Fast zwei Jahre haben die Stadt Nürnberg, das Klinikum Nürnberg und der evangelische Sozialkonzern Diakoneo verhandelt. Kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres hatten sie sich geeinigt: Die "Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik", bisher betrieben von Diakoneo, soll vom Klinikum Nürnberg übernommen werden. Jetzt hat der Stadtrat dazu den Weg endgültig frei gemacht.
Klinik-Betrieb rechnet sich für Betreiber Diakoneo nicht mehr
Die Klinik im Nürnberger Norden hat 900 Beschäftigte und verfügt über 265 Betten. Sie ist auf Geburten und Frühgeborene spezialisiert und eine der größten Geburtskliniken in Bayern. Doch schon länger ist klar: Der Betrieb rechnet sich nicht mehr für den Träger, den evangelischen Sozialkonzern Diakoneo.
Die Vorständin Personal und Unternehmensentwicklung bei Diakoneo, Ina Strickstrock, hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, die Gesundheitsverordnungen hätten sich verändert und neue Vorgaben und Gesetze würden dafür sorgen, dass Diakoneo die Kliniken heute kaum noch wirtschaftlich betreiben könne.
Klinikum Nürnberg übernimmt - eine der größten Geburtskliniken
Nun hat auch der Nürnberger Stadtrat einer Übernahme durch das Klinikum Nürnberg zugestimmt. "Damit wird die bestmögliche Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Familien in Nürnberg und der Region weiter gesichert", sagt Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Zum Kaufpreis wurden noch keine Angaben gemacht.
Durch die Übernahme entstehe bundesweit eine der größten Geburtskliniken und einer der größten Versorger in der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Kinder- und Jugendchirurgie, heißt es in einer Mitteilung.
Die Diakoneo-Klinik und das Klinikum Nürnberg als Maximalversorger betreuen jeweils rund 3.000 Geburten pro Jahr und sind auch auf Risikoschwangerschaften spezialisiert.
7.000 stationäre Patienten pro Jahr
In den Bereichen Neonatologie, Kinderchirurgie und Pädiatrie behandelt jedes Haus insgesamt rund 7.000 stationäre Patientinnen und Patienten pro Jahr. Zudem werden in der "Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik" auch Patientinnen und Patienten in weiteren Fachbereichen medizinisch versorgt. Dazu zählen unter anderem die Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin und Gastroenterologie sowie Anästhesie und Intensivmedizin.
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