Blick von oben auf die Bamberger Altstadt mit zahlreichen teils bunten, mittelalterlichen und barocken Häuserfassaden. Im Hintergrund erhebt sich der Bamberger Dom, rechts davor ist die Neue Residenz zu sehen.
Blick von oben auf die Bamberger Altstadt mit zahlreichen teils bunten, mittelalterlichen und barocken Häuserfassaden. Im Hintergrund erhebt sich der Bamberger Dom, rechts davor ist die Neue Residenz zu sehen.
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Tag des offenen Denkmals: Die Geheimnisse der Häuser
Bildrechte: BR Michael Böhm
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Tag des offenen Denkmals: Die Geheimnisse der Häuser

Tag des offenen Denkmals: Die Geheimnisse der Häuser

Am Tag des offenen Denkmals öffnen bundesweit tausende Denkmale für Besucherinnen und Besucher ihre Türen – darunter Gebäude, die die meisten von innen noch nie gesehen haben. Die bundesweite Eröffnung findet am Sonntag in Bamberg statt.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Zum Tag des offenen Denkmals, der jährlich am zweiten Septemberwochenende stattfindet, öffnen deutschlandweit zahlreiche denkmalgeschützte Häuser. Die bundesweite Eröffnung findet diesen Sonntag ab 11.00 Uhr in Bamberg statt – mit einem Bühnenprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stadt Bamberg. Den ganzen Tag über stehen mehr als 50 Denkmale mit kostenfreien Führungen offen.

900 Jahre Stadtgeschichte unter einem Dach

Vier Stockwerke, barocke braun-graue Fassade, abgebröckelter Putz, im Schaufenster alte Möbel: Unterhalb des Bamberger Doms öffnet zum Beispiel das Schwertfegerhäuschen seine Türen. Vor einigen Jahren gab es in dem Haus einen Brand. Im Obergeschoss sind Türen und Wände noch schwarz. Ein Bamberger Architektenpaar hat das Haus ersteigert und will es sanieren.

Das Erdgeschoss stammt aus dem Jahr 1145, im 12. Jahrhundert hatte das Haus nur zwei Stockwerke, später wurde es barock umgestaltet. Rund zwei Millionen Euro fließen in die Sanierung. Im Erdgeschoss ist wieder ein Laden geplant, in den oberen Etagen sollen Wohnungen entstehen.

Versteckter Pavillon: Die Himmelfahrt Marias an der Decke

Nicht weit entfernt liegt in der Bamberger Gärtnerstadt der Himmelfahrtspavillon, verborgen in einem Hinterhof. Als Architekt Reiner Bauernschmitt ihn vor mehr als 30 Jahren untersuchte, war er fast zugebaut. Erst beim Betreten über eine Tür in der Scheune erkannte er an der Gewölbedecke die hochwertige Malerei der Himmelfahrt Marias.

Der Pavillon entstand um 1750 als Anbau an das Mang’sche Schlösschen des Unternehmers Joseph Mang, der im 18. Jahrhundert eine Wachsbleiche betrieb. Das Anwesen soll saniert und für Wohnungen genutzt werden. Der Pavillon bleibt als restaurierter Blickfang im Garten erhalten.

Offene Denkmale in ganz Bayern: Kunsthalle, Kirchen, Kreißsaal

Viele Städte und Gemeinden in Bayern machen mit: In Aschaffenburg öffnet etwa die Kunsthalle Jesuitenkirche mit der Ausstellung "Vertraute Gesten". Im Landkreis Traunstein gibt es kostenlose Führungen durch historische Kirchen und Bauwerke.

Auch Bayerns größtes Felsenlabyrinth im Landkreis Schwandorf kann erkundet werden. In München öffnet unter anderem die ehemalige Universitätsfrauenklinik in der Maistraße, in der seit 1916 mehr als 200.000 Menschen geboren wurden.

Alle teilnehmenden Denkmale und Veranstaltungen sind im Online-Programm und in der App zum Tag des offenen Denkmals abrufbar. Auf der Webseite des "Tag des offenen Denkmals" (externer Link) kann man nach Orten gefiltert das Angebot durchstöbern.

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