Keir Starmer, Donald Trump, Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj auf dem G7-Gipfel in Evian.
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Keir Starmer, Donald Trump, Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj auf dem G7-Gipfel in Evian.
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G7-Gipfel: Neue Sanktionen gegen Russland – Trump fordert Deal

G7-Gipfel: Neue Sanktionen gegen Russland – Trump fordert Deal

Im Bemühen um ein Ende des Ukraine-Kriegs haben die G7-Staaten bei ihrem Gipfel in Frankreich den Druck auf Russland verstärkt. Auch US-Präsident Trump will offenbar wieder mitarbeiten: Er forderte den russischen Präsidenten zu Gesprächen auf.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die G7-Staats- und Regierungschefs haben auf ihrem Gipfel beschlossen, den Druck auf Russland im Ukraine-Krieg zu verstärken, und kündigten zusätzliche Sanktionen im Energiebereich an. Nach monatelanger Beschäftigung mit dem Iran-Krieg zeigte sich im französischen Evian auch US-Präsident Donald Trump wieder bereit, auf ein Ende des Ukraine-Konflikts hinzuarbeiten. Er forderte Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu Verhandlungen auf.

Trump will Sanktionen gegen Russland wieder aufnehmen

"Russland sollte ein Abkommen schließen", sagte Trump in Evian. Er wolle ausgesetzte Sanktionen gegen russische Öl-Exporte wieder in Kraft setzen. Die USA würden "bald in der Lage sein", dies zu tun, so Trump.

Er bestätigte außerdem, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bilateral bei dem Gipfel getroffen habe, ein weiteres Gespräch mit ihm sei geplant. Selenskyj war als Gast zu dem Treffen geladen worden und hatte am Vormittag auch an der Gipfel-Sitzung zur Ukraine teilgenommen.

Trump: Iran tritt in den Hintergrund

Trump räumte ein, dass er in den letzten Monaten "auf Iran fokussiert" war. Dies trete nun aber in den Hintergrund, sagte der US-Präsident. Er werde sich jetzt wieder mit der Ukraine beschäftigen, auch wenn die USA bis auf Waffenverkäufe, die von der EU bezahlt würden, eigentlich nichts mit dem Konflikt zu tun hätten.

"Der einzige Grund, warum ich dabei bin, ist, dass ich nicht mehr jeden Monat 25.000 junge Menschen sterben sehen will", sagte Trump. Das Ganze sei "lächerlich". "Ich werde deshalb alles tun, was ich kann", so der US-Präsident.

Russland hat bisher kein Interesse an Verhandlungen mit der Ukraine gezeigt und setzt seine Angriffe auf die Ukraine mit unverminderter Härte fort.

Selenskyj schöpft neue Hoffnung

Nach Angaben aus französischen Diplomatenkreisen vereinbarten die G7-Staaten auch weitere Militärhilfen für die Ukraine, unter anderem zur Stärkung der Luftabwehr. "Es ist großartig, dass alle verstehen, dass Russland nicht gewinnen wird und dass wir Putin dazu drängen müssen, diesen Krieg zu beenden", sagte Selenskyj nach den Beratungen.

Er traf am Vormittag auch zu einem bilateralen Gespräch mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) zusammen. Dieser hatte im Vorfeld des Gipfels die Hoffnung geäußert, dass sich im Ukraine-Krieg angesichts jüngster militärischer Erfolge Kiews langsam wieder ein "Fenster für die Diplomatie" öffnen könnte. "Die Ukraine ist in einer Position der Stärke", sagte ein anderer deutscher Regierungsvertreter. Russland könne diesen Krieg nicht gewinnen.

Weitere Sanktionen aus England und Kanada

Ziel der zusätzlichen Sanktionen sei es, dass "Russlands Kriegsmaschine zum Stillstand kommt und Frieden auf unseren Kontinent zurückkehrt", sagte der britische Premierminister Keir Starmer in Evian. Nach Angaben von Starmers Büro sind in Großbritannien 70 neue Sanktionsmaßnahmen geplant. Sie sollen demnach unter anderem 20 weitere Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte betreffen, mit denen Russland Sanktionen beim Öl- und Gasexport umgeht.

Auch Kanadas Regierungschef Mark Carney kündigte umgehend zusätzliche Sanktionen seines Landes an. Sie zielten auf mehr als 160 Akteure, die mit der russischen Schattenflotte in Verbindung gebracht würden. Ziel der Sanktionen sind laut kanadischer Regierung dabei auch der russische Rüstungssektor und Akteure, die für Desinformation verantwortlich gemacht werden.

Im Video: ARD-Korrespondent Vassili Golod schätzt ein

ARD-Korrespondent Vassili Golod
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ARD-Korrespondent Vassili Golod

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