Johannes Wurm (links) und Benjamin Prüfer im Tennenloher Forst
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Brandgefährlich: Suche nach Munitionsresten im Tennenloher Forst

Brandgefährlich: Suche nach Munitionsresten im Tennenloher Forst

Waldbrände sind keine Seltenheit, vor allem im Sommer. Besonders verheerend wird es aber dann, wenn ein ehemaliger Truppenübungsplatz betroffen ist. Experten suchen bei Erlangen nach Munitionsresten.

Über dieses Thema berichtet: Abendschau am .

Im vergangenen Jahr hat ein Brand im Tennenloher Forst bei Erlangen einen tagelangen Großeinsatz ausgelöst. Die Feuerwehr konnte das Waldgebiet nicht betreten, weil noch immer Blindgänger und Munitionsreste im Boden lauern könnten.

Schon vor dem Großbrand im Frühsommer 2025 haben das zuständige Landratsamt und die bayerischen Staatsforsten eine umfassende Untersuchung in Auftrag gegeben, um für künftige Brände gewappnet zu sein. Diese Untersuchung ist gerade in vollem Gange. Das Problemgebiet ist etwa 300 Hektar groß, das entspricht etwa einer Fläche von 420 Fußballfeldern.

Zuerst musste eine Spezialfirma eine historische Recherche des Geländes durchführen. So konnte herausgefunden werden, wo früher die Schießbahnen auf dem Truppenübungsplatz verliefen und wo mit Handgranaten geübt wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Bereich noch Munitionsreste im Boden zu finden sind, ist höher als etwa auf den Zufahrtsstraßen – sofern diese bekannt sind.

500 Meter Abstand im Brandfall

Es ist eine mühevolle Puzzlearbeit, die von den Bayerischen Staatsforsten und mehreren Spezialfirmen Schritt für Schritt geleistet wird. Ziel der umfangreichen Maßnahmen ist es, möglichst viel von dem riesigen Gebiet für unbedenklich erklären zu können, damit Spaziergänger – und im Brandfall auch Einsatzkräfte – nichts zu befürchten haben.

Beim Großbrand im vergangenen Jahr mussten die Feuerwehrleute 500 Meter Abstand halten, weil niemand wusste, ob sich irgendwo Blindgänger oder Munitionsreste im Boden befinden.

Munition und Elektroschrott im Wald

Für Benjamin Prüfer vom Kampfmittelräumdienst wird die Arbeit mit speziellen Sonden nicht langweilig. Immer wieder ertönt ein Geräusch, das sich zu einem langen, anhaltenden Ton entwickelt, sobald sich die Sonde einem Metallteil nähert.

Alte Nägel, Metallteile oder einfach nur Elektroschrott – Prüfer und seine Kollegen finden nicht nur Militärmunition. Vor allem bei Wohnungsauflösungen von Senioren kommen noch immer alte Waffenteile oder Munition zum Vorschein. Wie in vielen Waldstücken – und in diesem Fall noch besonders auf dem Truppenübungsplatz – entsorgen Menschen diese dann hier, um sich nicht bei der Polizei erklären zu müssen.

Viele Waldbrände von Menschen verursacht

Wenn dann noch ein Waldbrand ausbricht, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Die meisten Waldbrände werden übrigens von Menschen ausgelöst, so Johannes Wurm von den Bayerischen Staatsforsten. Weil sie im Wald rauchen oder das Auto auf unbefestigten Wegen abstellen.

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