Schweißer-Azubi
Live beendet
Bildrechte: dpa
Livebeitrag

Schweißer-Azubi

Livebeitrag
>

"jetzt red i" live: Müssen wir uns wieder mehr anstrengen?

"jetzt red i" live: Müssen wir uns wieder mehr anstrengen?

Wie viel Work-Life-Balance können wir uns leisten? Sind wir zu viel krank? Darüber diskutieren der CSU-Generalsekretär Martin Huber und Holger Grießhammer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, bei "jetzt red i" mit Bürgern aus Nürnberg.

Über dieses Thema berichtet: jetzt red i am .

"Eine Generalüberholung unseres Sozialstaats" – nichts weniger fordert Markus Söder. Um die kriselnde Wirtschaft anzukurbeln, drängt der CSU-Vorsitzende jetzt auf Reformen: mehr arbeiten und weniger "Blaumachen".

Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden raufsetzen?

So will er, dass wieder mehr gearbeitet wird: "Eine Stunde mehr würde uns allen helfen." Als Beispiel nennt er die Schweiz, in der pro Woche in der Regel 42 Stunden gearbeitet werden, in Deutschland liegt der Schnitt bei 40,2 Stunden.

Großer Zuspruch kommt von Wirtschafts- und Arbeitgebervertretern, Widerspruch dagegen vom Koalitionspartner SPD: "46 Millionen Erwerbstätige - ein Rekord - tragen dieses Land jeden Tag. Wer da behauptet, wir müssten pauschal mehr arbeiten, ignoriert die Realität."

Kein "Blaumachen" mehr

Bei der Rente soll sich, geht es nach der CSU, ebenfalls einiges ändern. Wenn es immer weniger Junge und mehr Ältere gebe, sei klar, dass man auch insgesamt länger arbeiten müsse. Die Rente mit 63 solle deshalb "schrittweise reduziert" werden.

Auch ein "Blaumachen" von Arbeitnehmern will der bayerische Ministerpräsident reduzieren. Deshalb soll die telefonische Krankschreibung, die während Corona eingeführt wurde, wieder abgeschafft und Karenztage wieder eingeführt werden – also keine Lohnfortzahlung mehr ab dem ersten Krankheitstag. Markus Söder gibt zwar zu, dass "manches wehtun wird", eine konsequente Reform des Sozialstaats müsse aber trotzdem schnell umgesetzt werden.

DGB Bayern: Beschäftigte nicht das Problem

Die Gewerkschaften weisen die Forderungen zurück: "Die Beschäftigten sind nicht das Problem, sie sind die Lösung: Sie arbeiten hart und sichern den Wohlstand", heißt es vom DGB Bayern. Der Industriestandort werde nicht durch mehr Arbeit gerettet, sondern durch Innovationen, Investitionen und gesunde Beschäftigte, die Arbeit und Freizeit vereinbaren können.

Diskutieren sie mit!

Wie viel Work-Life Balance können wir uns leisten? Sind wir zu viel krank? Müssen wir uns alle wieder mehr anstrengen? Oder tragen die Arbeitnehmer nicht schon genug Lasten? Mehr arbeiten oder klüger wirtschaften – wie schaffen wir den Aufschwung?

Über diese und andere Fragen diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger live mit CSU-Generalsekretär Martin Huber und Holger Grießhammer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.

Schreiben Sie uns Ihre Fragen, Forderungen, Wünsche und Beschwerden zum Thema per Mail an jetztredi@br.de oder diskutieren Sie mit uns in den sozialen Medien.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!