Ein freilebender Braunbär (Symbolbild)
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Bären-Verdacht im Oberallgäu – Behörde warnt Wanderer

Bären-Verdacht im Oberallgäu – Behörde warnt Wanderer

Mögliche Bären-Spur im Oberallgäu: In der Region wurde Tierkot gefunden, der von einem Bär stammen könnte. Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat eine Untersuchung per Eilauftrag veranlasst – und ruft zu erhöhter Vorsicht auf.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Bayern am .

Ein Bär ist möglicherweise im südlichen Oberallgäu unterwegs. Das Bayerische Landesamt für Umwelt sei über den Fund von Exkrementen informiert worden, die möglicherweise von einem Bären stammten, teilte die Behörde mit.

Den Angaben zufolge wurde ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer zur Untersuchung der Losung entsandt. Zudem laufe eine systematische Suche nach weiteren Hinweisen. Die genetische Analyse der Probe sei per Eilauftrag veranlasst worden.

Warnung an Wanderer: Ruhe bewahren bei Bären-Begegnung

Das Landesamt riet Landwirten, ihre Tiere nachts in den Stall zu bringen und Herdenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Anwohner, Wanderer und Ausflügler sollten Vorsicht walten lassen: Wer einem Bären begegne, solle ruhig bleiben, Abstand halten, nicht weglaufen und sich langsam zurückziehen, ohne dem Tier den Fluchtweg zu versperren. Es sei etwa auf einem Wanderausflug wichtig, in der Natur keine Essensreste und keinen Müll zurückzulassen.

Zuletzt war ein Bär in Bayern im Mai 2023 ebenfalls im Landkreis Oberallgäu nachgewiesen worden. Damals gab es ein Foto des Tieres. Kurz zuvor hatte es mehrere Nachweise eines Tieres im Landkreis Berchtesgadener Land gegeben, außerdem im Landkreis Traunstein sowie zuvor in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim.

Bär nahe der bayerischen Grenze in Tirol gesichtet

Kürzlich hatten Bauern im österreichischen Bundesland Tirol unweit der bayerischen Grenze im Gemeindegebiet von Thiersee einen Bären gesichtet. Die Gemeinde Thiersee hatte auf ihrer Homepage darüber informiert und zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Hunde sollten im Freien an der Leine geführt werden. 

Die Bären wandern meist aus dem Trentino in Italien ein. Dort läuft ein Wiederansiedlungsprojekt, mittlerweile leben dort mehr als 100 Tiere. Etwa seit 2014 kam es in der beliebten Urlaubsregion auch zu Angriffen auf Menschen. Trauriger Höhepunkt war die tödliche Attacke auf einen Jogger im Frühjahr 2023. An Wanderwegen im Trentino warnen heute Schilder vor den Tieren.

Mit Informationen von dpa

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