Die deutsche Autoindustrie steckt in der Krise, während sich viele Rüstungsunternehmen vor Aufträgen kaum retten können. Jetzt "verleiht" Audi Beschäftigte an Rüstungsbetriebe. Wie ein Unternehmenssprecher dem BR am Dienstag auf Nachfrage bestätigt, hat der Autobauer gemeinsam mit Partnern aus der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ein Modell für einen befristeten regionalen Personaleinsatz auf den Weg gebracht.
"Großes Interesse", aber Teilnahme freiwillig
Im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung können die wechselwilligen Audianer zeitlich befristet bei den Rüstungsunternehmen Diehl, Airbus, MBDA und KNDS tätig werden. Zielgruppe sind insbesondere Ingenieure, Qualitätsingenieure, Projektmanager sowie Mitarbeitende der Werkstätten in der Technischen Entwicklung und der Qualitätssicherung.
Die Teilnahme an dem Modell erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis. Die entliehenen Audianer bleiben während der gesamten Laufzeit Beschäftigte der Audi AG. Ende Oktober soll es laut Audi größere Informationsveranstaltungen geben. Doch schon jetzt stößt das Modell laut einem Audi-Sprecher "auf sehr großes Interesse innerhalb der Audi-Belegschaft".
Transformation der Industrie
Ziel der "Verleihaktion" ist es laut Audi, Beschäftigungsperspektiven für Mitarbeitende zu erweitern, Fachkräftebedarfe in der Region gezielt zu unterstützen und die Transformation der Industrie aktiv mitzugestalten.
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