Unbekannte haben den bayerischen Landtag mit politischen Parolen besprüht. An einer Fassadenmauer brachten sie am frühen Freitagmorgen die Slogans "free Maja", "free Hanna" und "free all Antifa" an, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Schriftzug sei insgesamt rund acht Meter lang. Die Ermittler schätzten den entstandenen Schaden auf mehrere tausend Euro. Ob die Tat von Kameras aufgezeichnet wurde, werde nun ermittelt. Das Staatsschutzkommissariat für politisch links motivierte Straftaten ermittelt und bittet Zeugen um Hinweise.
Parolen beziehen sich auf mutmaßliche Linksextremisten
Nach Einschätzung der Polizei besteht ein Zusammenhang mit mehreren Verfahren gegen mutmaßliche Linksextremisten. Das Oberlandesgericht in München hatte die Nürnbergerin Hanna S. im September zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 30-Jährige mit anderen Beteiligten mutmaßliche Rechtsextremisten in der ungarischen Hauptstadt Budapest angegriffen und krankenhausreif geschlagen hat.
Maja T. in Ungarn vor Gericht
An dieser Tat im Februar 2023 soll auch Maja T. beteiligt gewesen sein. Sie steht aktuell in Ungarn vor Gericht. Die dortige Staatsanwaltschaft fordert in diesem Fall eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Auslieferung von Maja T. hatte bundesweit für Kritik und Proteste gesorgt. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die die Auslieferung hätte stoppen können, war wenige Minuten zu spät eingegangen.
Mit Informationen der dpa
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