Ein Traditionsspektakel: Auf Hornschlitten rasen seit über 50 Jahren in Partenkirchen Schlittenpiloten von der Partnachalm ins Partnachtal.
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Ein Traditionsspektakel: Auf Hornschlitten rasen seit über 50 Jahren in Partenkirchen Schlittenpiloten von der Partnachalm ins Partnachtal.
Bildrechte: BR/apm Film-und Fernsehproduktion
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Beste Bedingungen: Hornschlitten sausen wieder ins Partnachtal

Beste Bedingungen: Hornschlitten sausen wieder ins Partnachtal

Seit über 50 Jahren rasen im oberbayerischen Partenkirchen mutige Schlittenpiloten mit bis zu 90 km/h von der Partnachalm ins Partnachtal. Auch dieses Jahr steigt das Traditionsspektakel mit mehreren tausend Zuschauern am Dreikönigstag.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Oberbayern am .

Traditionell am Dreikönigstag werden heute die 55. Bayerischen Meisterschaften der Hornschlitten in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen. 79 Teams sind am Start, um den begehrten Siegerpokal nach Hause zu fahren. Seit über 50 Jahren rasen im oberbayerischen Partenkirchen mutige Schlittenpiloten von der Partnachalm ins Partnachtal. Auch dieses Jahr werden mehrere tausend Zuschauer das Schlitten-Spektakel begleiten.

Beste Bedingungen für das Hornschlittenrennen

Die äußeren Bedingungen waren schon lange nicht mehr so gut wie in diesem Jahr. Durch die frostigen Temperaturen sei die Strecke in einem sehr guten Zustand, sagt der Vorstand des Hornschlittenvereins, Christian Herzog. Dadurch sei ein schnelles Rennen auf der 1,1 Kilometer langen Bergstrecke garantiert.

40 Helferinnen und Helfer waren seit dem Neujahrstag im Einsatz und haben rund 700 Kubikmeter Schnee mit dem Pisten-Bully verteilt. 25 Grad Neigung hat die Strecke an der steilsten Stelle, bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreichen die sechs Damen- und 73 Männer-Teams mit ihren originalen oder nachgebauten Werdenfelser Hornschlitten.

Strenge Regeln für Schlitten und Rennen

Wichtig für die Schlitten, die immer mit vier Fahrerinnen und Fahrern besetzt sind, sind die Maße. Der Original Werdenfelser Hornschlitten darf nicht mehr als zwei Meter lang sein, die Spurbreite der Kufen ist 70 bis 95 Zentimeter. Und: Bis auf die Kufen und die sogenannten Tratzen zum Bremsen müssen alle Teile aus Holz sein. Gewertet werden die Teams nur, wenn sie mit allen Teilen des Schlittens die Ziellinie überqueren. Das heißt: Falls eine Mannschaft einen Sturz hat und das Sportgerät zu Bruch geht, müssen alle vier Starter und alle Teile des Schlittens über die Ziellinie gebracht werden. Nur dann wird der Lauf gewertet.

Knapp 80 Teams am Start

Die meisten Mannschaften kommen aus Oberbayern, aus den Ortsteilen Garmisch und Partenkirchen sowie aus Gaißach bei Bad Tölz. Aber auch auswärtige Teams haben Siegchancen, wie die Seriensieger vom WSV Trusetal in Thüringen. Die Namen der Teams versprechen ein buntes Rennen. Mit dabei sind unter anderem die Landshuter Kurvenrammler, die Wiesmahdhupfer, die Schlitten Schnitten aus Schwangau oder die Goassara Schwarzfahrer.

Wird der Rekord geknackt?

Der Streckenrekord aus dem Jahr 2018 mit einer Minute und 25 Sekunden könnte in diesem Jahr geknackt werden. Neben dem sportlichen Ehrgeiz wünschen sich die Organisatoren, dass die über 300 Schlittenpiloten unfallfrei ins Ziel kommen.

Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr. Mit einem Zipfelbob-Wettbewerb für Kinder startet dann um 13 Uhr das offizielle Hornschlittenrennen. Im Rahmenprogramm gibt es einen Auftritt der Partenkirchener Schäffler, die in diesem Jahr nach sieben Jahren wieder in eine Tanzsaison starten. Der Veranstaltungsbereich ist hinter dem Skisprungstadion in Partenkirchen in Richtung der Partnachklamm.

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