(Symbolbild) Hinweiszettel auf einer Biotonne, die falsch befüllt wurde.
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(Symbolbild) Seit knapp einem Jahr gibt es neue Regeln für sogenannte Störstoffe in der Biotonne.
Bildrechte: picture alliance / ROPI | Antonio Pisacreta
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(Symbolbild) Seit knapp einem Jahr gibt es neue Regeln für sogenannte Störstoffe in der Biotonne.

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Biotonne: Kompostierbare Müllbeutel verursachen hohe Kosten

Biotonne: Kompostierbare Müllbeutel verursachen hohe Kosten

Seit knapp einem Jahr gibt es neue Regeln für sogenannte Störstoffe. Was dazu zählt, warum ausgerechnet kompostierbare Biomüllbeutel ein Problem sind – und wie man bei hohen Temperaturen unangenehmen Geruch verhindert.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Sie ist nicht gerade die Lieblingsmülltonne: die braune Biotonne, seit 2015 bundesweit eingeführt – und gerade im Sommer aufgrund der Temperaturen nicht immer angenehm riechend. Dabei können aber gerade aus richtig entsorgten Bioabfällen neue Ressourcen gewonnen werden, wie zum Beispiel Biogas oder Kompost für die Landwirtschaft.

Was in den Biomüll darf und was nicht

Neben Obst- und Gemüseresten dürfen auch Kaffeefilter, Teebeutel und Eierschalen in die Biotonne. Auch kleine Mengen Zeitungspapier oder Küchenpapier sind in Ordnung, um Flüssigkeiten aufzusaugen. Darüber hinaus gibt es lokal spezifische Regeln, was beispielsweise gekochte Speisereste und tierische Produkte betrifft. Seit rund einem Jahr gibt es für die braunen Tonnen eine neue Regelung: Der Anteil von sogenannten Störstoffen, also Dingen, die dort fälschlicherweise landen, darf drei Prozent nicht übersteigen.

Das Problem mit Störstoffen: Sie verursachen deutliche Mehrkosten. Im Landkreis Unterallgäu zum Beispiel entfällt laut Landratsamt rund ein Viertel der gesamten Verwertungskosten für Bioabfall auf das aufwändige Aussortieren und Entsorgen von Fremdstoffen. Übernehmen müssten die Kosten die Gebührenzahler. Insgesamt fielen laut der Behörde im Landkreis im vergangenen Jahr über 5.000 Tonnen Bioabfall an.

Warum kompostierbare Abfalltüten ein Problem sind

Als besonders problematisch gelten laut Landkreis die sogenannten kompostierbaren Bio-Beutel. Wie die Behörde mitteilt, wird der gesammelte Abfall in einer Vergärungsanlage verwertet. Dort wird Biogas für die Stromerzeugung gewonnen, ein flüssiges Substrat, das bei dem Prozess übrigbleibt, kommt als Dünger in der Landwirtschaft zum Einsatz.

Da die sogenannten kompostierbaren Abfalltüten im Fermenter jedoch nicht vollständig abgebaut werden, müssten diese aufwändig ausgesondert und kostspielig anderweitig entsorgt werden. Die Verunreinigungen würden die Herstellung von hochwertigen Folgeprodukten erschweren, da insbesondere Kleinstteile kaum vollständig abgesondert werden könnten.

Biotonne bei Hitze vor Gestank schützen

Mit steigenden Temperaturen kann allerdings auch der Geruch der Tonnen störend werden. Um das zu verhindern, können Bioabfälle zum Beispiel in Zeitungspapier, Papiertüten oder Küchenkrepp verpackt oder die Biotonne mit alten Eierkartons oder zerknülltem Zeitungspapier ausgelegt werden – das hilft, überschüssige Flüssigkeit zu binden und Geruchsproblemen vorzubeugen.

Generell sollte die Tonne außerdem an einem kühlen, schattigen Ort stehen und regelmäßig gereinigt werden – dafür eignen sich heißes Wasser und eine kleine Menge Essig. Entsorgt werden darf das verdreckte Wasser allerdings nicht über den Straßengully, sondern über den hauseigenen Abwasserkanal, also beispielsweise über die Toilette.

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