Das Bild steht für Brandbekämpfung, Evakuierung und die Rettung von Menschen in einer akuten Gefahrensituation.
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Symbolbild: Feuerwehrkräfte mit Atemschutz steigen eine Treppe hinauf zu einem Gebäude.
Bildrechte: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
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Atemschutz-Einsatz bei 35 Grad – Feuerwehrler kollabieren

Atemschutz-Einsatz bei 35 Grad – Feuerwehrler kollabieren

Neben den schönen Seiten bringt die Sommerhitze für viele Menschen auch Herausforderungen mit sich. So muss etwa die Feuerwehr auch bei den höchsten Temperaturen Schwerstarbeit leisten. Bei einem Dachstuhlbrand sind drei Retter selbst kollabiert.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Oberbayern am .

Ein Dachstuhl brennt in Hohenlinden im Landkreis Ebersberg. Die Feuerwehr wird alarmiert. Der Einsatz findet unter besonders fordernden Bedingungen statt, denn an diesem Wochenende ist es zwischen 30 und 34 Grad heiß. Die Einsatzkräfte müssen unter Atemschutz auf das Dach. Drei der Feuerwehrler kollabieren bei diesem Einsatz bei extremen Temperaturen. Zunächst hatte der Münchner Merkur über den Vorfall berichtet [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt].

"Ohne die Ehrenamtlichen könnten wir das so nicht leisten!"

In voller Feuerwehrmontur waren die Einsatzkräfte in Hohenlinden unterwegs. Sie trugen dicke Jacken, Stiefel, und Vollmasken. Dazu hatten sie die Atemschutzausrüstung mit etwa 20 Kilogramm Gewicht auf dem Rücken. Oben in sengender Hitze auf den dunklen Dachziegeln löschten sie die Flammen, die aus dem Dachstuhl schlugen. Später suchten sie nach Glutnestern, mussten Dachplatten abbauen und Isolierung entfernen, erzählte Anton Speckmaier, der Einsatzleiter der Feuerwehr Hohenlinden. Schwerstarbeit für die ehrenamtlichen Helfer, die alles gaben. Bis zur eigenen Erschöpfung.

Die drei kollabierten Einsatzkräfte wurden sofort vom Bayerischen Roten Kreuz versorgt. Das BRK baute ein belüftetes, gekühltes Zelt auf, um den Feuerwehrleuten wieder auf die Beine zu helfen. "Toi, toi, toi haben wir noch Ehrenamtliche. Ohne sie könnten wir das so nicht leisten", sagte Manfred Barth, der Kreisgeschäftsführer des BRK Ebersberg. 32 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Katastrophenschutzes und der Bereitschaften waren letztendlich am Einsatz beteiligt, sie kümmerten sich um die Feuerwehrkräfte. Die Bewohner des Einfamilienhauses seien hingegen laut Polizeipräsidium Oberbayern Nord nicht verletzt worden.

"Als Feuerwehrmann will man grundsätzlich helfen!"

Insgesamt waren es rund 160 Einsatzkräfte , die bei dem Dachstuhlbrand in Hohenlinden geholfen haben. Denn die Feuerwehrleute auf dem Dach hielten maximal 20 Minuten durch. Danach waren sie "fix und fertig", sagte Einsatzleiter Speckmaier. Sie wurden abgelöst. Nur so war der Einsatz unter diesen extremen Bedingungen möglich. Und dafür musste nachalarmiert werden. Die Hohenlindener Feuerwehr bat die benachbarten Gemeinden um Hilfe. Aus den Landkreisen Ebersberg und Erding kam die Feuerwehr zur Unterstützung. Das sei eine Selbstverständlichkeit:

"Als Feuerwehrmann will man grundsätzlich helfen, ob in der Nacht, bei Schneefall oder bei Sommerhitze, man möchte helfen und man hilft auch. Die Nachalarmierung hat funktioniert, die sind angerückt. Das ist ein Feuerwehr-Ehrenkodex, wenn, dann ist man da und steht auch seinen Mann", betont Anton Speckmaier im Interview mit BR24.

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