Schafherde (Ovis gmelini aries) weidet auf einer Wiese, im Gegenlicht, Tauchersreuth, Mittelfranken, Bayern, Deutschland | Aufnahmedatum 13.10.2025
Schafherde (Ovis gmelini aries) weidet auf einer Wiese, im Gegenlicht, Tauchersreuth, Mittelfranken, Bayern, Deutschland | Aufnahmedatum 13.10.2025
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Die Anzahl der Schafe und der Schafhalter in Bayern ist im vergangenen Jahr weiter gesunken.
Bildrechte: picture alliance / imageBROKER | Helmut Meyer zur Capellen
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Die Anzahl der Schafe und der Schafhalter in Bayern ist im vergangenen Jahr weiter gesunken.

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Anzahl der Schafbetriebe und der Schafe in Bayern sinkt weiter

Anzahl der Schafbetriebe und der Schafe in Bayern sinkt weiter

In Bayern werden deutschlandweit die meisten Schafe gehalten. Doch ihre Zahl ist vergangenes Jahr weiter gesunken. Schafhalter stehen unter Druck, wie der Geschäftsführer des Landesverbands, Martin Bartl, kürzlich betonte. Auch sie werden weniger.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Etwa 260.700 Schafe leben in Bayern – so viele wie in keinem anderen Bundesland, betrachtet man landwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 20 Schafen. Dennoch ist der Bestand der Tiere im Freistaat zuletzt geschrumpft.

2.120 schafhaltende Betriebe in Bayern

Zum Stichtag 3. November 2025 waren es 4,5 Prozent weniger als im Vergleich mit dem Vorjahr, wie das Landesamt für Statistik in Fürth (externer Link) mitteilte. Insgesamt wurden rund 2.120 schafhaltende Betriebe gezählt, 30 weniger als im Jahresvergleich. Auf jeden davon entfielen im Jahr 2025 durchschnittlich 123 Schafe und damit vier weniger als im Jahr zuvor.

Die Zahl der weiblichen Schafe zur Zucht sank um 10.400 Tiere auf 186.400 Tiere. Auch die Zahl der Schafe unter einem Jahr geht zurück. Zum Stichtag gab es 5.400 Lämmer weniger – ein Rückgang um 7,8 Prozent. Die Zahl der Böcke stieg hingegen um 5,1 Prozent auf 4.400 Tiere.

Schafhalter in Bayern unter Druck

Die Schafhalter in Bayern stehen unter Druck, wie der Geschäftsführer des Landesverbands, Martin Bartl, kürzlich betonte. Die Blauzungenkrankheit zum Beispiel habe in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass einige Tiere verendeten.

Zudem liege das Durchschnittsalter von Schafhaltern im Vollerwerb bei "Ende 50, Anfang 60". Viele würden in Rente gehen, "das ist ein großer Umbruch". Während Halter mit großen zusammenhängenden Weideflächen etwa im Altmühltal leichter eine Nachfolge fänden, werde es bei Betrieben mit kleinen, oft weit auseinanderliegenden Flächen schwieriger. "Es ist aufwendig, die Herde dann von A nach B zu bringen."

Schafhaltung sei allein durch die Vermarktung von Produkten wie Wolle, Milch oder Fleisch nicht kostendeckend, erklärte Bartl. Deshalb sei man auf staatliche Unterstützung angewiesen, etwa durch Geld aus der Landschaftspflege.

Zahl der Schafe nimmt ab

Schaut man auf die Zahlen aus dem Jahr 2015, wird deutlich, dass es damals noch rund vier Prozent mehr Schafe gab als zuletzt. Auch die Zahl der schafhaltenden Betriebe hat seither um sechs Prozent abgenommen.

Einen starken Zuwachs von 115,3 Prozent haben die Experten in der Kategorie der sogenannten "anderen Schafe" errechnet. Bei "anderen Schafen" handle es sich um männliche oder weibliche Schafe, die ein Jahr und älter sind und nicht für die Zucht gehalten werden, wie zum Beispiel Hammel, so die Statistiker. Sie werden demnach unter anderem auch für pharmazeutische und medizinische Zwecke genutzt.

Mit Informationen von dpa

Im Video: Schafe im Supermarkt

Auch auf Instagram: Bei Schaf Olivia steht eine Geburt an

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