Immer mehr Drohnen fliegen über Vogel- und Naturschutzgebieten sowie Nationalparks. Laut Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) sind solche Störungen ein großes Problem. Fliegen Drohnenpiloten über Naturschutzgebiete, können ihnen rechtliche Konsequenzen drohen.
Naturschützer: Respekt vor Natur fehlt
"Die Hobbyflieger haben keinen Respekt vor der Natur und stören die Tiere", kritisiert der Referatsleiter für Artenschutz Thomas Aumer. Die Drohnen seien mittlerweile nicht mehr teuer, viele kauften sie sich aus Spaß, nur um schöne Aufnahmen für die Sozialen Medien zu machen. Für die Tiere aber seien diese Drohnenflüge eine Katastrophe, sagt der Experte auf BR-Anfrage.
Drohnen signalisieren Gefahr von oben für Tiere
Der Nationalpark Berchtesgaden ist ein Beispiel für ein Stück unberührter Natur und für viele seltene und geschützte Arten. Steinadler, Steinböcke, Murmeltiere und Gämse gehören dazu. Auch hier werden die Tiere zunehmend von Drohnen bedroht, beobachten die Ranger. Die Drohnen bedeuten für die Tiere Stress. Denn ihr Instinkt sagt: Gefahr von oben.
Vor allem rund um den Königssee fliegen immer mehr Drohnen, teilt eine Sprecherin des Berchtesgadener Nationalparks mit. Entdeckten Ranger illegale Drohnen, würden die Verstöße angezeigt, wobei es oft schwierig sei, die Piloten ausfindig zu machen.
Drohnen über Naturschutzgebieten nur mit Genehmigung
Laut Luftverkehrs-Ordnung ist der Betrieb von Drohnen über Naturschutzgebieten, Nationalparks und geschützten Biotopen ohne ausdrückliche Genehmigung verboten. Zuständig für Ausnahmen sind die jeweiligen Naturschutzbehörden.
Insgesamt gibt es in Bayern 674 Flora-Fauna-Habitat- (FFH) und 84 Vogelschutzgebiete. In Oberbayern liegen 148 FFH- und 26 Vogelschutzgebiete.
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