Ein Streikbanner der IG-Metall am Firmenzaun bei Mahle
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Seit Monaten herrschte bei den Mahle-Beschäftigten in Neustadt Ungewissheit. Jetzt ist klar, das Werk wird geschlossen.
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Seit Monaten herrschte bei den Mahle-Beschäftigten in Neustadt Ungewissheit. Jetzt ist klar, das Werk wird geschlossen.

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Mahle schließt Werk in Neustadt – rund 350 Stellen betroffen

Mahle schließt Werk in Neustadt – rund 350 Stellen betroffen

Seit Monaten herrscht unter den Mitarbeitern des Autozulieferers Mahle in Neustadt a. d. Donau Ungewissheit, wie es mit dem Standort weitergeht. Jetzt hat die Firmenleitung klargemacht: Das Werk wird geschlossen. Rund 350 Mitarbeiter sind betroffen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Seit Monaten warten die Beschäftigten beim Autozulieferer Mahle in Neustadt a.d. Donau auf belastbare Zukunftsplanungen für das Werk. Am Dienstagnachmittag hat die Firmenleitung den Beschäftigten mitgeteilt, dass das Werk geschlossen werden soll. Betroffen sind laut Mahle rund 350 Beschäftigte.

Rückläufige Marktentwicklung und auslaufende Kundenverträge

Begründet wird das Werks-Aus mit auslaufenden Kundenaufträgen und einer rückläufigen Marktentwicklung. Durch stark gewachsenen Kostendruck von asiatischen Wettbewerbern in Europa könne der Standort sein Umsatzniveau nicht mehr halten. Das mache einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unmöglich.

Produktion soll schrittweise heruntergefahren werden

Es ist geplant, die Produktion ab Ende des Jahres schrittweise herunterzufahren und die Belegschaft entsprechend zu reduzieren. Die vollständige Schließung soll im ersten Halbjahr 2027 erfolgen, so das Unternehmen. Es werde Gespräche geben, um für die Beschäftigten möglichst sozialverträgliche Lösungen zu finden.

Das Werk in Neustadt besteht seit 1987. Es produziert vor allem Klimaanlagen für Autos im Premium-Bereich.

IG Metall: Frontalangriff auf eine engagierte Belegschaft

Die Gewerkschaft IG-Metall kritisiert die Pläne des Zulieferers scharf und spricht von einem Skandal. Trotz detaillierter Konzepte der IG Metall, wie Neustadt wirtschaftlich sinnvoll und wettbewerbsfähig aufgestellt werden könne – auch im Vergleich zu Senica in der Slowakei – sei jedes Interesse seitens der Arbeitgeber ausgeblieben, es seien auch keine eigenen Lösungsvorschläge gemacht worden. Ein externes Gutachten habe gezeigt: Das Werk sei profitabel und wirtschaftlich stärker als vergleichbare Mahle-Standorte in Osteuropa, so die IG Metall.

Wenn das Management an seinen Schließungsplänen festhält, dann werden wir als nächstes unbefristet streiken, sagt Rico Irmischer, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg. Die Beschäftigten seien entschlossen, diesen Kampf zu führen. Eigentlich würde man aber lieber verhandeln als streiken.

Wirtschaftsminister: Alle Bemühungen haben nichts genützt

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger drückte sein Bedauern über das Aus für das Mahle-Werk in Neustadt a. d. Donau aus. Auch die Bemühungen des Wirtschaftsministeriums hätten die für 2027 angekündigte Schließung nicht verhindern können. Seitdem bekannt wurde, dass Aufträge ausbleiben, stehe man im Austausch mit dem Unternehmen, den Arbeitnehmervertretern und den lokalen Mandatsträgern, heißt es in der Pressemitteilung. "Sämtliche uns zur Verfügung stehenden Unterstützungsinstrumente konnten die Entwicklung letztlich nicht aufhalten. Schwindende Umsätze der automobilen Premiummarken und der steigende Wettbewerbsdruck aus Asien beenden nun diese bittere Zitterpartie. Wir brauchen jetzt schnell Alternativen – für den Standort und für die Region“, so Aiwanger.

Schlechte Nachrichten für die Beschäftigten des Autozulieferers Mahle in Neustadt an der Donau: Ihr Werk wird geschlossen. Betroffen sind rund 400 Beschäftigte. Unser Kollege Florian Deglmann mit Einzelheiten ...
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Schlechte Nachrichten für die Beschäftigten des Autozulieferers Mahle in Neustadt an der Donau: Ihr Werk wird geschlossen.

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Die rund 350 Mitarbeiter bei Mahle in Neustadt haben jetzt Gewissheit: Ihr Standort wird geschlossen.

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