Hubert Stärker
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Hubert Stärker ist neu gewählter Präsident des Jagdverbandes
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Jagdverband: Hubert Stärker nach Kampfkandidatur neuer Präsident

Jagdverband: Hubert Stärker nach Kampfkandidatur neuer Präsident

Die bayerischen Jäger fallen seit Jahren mit internen Querelen auf. Nun wurde beim Landesjägertag in Straubing der amtierende Präsident des Bayerischen Jagdverbandes abgewählt, Herausforderer Hubert Stärker aus Augsburg gewann knapp.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Hubert Stärker ist der neue Präsident des bayerischen Jagdverbands. Der Herausforderer setzte sich beim Landesjägertag in Straubing mit knapp 52 Prozent der Stimmen gegen den Favoriten und bisherigen Amtsinhaber Ernst Weidenbusch durch (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt). Der ehemalige CSU-Landtagsabgeordnete Weidenbusch führte den schon fast traditionell zerstrittenen Jagdverband seit Dezember 2020.

Neben dem aus Augsburg stammenden Stärker, dessen Amtsperiode bis 2030 reichen wird, wurde auch der Rest des Präsidiums gewählt. Der 1. Vizepräsident Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg erfuhr starke Unterstützung, ihm sprachen rund 80 Prozent der Delegierten ihr Vertrauen aus. Der 2. Vizepräsident Sebastian Ziegler und der 3. Vizepräsident Thomas Bär kamen auf knapp 59 beziehungsweise 54 Prozent der Stimmen. 

Neues Jagdgesetz in Kraft

In mehreren Foren ging es beim Landesjägertag um inhaltliche Themen - vom Umgang der Jäger mit der Gams über die Frage, ob der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden soll, bis hin zu Hygieneregeln bei der Vermarktung von Wildbret. 

Am 1. April waren weitreichende Neuerungen im Bayerischen Jagdgesetz in Kraft getreten. Es setzt auf stärkere Eigenverantwortung von Grundeigentümern. Rehwild kann künftig auch ohne den behördlichen Abschussplan bejagt werden, wenn die Grundeigentümer dies wollen. Außerdem wurden Wolf und Goldschakal erstmals in das bayerische Jagdrecht aufgenommen. Zudem werden Jagdzeiten in Bayern künftig unabhängig von bundesrechtlichen Vorgaben festgelegt.

Bayern nicht im Deutschen Jagdverband

Im bayerischen Jagdverband toben seit vielen Jahren Machtkämpfe, teils bis hinunter in regionale und lokale Strukturen. So wurden unter anderem die Kreisgruppen Bad Kissingen und Neuburg an der Donau aus dem Verband ausgeschlossen, weil ihre Satzungen so geändert wurden, dass sie nicht mehr mit dem Landesverband übereinstimmen.

Der Landesverband seinerseits ist als einziger in den 16 Bundesländern seit 2009 nicht mehr Teil des Deutschen Jagdverbandes. Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger – selbst Jäger – hatte sich bereits für eine Befriedung der Situation eingesetzt. Er war auch heuer als Gastredner beim Landesjägertag.

Mehr als 80.000 Jagdscheininhaber

In Bayern haben derzeit mehr als 80.000 Männer und Frauen einen Jagdschein und dürfen somit grundsätzlich auf die Jagd gehen. Im Bayerischen Jagdverband sind rund 50.000 organisiert. Daneben existiert etwa der Ökologische Jagdverband, der wesentlich kleiner ist und dessen Mitglieder eher nach der Devise "Wald vor Wild" agieren.

Mit Informationen von dpa

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