Ein Polizist vor einem Polizeihubschrauber.
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Kilian Burgau ist bei der Hubschrauberstaffel der Polizei in Roth.
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Kilian Burgau ist bei der Hubschrauberstaffel der Polizei in Roth.

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Verbrecherjagd: Unterwegs im modernsten Polizeihubschrauber

Verbrecherjagd: Unterwegs im modernsten Polizeihubschrauber

Sie sind zuständig für Bayerns gesamten Norden: Die Hubschrauberstaffel der Polizei mit Sitz in Roth rückt aus, wenn Straftäter auf der Flucht sind, Vermisste gesucht werden oder bei Entführungen. BR24 vor Ort war dabei.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Es ist kurz nach 13 Uhr, in der Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth hat die Spätschicht begonnen: Der 28-jährige Polizist Kilian Burgau hat keine Zeit, um in Ruhe anzukommen. Die Zeit drängt: "Ich habe schon erfahren, dass wir gleich einen Einsatz haben." Ein Mann soll seine Ehefrau im Landkreis Bamberg schwer verletzt und sie und die gemeinsame Tochter entführt haben. Die Hubschrauberstaffel soll nun aus der Luft nach dem Auto suchen, mit dem der Entführer unterwegs ist. Es ist ein schwarzer Kleinwagen, das Kennzeichen kennt die Polizei.

Airbus H145 - modernster Hubschrauber der Welt

Die brandneuen Polizeihubschrauber, die die Staffel seit dem Sommer 2026 hat, sind jetzt von Vorteil. "Die neuen Kameras können aus deutlich größerer Entfernung dann Kennzeichen erkennen oder einfach mit dem Digitalzoom näher rankommen", erklärt Kilian. Die Maschine vom Typ Airbus H145 hat durch zwei Turbinen zweimal 605 PS Dauerleistung. Er gilt als der modernste Polizeihubschrauber der Welt. Die bayerische Staffel hat acht dieser Helikopter, mindestens zwei davon sind immer in Roth stationiert.

Maschine kann deutlich mehr transportieren

Der neue Helikopter verfügt über einen Vier-Achsen-Autopiloten, erklärt Flugtechniker Michael Waldmüller. "Der kann also in der Luft schweben und selbstständig verschiedene Start-Prozedere durchführen. Er ist aber auch schwerer." Fast vier Tonnen wiegt die neue Maschine, der Vorgänger hatte drei Tonnen Gewicht.

Doch für die Crew ist einer der wichtigsten Punkte die Ladung: Fast 500 Kilogramm mehr als zuvor können sie jetzt mitnehmen. Das ist hilfreich, wenn die Crew beispielsweise Spezialkräfte schnell in ein Einsatzgebiet fliegen muss. Oder wenn das Team bei der Waldbrandbekämpfung unterstützt und mit dem Hubschrauber massenweise Wasser transportieren muss.

Kennzeichen wird aus der Luft gescannt

Bei der Suche nach dem Auto des Entführers ist das Team nun über der A73 unterwegs. Noch immer ist unklar, wie es der verletzten Frau des Mannes geht. Während die zwei Piloten die Maschine lenken, scannt der sogenannte Operator, Jonas Pröbsting, mit der hochauflösenden Kamera jedes Kennzeichen der Autos am Boden. "Auf einmal hat er dann gesagt: Ich habe das Kennzeichen!", erinnert sich Co-Pilot Kilian später. "Wir waren alle total perplex, wir konnten es gar nicht richtig glauben." Tatsächlich hat die Crew den Wagen entdeckt. Sofort gibt sie den Standort an das SEK (Spezialeinsatzkommando) durch, damit dieses das Auto verfolgen kann.

Ein uniformierter Pilot steht neben dem Polizeihubschrauber
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Kilian Burgau im Einsatz mit der Hubschrauber-Staffel

SEK-Zugriff auf der Bundesstraße

Nur kurze Zeit später erfolgt auf der B22 bei Bamberg der Zugriff. Mit mehreren zivilen Fahrzeugen kesseln die Spezialkräfte den Wagen ein. In Sekundenschnelle holen sie den Fahrer aus dem Auto und überwältigen ihn. Die Frau ist zwar schwer verletzt, aber überlebt. Auch das Kind ist in Sicherheit. Gegen den Mann ermittelt die Kriminalpolizei wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

Ohne Teamwork kein Erfolg

Für die Crew des Helikopters ist der Einsatz abgeschlossen. Nach mehreren Stunden landen Kilian und die anderen in Roth. "Ein bisschen Spannung ist da natürlich dabei. Aber mit einer super Besatzung, die wir heute waren, hat jeder seinen Teil dazu beigetragen, dass es dann erfolgreich war." Einsätze wie diese sind auch für Kilian nicht alltäglich. Häufig sind die Polizisten der Hubschrauberstaffel unterwegs, um Vermisste zu suchen. Auch mutmaßliche Straftäter, die bei Polizeikontrollen plötzlich flüchten, werden häufig von den Heli-Cops gefunden. Hierbei hilft die Wärmebildkamera, künftig soll aber auch KI unterstützen, die im neuen Bordcomputer verbaut ist.

Rund 1.900 Einsätze im Jahr 2025

Die Crew hilft auch bei Löscharbeiten oder fliegt Verletzten- und Notarzttransporte. Insgesamt kam die bayerische Hubschrauberstaffel mit dem zweiten Standort in München 2025 auf rund 1.900 geflogene Einsätze. Knapp die Hälfte davon fand nachts statt, denn die Hubschrauber sind rund um die Uhr abrufbereit.

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