Die wichtigsten News zum Maibockanstich
- Festrede kam bei Politikern gut an (21.33 Uhr)
- Baumgärtner als Flip von Biene Maja (21.13 Uhr)
- Erste Spitze gegen Söder (21.05 Uhr)
- Es geht los – Diesmal kein Einmarsch mit Söder (20.25 Uhr)
- Rund 600 Gäste im Hofbräuhaus erwartet (17.00 Uhr)
- Weitere Hintergründe zum Maibockanstich im BR
21.32 Uhr: Festrede kam bei Politikern gut an
Bei den versammelten Politikerinnen und Politikern ist die Rede von Asül gut angekommen. Ministerpräsident Söder lobt die "leicht spielerische Art" des Festredners, ohne jedoch verletzend zu sein. Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner ist zufrieden: Asül habe in alle Richtungen ausgeteilt und das "sehr gut gemacht".
Auch Wirtschaftsminister Aiwanger reagiert mit Humor: er habe Asül vor der Veranstaltung "einen Hunderter" zugesteckt, damit er auch oft genug drangenommen werde. Das habe gut funktioniert. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Schulze lobt, dass auch die Kommunalpolitik in der Rede einen Platz bekommen habe, das sei ein schönes "Dankeschön an die ganzen Ehrenamtlichen".
21.30 Uhr: Asül bedankt sich bei bestem Publikum, das er sich vorstellen kann
Zum Abschluss bedankt sich Asül dafür, dass er bereits zum 16. Mal als Festredner auf dem Maibockanstich auftreten durfte. "Ich kann mir nicht vorstellen, jemals ein anderes Publikum vorgesetzt zu bekommen als euch. Wisst ihr warum? Ich krieg kein anderes. Das hat mir Albert Füracker gerade nochmal bestätigt."
21.25 Uhr: Ausländermaut als Vorlage für Straße von Hormus
Asül erinnert an die CSU-Idee der Ausländermaut: Diese sei nicht nur hart kritisiert, sondern verunglimpft worden bis zum Geht-nicht-mehr. "Wo wird dieses Konzept aber jetzt mit großem Erfolg umgesetzt? In der Straße von Hormus."
21.20 Uhr: SPDler in Nürnberg sollte CSU-Ehrenmitgliedschaft bekommen
Bei der Kommunalwahl in Nürnberg habe die CSU viel Unterstützung bekommen, auch vom SPD-Kandidaten Nasser Ahmed, findet Asül. "Der Slogan von Ahmed lautete: Mein N-Wort heißt Nürnberg." Damit habe Ahmed sagen wollen: "Wer mich jetzt noch wählt, hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank."
Asül fährt fort: Für diesen Schritt sollte Söder sich beim SPD-Kollegen bedanken. "Das Mindeste wäre eine Ehrenmitgliedschaft bei der Nürnberger CSU."
21.13 Uhr: Baumgärtner als Flip von Biene Maja
Jetzt bekommt der CSU-Oberbürgermeister-Kandidat Clemens Baumgärtner sein Fett weg: "Paar Tage vor der Stichwahl stand ich vor einem CSU-Plakat in der Münchner Innenstadt. Darauf zu sehen: Ein riesiges Gesicht, das gar nicht ganz draufgepasst hat aufs Bild", sagt Asül. Das überdimensionierte Gesicht habe eine markante, kleine runde Brille auf der Nase getragen.
"Und ich denk mir noch: Mensch, den kenn ich doch… Das ist doch… DER FLIP! Der Flip aus Biene Maja!" Am Abend der Stichwahl erst habe er des Rätsels Lösung erhalten: Auf dem Plakat war nicht der Flip von der CSU – sondern der Flop.
21.10: Nähe zum FCB war das Ende für Reiter
Die Zeiten seien heute andere, so Asül. "Eine gewisse Nähe zur SPD war bislang immer eine Garantie fürs Bürgermeisteramt in München", erklärt er. "Tempi passati, würde da der Römer sagen. Denn ein Dieter Reiter musste erkennen: Schnell wird aus erhoffter Zukunft harte Vergangenheit."
In normalen Zeiten hätten die Münchner gesagt: Mensch, ein Roter wie der Reiter wird Aufsichtsrat beim FC Bayern – damit beweist er eigentlich: Im Herzen ist er ein Schwarzer. Und schon hätte er die Sympathien der CSU-Wähler.
"Dann wäre auch die Wiederwahl a gmahde Wiesn", so Asül. "Doch gerade der Aufruf der Münchner CSU, bei der Stichwahl für Dieter Reiter zu stimmen, wurde zum Bumerang. Die klassische SPD-Klientel hat sich von Reiter abgewandt. Auch die CSU-Klientel war zutiefst irritiert und dachte sich: So richtig ein Schwarzer kann der Reiter gar nicht sein."
21.07 Uhr: Söder bei Cathy Hummels – Da, wo es wirklich weh tut?
Von den Grünen könne sich so manch einer ein Beispiel nehmen, findet Asül. Zum Beispiel an der Co-Fraktionsvorsitzenden Katharina Schulze: "Die hat im letzten Sommer gesagt: 'Wir müssen vor allem dahin gehen, wo es vielleicht auch weh tut.'" Diesen Rat habe sich Söder offenbar zu Herzen genommen: "Er ist letztes Jahr zu einem Podcast hingegangen, wo es wirklich weh tut: bei der Cathy Hummels."
21.05 Uhr: Erste Spitze gegen Söder
Jetzt wird Ministerpräsident Söder durch den Kakao gezogen. Es gebe immer wieder Versuche, ihm Wankelmütigkeit zu unterstellen, führt Asül aus. "Dabei gibt es kaum einen prinzipientreueren Menschen als den Markus." Als Beispiel nennt er das Thema Atomkraft. "Wann war Markus gegen Atomkraft? Als es noch Atomkraftwerke in Deutschland gab. Warum ist er jetzt für Atomkraft? Weil es eben keine AKWs mehr gibt."
Söder habe einen klaren Grundsatz: "Immer das Gegenteil des Status quo einfordern. So geht berechenbare Politik!" Mit Blick auf die Grünen, die sich konstant gegen Atomkraft stellen, spöttelt Asül: "Langsam müsst ihr euch mal entscheiden!"
21.00 Uhr: "Nicht mal mit null Promille nüchtern"
Hubert Aiwanger wird auf seine "Heimatzeitung" angesprochen, die Süddeutsche Zeitung. Im Saal ertönt lautes Lachen und Applaus. Die SZ habe geschrieben: "In einem ersten Statement gegenüber der SZ gab sich Hubert Aiwanger betont nüchtern." Das heißt was, findet Asül: "Normalerweise wirkt der Hubert nicht mal mit null Promille nüchtern!"
20.55 Uhr: Beim Namen Erdogan ist der Wahlsieg garantiert
Jetzt bekommt der neu gewählte Bürgermeister von Rosenheim, Abuzar Erdogan, sein Fett weg: Überraschenderweise hat sich in der sonst nicht gerade als linksliberal bekannten Stadt bei der Kommunalwahl vor wenigen Wochen ein SPDler durchgesetzt.
Asül hat einer Erklärung dafür: Mit dem Namen Erdogan könne man in Deutschland keine Wahl verlieren. "Das bestätigt sogar der türkische Ministerpräsident. Recep Tayyip Erdogan holt bei seiner Wählerschaft in Deutschland regelmäßig deutlich mehr Stimmen als in der Türkei", witzelt Asül.
20.49 Uhr: Theo Waigel wird persönlich begrüßt
Ein Gast wird von Asül persönlich begrüßt: der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel. Damals, als Waigel noch im Amt gewesen sei, habe Deutschland es sich "laut Historikern noch leisten können, besonders freundlich gesinnte Nachbarländer aufzukaufen". Gute alte Zeiten.
20.47 Uhr: Gemeinsame Sache von Verdi und den Ölkonzernen?
In Bayern könnten sich Ölkonzerne wie Shell ohnehin auf die Unterstützung der Gewerkschaft Verdi verlassen, führt Asül weiter aus. Gerade heute wieder: Von Schweinfurt bis München, von Passau bis Augsburg stehen Busse und U-Bahnen wegen eines erneuten Warnstreiks still. Was zur Folge habe, dass ein Großteil der Pendler aufs Auto umsteigen müsse. Dann setzt Asül eine weitere Spitze: "Interessant fand ich übrigens die Information: Regionalzüge fahren wie immer." Das Publikum lacht und klatscht.
20.42 Uhr: Willkommen in der Parallelwelt Bayern
Festredner Django Asül begrüßt das Publikum mit den Worten: "Herzlich Willkommen in der Parallelwelt Bayern." Während sich in Berlin Finanzminister und Wirtschaftsministerin "im verbalen Schlammcatchen" übten, laufe es hier andersrum: Der Finanzminister lädt den Wirtschaftsminister zum Maibockanstich ein, schließlich ist er als oberster Dienstherr des Staatlichen Hofbräuhauses München der Gastgeber der Veranstaltung. Während die Bundesregierung in ihren Albträumen die Ölfässer vorbeischwimmen sehe, sei man sich in Bayern einig: Der Maibock ist das wahre "schwarze Gold", so Asül.
20.38 Uhr: Zwei Schläge – O'zapft is!
Obwohl er vorab angedeutet hat, dass er womöglich mehrere Schläge brauchen werde, um das Fass anzuzapfen, gelingt es Finanzminister Füracker dann doch mit den bewährten zwei Schlägen. Politiker, so scherzt er, seien nur deshalb für den Fassanstich zuständig, weil dies so oft schief laufe und die Erheiterung danach umso größer sei.
20.31 Uhr: Füracker grüßt alle, "die sich eingeschlichen haben"
Jetzt spricht der Gastgeber des Abends, Finanzminister Albert Füracker (CSU). "Ich grüße alle Eingeladenen, alle, die sich eingeschlichen haben, alle, die sich reingedrängt haben, alle, die mich genervt haben, dass sie reindürfen und alle, die am Schwarzmarkt die letzten Karten noch erfolgreich erwerben konnten!", witzelt er.
20.28 Uhr: Jörg Lehmann begrüßt erstmals die Gäste
Zum ersten Mal begrüßt Jörg Lehmann als neuer Brauereichef die Gäste im Hofbräuhaus. Neben Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder und Finanzminister Albert Füracker (beides CSU) wird auch das bayerische Kabinett willkommen geheißen, das nahezu vollständig erschienen ist. Auch Lehmanns Vorgänger, Michael Möller, ist gekommen, um die Premiere seines Nachfolgers mitzuerleben.
20.25 Uhr: Es geht los – Diesmal kein Einmarsch mit Söder
Traditionell startet der Maibockanstich eigentlich mit einem feierlichen Einmarsch. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zieht zu den Klängen des Defiliermarsches ein, gemeinsam mit dem Brauereichef. In diesem Jahr ist es anders: Die "Holledauer Hopfareisser" ziehen feierlich zum Erzherzog-Albrecht-Marsch ein, Söder sitzt bereits auf seinem Platz im Saal.
19.35 Uhr: Maibock ist Münchens ältestes Bockbier
Gebraut wird der Maibock nach Hofbräu-Angaben schon seit 1614 und ist damit das älteste Münchner Bockbier. Die Paulaner-Mönche folgten mit ihrem Starkbier erst einige Jahre später. In den vergangenen Jahrzehnten avancierten zunächst die Starkbier-Probe auf dem Nockherberg und schließlich auch der Maibock-Anstich zu gesellschaftlichen Top-Events in München.
Django Asül war schon auf beiden Veranstaltungen zu erleben: 2007 war er Fastenredner bei Paulaner, durfte aber nur einmal ran. Der damalige CSU-Chef und Finanzminister Erwin Huber ergriff die Chance, Asül fürs Hofbräuhaus zu gewinnen.
Im Audio: Die Geschichte des Maibockanstichs
Der Maibockanstich findet traditionell im Münchner Hofbräuhaus statt.
19.00 Uhr: Asül – Derbleckter sollte "mindestens schmunzeln"
Bayerns Politikerinnen und Politiker sind es gewohnt, bei Starkbier-Veranstaltungen durch den Kakao gezogen zu werden. Aber woran merkt der Festredner auf der Bühne, dass seine Pointe saß? "Gesenkte Blicke mag ich eigentlich nicht", verrät Asül im Gespräch mit BR24. "Weil selbst der oder die Betroffene soll ne Gaudi haben. Ich würde sagen: Das Volk tobt vor Begeisterung und wer da gerade gemeint war, sollte mindestens schmunzeln."
18.25 Uhr: Bayern als Paradies für Kabarettisten
Mit Materialknappheit hatte Festredner Django Asül bei seiner Vorbereitung auf den diesjährigen Maibockanstich keine Probleme. Im Gegenteil: "Ich hatte diesmal auch wieder das Problem, dass ich fast so viel Zeit mit Kürzen wie mit Schreiben verbracht hab", verrät er BR24 vor der Veranstaltung. "Material gibt es bei uns immer gut und im Übermaß. Mir wird da nie angst und bang, dass unsere Regierung zu wenig liefert."
17.40 Uhr: BR überträgt Maibockanstich zeitversetzt ab 20.15 Uhr
Anders als beim Nockherberg überträgt der BR den Maibockanstich nicht live, sondern zeitversetzt. Die Veranstaltung im Hofbräuhaus findet ab 18 Uhr statt, die BR-Ausstrahlung läuft von 20.15 Uhr bis 21.15 Uhr sowie im Livestream, der in diesem Artikel eingebettet ist. Die Sendung ist auch in der ARD-Mediathek zu finden.
Durch die BR-Sendung führt Moderatorin Claudia Finger-Erben. Die musikalische Untermalung übernehmen die "Holledauer Hopfareisser" und die "Lausdeandln".
17.00 Uhr: Rund 600 Gäste im Hofbräuhaus geladen
Beim Maibockanstich wird das erste Fass Maibock angezapft. Begleitet wird dies traditionell von einer ordentlichen Portion Politiker-Spöttelei. Fürs Derblecken ist mittlerweile zum 16. Mal der niederbayerische Kabarettist Django Asül verantwortlich. Bei der Abendveranstaltung im Münchner Hofbräuhaus, zu der das Finanzministerium lädt, werden rund 600 Gäste aus Politik, Medien und der Gastro-Branche erwartet.
BR24 auf TikTok: Söder bekommt sein Fett weg
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