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IW-Kaufkraftstudie sieht Bayern vorn – mit großen Unterschieden
Bildrechte: picture alliance / pressefoto_korb | Micha Korb
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IW-Kaufkraftstudie sieht Bayern vorn – mit großen Unterschieden

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Bayern liegt in einer bundesweiten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft bei der Kaufkraft vorn. Zwar sind die Lebenshaltungskosten regional sehr hoch, die Einkommen sind es aber häufig auch. Und regional gibt es große Unterschiede.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Wo haben die Menschen in Bayern am meisten von ihrem Einkommen? Will man das genau wissen, darf man nicht nur fragen, was sie verdienen – sondern auch, was sie sich dort, wo sie leben, davon leisten können. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hat das auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte berechnet und präsentiert eine bunt gemischte Spitzengruppe für Bayern. Basis der Berechnungen sind Zahlen aus dem Jahr 2023 – aktuellere liegen den Autoren zufolge nicht vor.

Wunsiedel und Tirschenreuth in den Top Ten

Platz eins im Freistaat geht an den Landkreis Starnberg. Der ist zwar teuer – die Lebenshaltungskosten liegen 14 Prozent über dem Bundesdurchschnitt –, aber hat auch das bundesweit höchste verfügbare Einkommen pro Kopf. Soweit, so klischeehaft, doch auf Platz zwei folgt mit Rhön-Grabfeld ein weniger erwartbarer Landkreis. Das Durchschnittseinkommen ist dort hoch, wenn auch bei weitem nicht so hoch wie in Starnberg, die Lebenshaltungskosten liegen aber 7 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Rang drei geht mit dem Landkreis Miesbach – samt Tegernsee – an einen Kandidaten der Kategorie "teuer, aber hohe Einkommen". Erlangen-Höchstadt auf dem vierten Platz hat relativ durchschnittliche Kosten, aber hohe Einkommen. Auf den Rängen fünf und sechs folgt dann mit den Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth wieder die Kombination gutes Einkommen plus niedrige Kosten.

Starkes Gefälle in Bayern

Im bundesweiten Vergleich schneiden die bayerischen Landkreise stark ab. In den Top Ten sind sie fünfmal vertreten. Unter den 50 niedrigsten nur ein einziges Mal mit Augsburg Stadt, wo niedriges Einkommen auf überdurchschnittliche Kosten trifft. Die Gesamtspanne ist groß: Während das verfügbare preisbereinigte Einkommen pro Kopf in Starnberg laut IW bei 39.224 Euro liegt, sind es in Augsburg nur 24.429 Euro.

Insgesamt zeigt sich ein klares Land-Stadt-Gefälle: Die meisten kreisfreien Städte finden sich in der Regel in der unteren Hälfte des Rankings. Hier macht sich unter anderem bemerkbar, dass der wichtigste Treiber für Unterschiede bei den Kosten der Bereich Wohnen ist.

Noch am besten unter den Städten schneidet das relativ kleine Schwabach auf Rang 12 ab. München landet trotz sehr hoher Einkommen auf dem bayernweiten Platz 35, weil die Kosten um 24 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen. Nürnberg ist bayernweit Vorletzter.

Starnberg verliert bundesweiten Spitzenplatz

Beim vorigen Ranking hatte mit Starnberg auch ein bayerischer Landkreis die bundesweite Spitzenposition eingenommen. Diesmal reicht es nur für Platz zwei hinter Heilbronn in Baden-Württemberg. Dort sorgen neue, revidierte Einkommenszahlen für einen starken Sprung wegen sehr hoher Gewinnentnahmen aus Gewerbebetrieben.

Zumindest auf Bundesländerebene liegt Bayern aber ganz vorn. Hier trifft das höchste nominale Einkommen auf die dritthöchsten Preise. Das reicht für einen klaren Vorsprung zum zweitplatzierten Schleswig-Holstein. Der letzte Platz geht an Berlin.

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