Blick von der Bühne des "Go to Gö" in Görisried
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Das "Go to Gö" feiert Jubiläum - Zukunft ungewiss.
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"Go to Gö"-Dorffestival: 30 Jahre gefeiert und dann Schluss?

"Go to Gö"-Dorffestival: 30 Jahre gefeiert und dann Schluss?

Rund 10.000 Menschen haben am Eröffnungswochenende das Jubiläum des Allgäuer Kultfestivals "Go to Gö" gefeiert. Doch ausgerechnet zum 30. Geburtstag ist unklar, ob es 2027 weitergehen kann.

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Seit 30 Jahren gehört "Go to Gö" für viele in Görisried im Ostallgäu fest zum Frühjahr wie Maibaum, Blasmusik und Vereinsleben. Doch in diesem Jubiläumsjahr mischte sich schon unter die Vorfreude ein ungewohntes Gefühl: Es könnte das letzte Festival auf dem bisherigen Gelände sein.

Tausende feiern Jubiläum im Ostallgäu

Nach Angaben der Veranstalter strömten am Eröffnungswochenende knapp 10.000 Menschen nach Görisried. Zur Blasmusik-Party am Freitagabend kamen demnach gut 4.000 Besucherinnen und Besucher, am Samstag feierten rund 4.500 Menschen bei der Grenzenlos-Party im Festzelt. "Hinter uns liegt ein tolles Wochenende", sagt der langjährige Organisator Max Guggemos im BR-Gespräch. Das Jubiläumsfestival läuft noch bis zum 2. Mai und endet dann mit der traditionellen Mallorca-Party, unter anderem mit Mia Julia, Julian Sommer und Ikke Hüftgold.

Bisheriges Festivalgelände verkauft

Die Stimmung ist trotz des Erfolgs nicht ungetrübt. Die Gemeinde hat das bisherige Festivalgelände an einen Gewerbebetrieb verkauft, künftig steht die Fläche nicht mehr zur Verfügung. Das Grundstück ist rund 13.000 Quadratmeter groß und liegt mitten im Gewerbegebiet. Der noch amtierende Bürgermeister Stephan Bea nennt den Verkauf zwar "in gewisser Weise auch schade", verweist aber darauf, dass die Ansiedlung von Unternehmen im Gewerbegebiet Vorrang habe. Für das Festival bedeutet das: Nach dem Jubiläum fehlt bislang ein geeigneter Platz.

Suche nach neuer Fläche schwierig

Das Organisationsteam sucht nach einer Alternative, doch die Anforderungen sind hoch. Gebraucht wird eine ebene Fläche, auf der das große Festivalzelt stehen kann. Dazu kommen Strom- und Wasseranschlüsse, Zufahrtswege und ausreichend Parkplätze für Tausende Gäste. "Es könnte tatsächlich sein, dass wir in diesem Jahr zum letzten Mal Go to Gö feiern", sagt der 30-jährige Guggemos. Gleichzeitig betont er, dass das Team weitermachen will: "Aufgeben ist keine Option."

Ein Festival, das vom Ehrenamt lebt

"Go to Gö" ist über drei Jahrzehnte aus einem kleinen Musikfest zu einem der bekanntesten Dorffestivals im Allgäu gewachsen. Ursprünglich entstand es begleitend zu einem Fußballturnier, heute zieht es jedes Jahr Tausende Menschen in den rund 1.300 Einwohner zählenden Ort. Rund 250 Helferinnen und Helfer aus Fußballverein und Musikkapelle stemmen das Festival ehrenamtlich. Auch bekannte Bands und Künstler standen schon auf der Bühne, darunter LaBrassBanda, Sunrise Avenue und Culcha Candela. Für viele in Görisried ist das Festival deshalb mehr als ein Festwochenende: Es ist ein Stück Dorfgeschichte.

Noch ist offen, ob und wo "Go to Gö" 2027 weitergehen kann. Die Gemeinde will gemeinsam mit den Organisatoren nach einem neuen Standort suchen. Im Team versucht man derweil, das Jubiläum bewusst zu genießen und die besondere Atmosphäre mitzunehmen. In Görisried hoffen viele, dass nach 30 Jahren nicht Schluss ist.

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