Ein Baukran steht zwischen dem historischen Perlachturm (links) und dem Rathaus. Das Augsburger Wahrzeichen wird derzeit saniert.
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Ein Baukran steht zwischen dem historischen Perlachturm und dem Rathaus. Das Augsburger Wahrzeichen wird derzeit saniert.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Stefan Puchner
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Ein Baukran steht zwischen dem historischen Perlachturm und dem Rathaus. Das Augsburger Wahrzeichen wird derzeit saniert.

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Augsburger Wahrzeichen: Sanierung dauert länger und wird teurer

Augsburger Wahrzeichen: Sanierung dauert länger und wird teurer

Die Augsburgerinnen und Augsburger müssen noch länger warten, bis sie ihr Wahrzeichen wieder betreten können. Die Sanierung des Perlachturms wird wohl bis 2028 dauern und teurer werden. Das sind die Gründe.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Die Sanierung des Augsburger Perlachturms am Rathausplatz wird voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2028 fertiggestellt. Das hat die Stadt mitgeteilt. Die Bauarbeiten an dem rund 70 Meter hohen historischen Turm sollten ursprünglich bis Herbst 2027 abgeschlossen werden. Außerdem erwartet die Stadt, dass die Baumaßnahme um rund zwei Millionen Euro teurer und damit am Ende elf Millionen Euro kosten wird.

Insolvenz der Baufirma und Schäden aus Zweitem Weltkrieg

Als Gründe für die Verteuerung und Verzögerung nannte die Stadt unter anderem die Insolvenz eines der am Bau beteiligten Unternehmen sowie Schäden und Mängel an dem Turm, die erst während der bereits begonnenen Sanierung entdeckt wurden. Beides führe dazu, dass die Sanierung nicht so zügig durchgeführt werden könne wie geplant.

Beispielsweise seien Schäden gefunden worden, die bereits im Zweiten Weltkrieg entstanden seien und damals nur mangelhaft oder gar nicht repariert wurden. Augsburg war damals großflächig bombardiert worden, das angrenzende Rathaus wurde dadurch zu einem großen Teil zerstört.

Ziel: Turm soll wieder begehbar werden

Da die Arbeiten auf engstem Raum stattfinden, können die Gewerke nur nacheinander ausgeführt werden. Baureferent Steffen Kercher betont: "Trotz dieser Herausforderungen bleibt unser Ziel klar und unverändert: Wir sichern den Perlachturm nachhaltig und machen ihn für die Bürgerinnen und Bürger, Besucherinnen und Besucher sowie für kommende Generationen zukunftsfähig zugänglich." Der Turm ist seit 2017 gesperrt.

Im vergangenen Jahr kam es bei der Sanierung bereits zu einer Panne, als die Zwiebelhaube des Turms abgenommen werden sollte. Die minutiös geplante Aktion musste verschoben werden. Die Hebebühne war zu kurz, man hatte falsch gerechnet. Eine Woche später hat es dann aber geklappt mit dem Abheben.

Puppenkiste springt fürs Turamichele ein

Auch das Augsburger Kinderfest Turamichele soll laut Stadt 2027 stattfinden. Heuer übernimmt wegen der laufenden Sanierung des Perlachturms voraussichtlich wieder die Augsburger Puppenkiste mit einer mobilen Bühne das Marionettenspiel.

Normalerweise schaut zum Turamichele-Fest halb Augsburg nach oben auf den Perlachturm. Zu jeder vollen Stunde öffnet sich dort ein Fenster und das Turamichele sticht im Takt der Glockenschläge auf den Teufel ein.

Fast 200.000 Euro durch Spenden

Der "Perlach" ist ein beliebter Aussichtsturm mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte. Im Jahr 989 soll an dem Standort bereits ein 30 Meter hoher Wachturm errichtet worden sein. Später wurde der Turm umgebaut und aufgestockt. Sein heutiges Aussehen erhielt er Anfang des 17. Jahrhunderts.

Der Bund hat für die Sanierung des Denkmals mehrere Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch Spenden werden gesammelt. So sind schon fast 200.000 Euro zusammengekommen.

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