Die Drohung mit einem Sprengsatz hat am Mittwoch im Münchner Norden zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Ein Mann wurde festgenommen, eine Bombe hatte er laut Polizei nicht bei sich.
Verdächtiger spricht in Sozialbürgerhaus von Sprengstoff
Gegen 13.30 Uhr hatte der 27-Jährige das Sozialbürgerhaus im Stadtteil Milbertshofen-Am Hart betreten. Im Eingangsbereich habe er geäußert, eine Bombe bei sich zu haben. Mitarbeiter setzten einen Notruf ab. Ein Großaufgebot der Polizei fuhr dorthin, einschließlich Spezialkräfte des Unterstützungskommandos.
Der Bereich um das Sozialbürgerhaus wurde weiträumig abgeriegelt. Rund eine Stunde nach Einsatzbeginn meldete die Polizei die Festnahme des Mannes. Er wurde durchsucht, Sprengstoff wurde bei ihm nicht gefunden. Vorsichtshalber wurde das Sozialbürgerhaus intensiv abgesucht. In der Einrichtung können sich Menschen in Fragen der Sozialhilfe beraten lassen und Unterstützung beantragen, etwa beim Lebensunterhalt oder der Grundsicherung im Alter.
Polizei warnte vor "Bedrohungslage" in München
Verletzt wurde niemand. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, teilte die Polizei mit. Zuvor hatten die Beamten auch in den sozialen Medien von einer "Bedrohungslage" gesprochen.
Warum der Mann mit serbischer Staatsangehörigkeit im Sozialbürgerhaus mit einer Bombe gedroht hatte, ist jetzt Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Ihm wird Bedrohung zur Last gelegt. Ob er bei klarem Verstand handelte oder sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand, wie es die Polizei üblicherweise formuliert, wird ebenfalls noch geprüft.
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