Ein Mensch in einer Kneipp-Anlage (Foto vom 07. August 2026)
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Ein Mensch in einer Kneipp-Anlage (Foto vom 07. August 2026)
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Wenig Wasser: Was wird aus Kneipp-Anlagen in Bad Wörishofen?

Wenig Wasser: Was wird aus Kneipp-Anlagen in Bad Wörishofen?

Sie stehen sinnbildhaft für die Wasserkur von Sebastian Kneipp: Wassertretbecken in der Kneipp-Stadt Bad Wörishofen. Nun geht bei manchen quellwassergespeisten Becken das Wasser aus. Die Stadt will gegensteuern, auch für kommende Jahre.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Schwaben am .

Bei der Wassertretanlage am Tannenbaum in Bad Wörishofen geht nichts mehr. Weil die Quelle neben der Kneipp-Anlage auch noch den Koi-Teich im Kurpark speist, hat man nebenan in der Brunnenstube die Zuleitung abgedreht, damit wenigstens die Fische überleben – für beides reicht es nicht mehr. "Wir als Weltstadt der Hydrotherapie... hier solche Bilder zu sehen, ja, das ist alles andere als super", sagt Bürgermeister Daniel Pflügl, als er in die trockene Kneipp-Anlage schaut.

21 Becken sind weiter in Betrieb

Dennoch: Kneippen ist in Bad Wörishofen noch sehr gut möglich. 21 Becken sind weiterhin in Betrieb. Der Bürgermeister sorgt sich mit Blick auf kommende trockene Jahre um die Zukunft und will vorsorgen. Das Wasser, das derzeit einfach durch die Becken hindurch in die Kanalisation abfließt, soll künftig mehrfach verwendet werden.

Wasser muss kühl bleiben

Gleichzeitig müsse dann aber dafür gesorgt werden, dass das Wasser immer ausreichend kühl bleibt, weil sonst der wohltuende und anregende Effekt des Wassertretens nach Pfarrer Sebastian Kneipp ausbleibe. Dafür könnte das Wasser entweder zur Kühlung durch tiefere Erdschichten geleitet oder auch technisch mit einer sogenannten Inverter-Klimaanlage gekühlt werden.

Trockenheit "eine Katastrophe"

Auch Kurdirektorin Cathrin Herd sorgt sich um das Markenzeichen der Kneipp-Stadt im Unterallgäu – und wünscht sich Gegenmaßnahmen "hoffentlich schnell". Die Trockenheit in diesem Sommer sei "eine Katastrophe und deswegen schauen wir natürlich, dass wir so schnell wie möglich ins Umsetzen kommen".

Wasser soll mehrfach verwendet werden

Eine kürzlich eingesetzte Arbeitsgruppe hat bereits Ideen erarbeitet, wie die Wassertretanlagen technisch für die Zukunft gemacht werden sollen. "Wir müssen Wasserkreisläufe bilden, um das Wasser hier länger vor Ort halten zu können", erklärt Bürgermeister Pflügl. Eine Kneipp-Anlage nach der anderen soll jetzt entsprechend umgerüstet werden.

24 Wassertretanlagen gibt es in Bad Wörishofen, 15 davon werden mit Trinkwasser gespeist. Zuletzt war bei manchen mit Quellwasser gespeisten Becken das Wasser ausgegangen, drei Anlagen liegen derzeit trocken.

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