Es hatte einen Hauch von skandinavischem Flair: in der Nacht zum Sonntag gab es am Himmel über Bayern Polarlichter zu sehen.
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Es hatte einen Hauch von skandinavischem Flair: in der Nacht zum Sonntag gab es am Himmel über Bayern Polarlichter zu sehen.
Bildrechte: NEWS5 / Ferdinand Merzbach
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Fabelhaftes Farbspiel: Polarlichter am Nachthimmel über Franken

Fabelhaftes Farbspiel: Polarlichter am Nachthimmel über Franken

Ein besonderes Spektakel hat sich in der vergangenen Nacht etwa im Landkreis Bamberg gezeigt: Am sternenklaren Himmel waren Polarlichter zu sehen, in verschiedenen Rosa-, Blau- und Gelbtönen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Es hatte einen Hauch von skandinavischem Flair: In der Nacht zum Sonntag gab es am Himmel über Bayern mancherorts Polarlichter zu sehen. Etwa auf dem Vogelberg in Bischberg im Landkreis Bamberg hatte man bei sternklarer Sicht einen Panoramablick in Richtung Norden. Ein geomagnetische Sturm erreichte in dieser Nacht die Erde und sorgte für ein fabelhaftes Farbenspiel am Nachthimmel.

Was sind Polarlicher?

Polarlichter, auch Nordlichter oder Aurora borealis genannt, entstehen in der Erdatmosphäre, doch ihr Auslöser ist 150 Millionen Kilometer weiter weg: Heftige magnetische Prozesse lösen an der Sonnenoberfläche Explosionen aus. In gewaltigen Eruptionen stößt die Sonne Plasma aus, das dann durchs Weltall saust: Ein Sonnensturm ist entfesselt.

Diese elektrisch geladenen Sonnenteilchen können auf die Erde treffen, die aber durch ihre Atmosphäre und ihr Magnetfeld vor ihnen geschützt wird. Als Folge malen die Sonnenteilchen zauberhafte Lichterscheinungen an den Himmel: Wenn die winzigen, aber hochenergetischen Teilchen auf die Atome und Moleküle der Erdatmosphäre treffen, regen sie diese zum Leuchten an: Stickstoffteilchen leuchten eher in blauen und violetten Tönen, atomarer Sauerstoff rot und molekularer Sauerstoff grün.

Warum sind Polarlichter in Bayern so selten und meist rot?

Das Erdmagnetfeld lenkt die geladenen Sonnenteilchen zu den Polen, daher sind die Polarlichter vor allem in deren Nähe zu sehen, bis zu den beiden Polarkreisen am Breitengrad 66,5 Grad Nord und Süd. In Europa betrifft das nur den äußersten Norden von Norwegen, Schweden und Finnland sowie Island. Nur sehr selten sind die auslösenden Sonnenstürme so stark, dass die Nordlichter auch weiter in den Süden reichen. Deutschland erstreckt sich zwischen dem 47. und 55. Breitengrad, Bayern reicht nur bis zum 50. Breitengrad Nord.

Deswegen haben Polarlichter, die in Bayern auftauchen, eine ganz andere Farbe als die im hohen Norden, erklärt Wolfgang Steinbrecht vom Deutschen Wetterdienst (DWD), der in der Wetterstation auf dem Hohen Peißenberg im oberbayerischen Alpenvorland arbeitet: "Meistens sieht man bei uns in der Gegend, weil wir doch relativ weit weg sind von der Polarregion, Licht aus ungefähr 200 bis 300 Kilometern Höhe. Das kommt dann von [atomarem] Sauerstoff und ist rot. Was es auch noch häufig gibt, ist grünes Polarlicht. Das kommt von Sauerstoffmolekülen und das passiert in tieferen Höhen." In der Nähe der Pole sind die Lichter dagegen häufiger blau-violett, weil mehr Stickstoff von den Sonnenteilchen getroffen wird.

Im Video: Rosa, blau, gelb: Polarlichter über Bamberg

In der Nacht zu Sonntag konnten in Bayern mancherorts Polarlichter gesichtet werden.
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In der Nacht zu Sonntag konnten in Bayern mancherorts Polarlichter gesichtet werden.

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