Streikende am Münchner Flughafen
Streikende am Münchner Flughafen
Bild
Flugbegleiter-Streik: 400 Lufthansa-Flüge in München ausgefallen
Bildrechte: News 5
Schlagwörter
Bildrechte: News 5
Audiobeitrag

Flugbegleiter-Streik: 400 Lufthansa-Flüge in München ausgefallen

Audiobeitrag
>

Flugbegleiter-Streik: 400 Lufthansa-Flüge in München ausgefallen

Flugbegleiter-Streik: 400 Lufthansa-Flüge in München ausgefallen

Es ist der dritte Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa: Allein in München fielen dadurch am Freitag rund 80 Prozent der Flüge aus. Die meisten Passagiere waren per Mail darauf vorbereitet und erst gar nicht zum Terminal gekommen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Streik der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter – auch am Flughafen München: 400 von 500 Flügen der Lufthansa und der Lufthansa City Line wurden gestrichen. Die meisten Passagiere hatten zuvor eine E-Mail der Airline erhalten und waren erst gar nicht gekommen. An den Lufthansa-Terminals war es daher eher ruhig.

800 Stellen bei City Line betroffen

Indes kamen die Streikenden am Flughafen zu einer kleinen Kundgebung zusammen. Rund 100 Flugbegleiter hatten sich versammelt. Auf ihren Schildern standen Aufforderungen an Lufthansa-Chef Carsten Spohr, sich weniger um Aktien, sondern mehr um die Beschäftigten zu kümmern. Der-Sprecher der Gewerkschaft UFO, Joachim Vasquez-Bürger, sorgt sich vor allem um 800 gefährdete Arbeitsplätze bei der Lufthansa-Tochter City Line: Wirtschaftliche Nachteile müssten ausgeglichen werden. Dazu sei endlich ein Sozialplan aufzustellen. Doch der Konzern habe sich hier bisher nicht wirklich bewegt. Er will eine neue Tochtergesellschaft gründen.

Lufthansa kritisiert mangelnden Dialog

Die Lufthansa kritisierte die Gewerkschaft: Lösungen könnten nur im Dialog gefunden werden, Streiks müssten das letzte Mittel bleiben, so die Airline. Trotz Warnung per E-Mail hatten einige Lufthansa-Passagiere heute doch eine beschwerliche Reise. Eine Fernreisende, die eigentlich von München weiterfliegen wollte, sagte BR24: "Wir sind aus Toronto angekommen und hätten weiterfliegen müssen nach Stuttgart. Dieser Flug wurde gecancelt. Wir haben gesehen, dass bei der Deutschen Bahn auch schon bis 14 Uhr die Züge ausgebucht sind. Also wenn, dann müssten wir uns wahrscheinlich dazuquetschen mit unserem Gepäck und dann fünf Stunden fahren."

Große Mehrheit für Streiks

Bis 22 Uhr warten wollte sie nicht. Dann nehmen die Flugbegleiterinnen und -begleiter ihre Arbeit wieder auf - in der Hoffnung auf eine baldige Tarifeinigung.

In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Bei der Kerngesellschaft stimmten rund 94 Prozent für Streiks, bei der Cityline knapp 99 Prozent.

Im Video: Lufthansa-Streik - 400 Flugausfälle allein in München

Lufthansa-Streik - 400 Flugausfälle allein in München
Bildrechte: BR
Videobeitrag

Lufthansa-Streik - 400 Flugausfälle allein in München

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!