Eine Maschine der türkischen Fluglinie Corendon steht auf einem Rollfeld.
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Die Piloten der Corendon-Maschine haben vermutlich einen falschen Code gesendet.
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Flughafen Nürnberg: Tippfehler war wohl Ursache für Luftnotlage

Flughafen Nürnberg: Tippfehler war wohl Ursache für Luftnotlage

Gestern hatte eine sogenannte "Luftnotlage" am Nürnberger Flughafen für Aufregung gesorgt. Eine Maschine, die aus Korfu kam, war bis zur Landung von Militärflugzeugen begleitet worden. Die Ursache für den Zwischenfall war wohl ein Tippfehler.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Die Aufregung am Nürnberger Flughafen war am Dienstag groß, zwischenzeitlich musste er gesperrt werden: Ein Flugzeug der türkischen Airline Corendon, das auf dem Weg von Korfu nach Nürnberg war, hatte den Code "7500" an die Flugsicherung übermittelt. Mit diesem Code wird eine Flugzeugentführung gemeldet. Jetzt gab die Polizei Mittelfranken bekannt, dass es sich dabei vermutlich um einen Tippfehler des Piloten handelte.

Entführung gemeldet statt defekter Funkgeräte

Tatsächlich gab es an Bord eine technische Panne: Die Funkgeräte waren ausgefallen. Der richtige Code für diesen Vorfall wäre "7600" gewesen. Doch die Piloten hatten "7500" gefunkt – ist der Code einmal abgesetzt, kann er auch nicht mehr korrigiert werden. Da die Piloten per Funk nicht mehr erreichbar waren, wurde sofort eine Alarmkette in Gang gesetzt, die im Fall einer Flugzeugentführung greift.

Militärflugzeuge begleiteten Flugzeug nach Nürnberg

Da der Code rund eine halbe Stunde nach dem Start in Griechenland gefunkt wurde, stiegen bereits über Kroatien Militärflugzeuge auf und begleiteten die Maschine in ihrem Hoheitsgebiet. Sie wurden von österreichischen Abfangjägern und schließlich über Deutschland von zwei Eurofightern abgelöst. Diese begleiteten das Flugzeug bis zur sicheren Landung in Nürnberg. Relativ schnell war klar, dass es sich nicht um eine Entführung, sondern nur um einen technischen Defekt handelte.

Für den Ernstfall gerüstet

Vorsorglich war aber in Nürnberg der Flughafen gesperrt worden und zahlreiche Sondereinsatzkräfte der Polizei standen bereit. Auch wenn es ein Fehlalarm war, zeigte sich die Polizei sehr zufrieden, dass alles gut geklappt hatte. "Das war schon eine extrem hervorragende Leistung", sagte ein Polizeisprecher, denn für die Vorbereitungen blieb weniger als eine Flugstunde Zeit. Es würde zeigen, dass die Einsatzkräfte auf den Ernstfall vorbereitet seien, so das Fazit.

Mit Informationen von dpa

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