Eisbachwelle im Englischen Garten in München am 11.02.2026
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Eisbachwelle: Stadt München verteidigt Surfverbot
Bildrechte: picture alliance / SZ Photo | Stephan Rumpf
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Eisbachwelle: Stadt München verteidigt Surfverbot

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Eisbachwelle: Stadt München erstaunt über Kritik von Surfern

Eisbachwelle: Stadt München erstaunt über Kritik von Surfern

Nach Protesten aus der Surfer-Szene rechtfertigt die Stadt München das verhängte Surfverbot. Ein Verbot nur für ungeübte Surfer sei juristisch nicht möglich. Über die Kritik von Surfern am Verbot zeigt sich die Landeshauptstadt irritiert.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Die Landeshauptstadt München hat sich erstaunt über die Kritik von Surfern am Verbot an der Eisbachwelle gezeigt und die Maßnahme verteidigt. In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung widerspricht die Stadt den Aussagen des Surf Clubs, die dieser in einem offenen Brief kundgetan hatte. Die Aussagen stünden im Gegensatz zu dem, was Vertreter der Surfcommunity bei einem Gespräch im Rathaus am 6. Februar 2026 geäußert hätten. Dort sei – auch von Vertretern des Surf-Clubs – "unmissverständlich auf die sehr gefährliche, aktuelle Situation" an der Welle hingewiesen worden.

Gefährliche Wasserwalze bedroht ungeübte Surfer

Grund für die Gefahr sei eine neue, am seitlichen Uferrand entstandene "kleine Welle". Der restliche Eisbach stelle für ungeübte Surfer ein "lebensgefährliches sogenanntes Tosbecken mit Weißwasserbereich" dar. Laut Stadtverwaltung erklärten die Surfvereine bei dem Treffen, für diese "akute Gefahrenlage" keine Verantwortung übernehmen zu können. Ein Handeln seitens der Landeshauptstadt sei daraufhin "zwingend nötig" gewesen.

Aus rechtlicher Sicht gebe es keinen anderen Weg, als das Surfen auf der gesamten Welle bis auf Weiteres zu verbieten. Dies diene dem Schutz von Leben und Gesundheit sowohl der Surfenden als auch der Rettungskräfte. Eine Unterscheidung in "geübte" und "nicht geübte" Surfer zu treffen, sei "aus juristischer Sicht nicht möglich". Die Surfcommunity sei vorab über den Schritt informiert worden. Auch die Wiederaufstellung der zuvor von Unbekannten entfernten Verbotsschilder sei angekündigt worden.

Nach tödlichem Unfall: Sicherheit geht vor

Seitens der Landeshauptstadt bestehe weiterhin der "entschlossene Wille", dass die Welle wiederhergestellt wird. Die Stadtverwaltung arbeite daran mit allen Kräften, damit die Welle im Zusammenwirken mit den Surfern wieder zum Laufen kommt und ein "rechtlich gangbarer Rahmen" gefunden wird. Gerade nach einem tödlichen Unfall im April 2025 sei es der Stadt ein "überragendes Anliegen", dass das Surfen für alle sicher ist. Dies sei eine anspruchsvolle und komplexe Aufgabe für alle Beteiligten.

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