvorplatz. Auch ein bahnhofsweites WLAN-Angebot würde den Service sinnvoll erweitern.

Kundenfreundlichkeit als entscheidendes Kriterium

Die Allianz pro Schiene zeichnet seit 2004 besonders kundenfreundliche Bahnhöfe in Deutschland aus. Eine neunköpfige Jury besucht dafür jedes Jahr ausgewählte Stationen und bewertet sie aus Sicht der Reisenden. Maßgeblich sind unter anderem verlässliche Informationen zu Zugverbindungen, Anschlussverkehr, Serviceeinrichtungen und Sehenswürdigkeiten. Ebenso zählen Sauberkeit, ein gepflegtes Erscheinungsbild sowie die Anbindung an den lokalen und regionalen Verkehr.

In der Jury vertreten sind der Verkehrsclub Deutschland, der Fahrgastverband Pro Bahn, der Deutsche Bahnkunden-Verband, der Auto Club Europa und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club. Außerdem gehören die Kooperation Fahrtziel Natur, der Deutsche Tourismusverband und zwei Mitglieder der Geschäftsstelle der Allianz pro Schiene dem Gremium an.

Mit der Auszeichnung wird Ansbach als Beispiel für einen Bahnhof gewürdigt, der praktische Infrastruktur und ansprechende Gestaltung erfolgreich verbindet. Die Verbesserungsvorschläge zeigen zugleich, wie sich das Angebot für Reisende künftig weiterentwickeln lässt.

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