Eine Person bezahlt kontaktlos mit dem Smartphone an einem Kartenlesegerät im Einzelhandel.
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Bar, mit Karte oder per Handy: Wie zahle ich am besten im Ausland?
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Bar, Kreditkarte oder EC: Wie zahle ich im Urlaub am besten?

Bar, Kreditkarte oder EC: Wie zahle ich im Urlaub am besten?

Bar oder mit Karte? Wer ins Ausland reist, sollte schon vorab planen, wie man vor Ort am günstigsten bezahlt. Denn Wechselkurse und Abhebegebühren unterscheiden sich je nach Anbieter. Welche Karten wichtig sind und wo Kostenfallen lauern.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Der Sommer ist da und damit auch die Urlaubszeit. Damit beim Bezahlen im Ausland alles klappt, ist gute Planung wichtig. Grundsätzlich gilt: Wer auf Reisen geht, sollte zur Sicherheit immer einen Mix aus mehreren Bezahlmöglichkeiten planen. Fällt eine Option weg, steht man im Notfall nicht mit leeren Händen da.

Wie viel Bargeld sollte ich mitnehmen?

"Am besten nur so viel Bargeld mitnehmen, wie man für die ersten Ausgaben und den täglichen Bedarf braucht", empfiehlt Sascha Straub von der bayerischen Verbraucherzentrale. Auch Fremdwährungen solle man nicht in großen Summen bar mitführen, deshalb rät er auch bei Reisen außerhalb der Eurozone nur zu einem kleinen Betrag in der Landeswährung, mit dem man bei der Ankunft bequem zahlungsfähig sei.

Guy Katz, Professor für International Management an der Tourismus-Fakultät der Hochschule München, ergänzt: "Grundsätzlich sehen wir immer mehr Nutzung von Kreditkarten. Daher brauchen wir eigentlich so wenig Bargeld wie noch nie zuvor." Er selbst reise fast ausschließlich mit einer Mischung aus verschiedenen Kreditkarten, die er in seinem Smartphone hinterlegt hat.

Wer trotzdem große Summen Bargeld mit in das Urlaubsland einführen möchte, sollte sich beim Auswärtigen Amt [externer Link] informieren, ob es dafür Beschränkungen gibt.

Sollte ich das Geld schon in Deutschland oder vor Ort wechseln?

Günstiger ist es meistens, das Geld erst vor Ort zu tauschen. Wer in Deutschland Fremdwährungen bei der Bank wechselt, zahlt dafür meist Gebühren. Stattdessen kann man einfach im Zielland an einem Automaten das Geld direkt in der Landeswährung abheben. Je nach Kreditkartenanbieter können auch hier Gebühren anfallen, darüber sollten sich Kundinnen und Kunden bei ihrer Bank informieren. Er selbst könne bei seiner Bank aber bis zu vier Mal im Monat kostenlos Fremdwährungen abheben, so Tourismus-Professor Katz.

Tipp: Verteilen Sie Ihr Bargeld auf unterschiedliche Orte, sodass im Fall eines Diebstahls oder Verlusts nicht alles weg ist.

Funktioniert meine Girokarte im Ausland?

Hierzulande haben die meisten Menschen eine Girokarte, umgangssprachlich auch EC-Karte genannt. Diese ist für die Nutzung in Deutschland ausgelegt. Girokarten mit einem sogenannten "Co-Badge", einem zusätzlichen Zahlungsverfahren wie Maestro oder Visa Debit, funktionieren auch im Ausland, allerdings nicht so zuverlässig wie Kreditkarten. Am besten prüfen Sie vor der Reise, über welche Funktionen Ihre Girokarte verfügt.

Wann benötige ich eine Kreditkarte?

"Eine Kreditkarte braucht man vor allem dort, wo sie als Sicherheits- oder Buchungsinstrument verlangt wird, etwa bei Hotel- oder Mietwagenbuchungen. Außerhalb der EU ist sie oft besonders hilfreich und teilweise Voraussetzung", weiß Verbraucherschützer Sascha Straub. Wichtig sei dabei außerdem, dass es eine echte Kreditkarte und keine Debitkarte sei. Und der Münchner Professor Katz merkt an, dass in solchen Fällen oft eine physische Karte notwendig sei. "Apple oder Google Pay kommt da an seine Grenzen."

Kreditkarten von Online-Banken können sich lohnen

Bei Kreditkarten sind die Konditionen der Banken für Wechselkurse und Gebühren ein großer Kostenfaktor. Deshalb empfiehlt Guy Katz, sich zu informieren: "Es gibt Karten, die inzwischen so gut wie keine Gebühren im Ausland haben, das sind vor allem die neueren Digital-only-Banken, da sind die Wechselkurse sehr gut. Die sind im Normalfall besser als die klassischen Banken, was sowas angeht."

Vorsicht vor "Dynamic Currency Conversion"

Wer bargeldlos zahlt, kann manchmal auf dem Kartenlesegerät auswählen, ob die Zahlung in Euro oder der lokalen Währung erfolgen soll. Aufgepasst, denn dahinter versteckt sich eine Touristenfalle: Dynamic Currency Conversion oder auf Deutsch: dynamische Währungsumrechnung. Dabei kann der Anbieter seinen eigenen Wechselkurs anbieten, unabhängig vom tatsächlichen aktuellen Wechselkurs. Reisende sollten deshalb immer die Zahlung in der lokalen Währung auswählen und nicht auf den vertrauten Euro-Betrag klicken, sonst zahlt man schnell mehr als nötig.

Wie kann ich meine Karten im Notfall sperren lassen?

Falls Bankkarten abhandenkommen, sollte man sie schnellstmöglich sperren lassen. Das geht jederzeit über den Sperr-Notruf 116 116. Wer sich im Ausland befindet, muss zusätzlich die deutsche Vorwahl wählen. Alternativ lassen sich Karten auch unter der Rufnummer +49 30 4050 4050 sperren. Außerdem sollte man den Verlust bei der Polizei melden, damit das Konto auch für Lastschriftverfahren gesperrt wird.

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