Speichersee-Idyll: Der Sylvensteinsee im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (Archivbild). Blick von der Brücke auf türkisblaues Wasser im See, dahinter Bergpanorama.
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Folge der Trockenheit: Sylvensteinspeicher halb leer

Folge der Trockenheit: Sylvensteinspeicher halb leer

Der Sylvensteinspeicher südlich von Lenggries ist wegen der Trockenheit derzeit halb leer. Das hat Auswirkungen auf die Stromerzeugung in den nahen Wasserkraftwerken.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Der Sylvensteinspeicher zwischen Lenggries und der Grenze zu Österreich reguliert den Wasserstand der Isar und wird zur Stromgewinnung genutzt. Wegen der Trockenheit der vergangenen Wochen und Monate ist der See nur noch zur Hälfte gefüllt - und das hat Folgen.

Wasserstand unter üblicher Sommerhöhe

Der Wasserstand liegt nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts Weilheim rund fünf Meter unter seiner üblichen Sommer-Stauhöhe. Nach den Regenfällen der vergangenen Tage hat sich die Lage demnach zwar etwas entspannt. Seit Ende April fließt aber mehr Wasser aus dem See heraus als neu hineinkommt.

Es fließt mehr Wasser aus dem See heraus als neu hineinkommt

Der Isar wurden diesen Sommer bereits rund 26 Millionen Kubikmeter Wasser zugeschossen. Um die Reserve für derartige Wasser-Zuschüsse zu strecken, setzt das Wasserwirtschaftsamt jetzt auf eine gestaffelte Wasser-Abgabe, die in den vergangenen 15 Jahren schon häufig angewandt wurde: Je leerer der See, desto weniger Wasser fließt in die Isar. Seit vergangenen Sonntag wurde der Abfluss von 14 auf elf Kubikmeter pro Sekunde reduziert. So lassen sich die Zuschusstage in Trockenphasen nahezu verdoppeln. Wie lange die Wasserreserve nun reicht, ist jedoch stark vom weiteren Wetter abhängig. Bleibt es ab Mitte nächster Woche wieder deutlich trockener, könnten die Zuschussmöglichkeiten in etwa sechs Wochen enden. Der See könnte dann in sechs Wochen nahezu leer sein.

Ein Drittel weniger Stromproduktion

Für den Wasserstand der Isar flussabwärts hätte ein leerer Speicher nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts Weilheim nur begrenzte Folgen: Der Pegel würde vermutlich nur um wenige Zentimeter sinken, in München wäre der Unterschied kaum wahrnehmbar. Spürbarer sind dagegen die Auswirkungen auf die Stromproduktion, weil weniger Wasser durch die Kraftwerke im Isargebiet fließt. Wie die Bayerische Landeskraftwerke GmbH auf Anfrage mitteilt, ist die Stromerzeugung im Vergleich zum April dieses Jahres um fast ein Drittel zurückgegangen.

An sich seien solche Trockenphasen nicht ungewöhnlich, so das Wasserwirtschaftsamt Weilheim. Allerdings häuften sich diese in den vergangenen Jahren - zuletzt etwa 2011, 2018 und 2022.

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