Blick auf die Mauer der JVA in Passau, die erst mit verzögerung fertiggestellt werden wird.
Blick auf die Mauer der JVA in Passau, die erst mit verzögerung fertiggestellt werden wird.
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Eigentlich sollte die neue JVA in Passau 2027 fertig werden. Daraus wird nichts.
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Eigentlich sollte die neue JVA in Passau 2027 fertig werden. Daraus wird nichts.

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Große Probleme beim Neubau der Passauer JVA

Große Probleme beim Neubau der Passauer JVA

Es ist eine der größten Baustellen in Ostbayern und ein Groß-Projekt der Bayerischen Justiz: das neue Gefängnis in Passau im Stadtteil Schalding. Aber es gibt Probleme: Der Bau verzögert sich – und wird wohl deutlich teurer als veranschlagt.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Der Neubau des Passauer Gefängnisses verzögert sich auf unbestimmte Zeit und sorgt für eine Kostenerhöhung im hohen zweistelligen Millionenbereich. Das teilte das bayerische Bauministerium heute mit. Bei der Schätzung des Euro-Betrages beruft sich das Ministerium auf Angaben des Staatlichen Bauamtes Passau. Grund für die Verzögerungen und die Mehrkosten seien "gravierende Fehler bei der Elektroplanung- und Ausführung".

Ministerium will Schadensersatz

Sowohl dem Planungsbüro als auch der ausführenden Firma sei gekündigt worden. Hier würden auch Schadensersatzansprüche erhoben, sagte Bauminister Christian Bernreiter (CSU). Es gehe um Fehler wie unsachgemäß verlegte Leitungen oder etwa auch eine mangelhafte Planung des Sicherheitszaunes. Das Ausmaß der Fehler müsse nun zeitaufwändig ermittelt werden, so Bernreiter weiter. Man wolle ab September mit einer neuen Planungsfirma weiterarbeiten, wobei der Zeitverlust nicht aufzuholen sei.

Erste Mängel habe das Bauamt Passau bereits im vorigen Jahr festgestellt. Das ganze Ausmaß zeige sich erst durch die Prüfung der Elektroplanung, heißt es vom Ministerium. Teils müssten bereits fertiggestellte Wände und Böden wieder geöffnet werden.

Eine Kostensteigerung von zuletzt genannten 290 Millionen auf bis zu 350 Millionen Euro könne nicht ausgeschlossen werden, so Bernreiter zur Passauer Neuen Presse [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt].

JVA ist für 450 Haftplätze geplant

Insgesamt umfasst die Anlage eine Nutzfläche von 17.000 Quadratmetern – das ist eine Fläche, die größer als zwei Fußballfelder ist – und hätte eigentlich 2027 übergeben werden sollen. Der Neubau könne aber erst im kommenden Jahr "wieder voll durchstarten", heißt es vom Ministerium. Ein Datum für die Übergabe der neuen Justizvollzugsanstalt gebe es aktuell nicht.

Insgesamt sind 450 Haftplätze in dem Neubau vorgesehen, der die im Innenstadtbereich gelegene JVA ersetzen soll, so die Mitteilung des Bauministeriums.

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Tafel des bayerischen Ministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr an der JVA-Baustelle in Passau

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