Auf dem Betriebsgelände der Geothermie Holzkirchen ist es Dienstagmittag zu einem spektakulären Betriebsunfall gekommen. Auf dem Gelände sollte das letzte Kaminteil eines Kesselkamins an einem Gebäude aufgestellt werden. Dabei kippte der etwa 20 Meter hohe Kamin um und fiel auf einen Kran.
Kamin schlägt knapp neben Führerhaus des Krans auf
Auf dem Betriebsgelände war eine Spezialfirma mit den Arbeiten beauftragt worden. Zunächst wurde der Kamin am Kran befestigt. Als der Kamin in die Senkrechte gehoben war, versagte eine Halterung. Durch die Wucht des Abrisses riss auch die zweite Befestigung, der Kamin schlug senkrecht auf dem Boden auf und kippte dann zur Seite. Darüber berichtet auch der Miesbacher Anzeiger.
Der Kamin stürzte knapp neben dem Führerhaus auf den Motorblock und den Tank des Krans und riss diesen auf. Etwa 250 Liter Diesel versickerten im Erdreich.
Ursachenforschung mit Gutachtern
Alle Beteiligten hatten laut Polizei Holzkirchen großes Glück, dass bei dem Betriebsunfall niemand verletzt wurde. Die Feuerwehr Holzkirchen rückte an, um den auslaufenden Diesel zu stoppen. Ein Mitarbeiter des Landratsamts und ein Gutachter für Bodenproben kamen zur Unfallstelle.
Die Staatsanwaltschaft München II beauftragte ebenfalls einen Gutachter, der die genaue Ursache des Unfalls ermitteln soll. Der Schaden am Kran beläuft sich auf mindestens 150.000 Euro, der Schaden am komplett zerstörten Kaminbauteil beläuft sich auf rund 100.000 Euro.
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