Die wichtigsten News zum Weltwirtschaftsforum in Davos im Überblick
- Rutte gewinnt an Ansehen nach Grönland-Kurswechsel (13.00 Uhr)
- Trump unterzeichnet Gründungsdokument von "Friedensrat" (11.45 Uhr)
- Selenskyj in Davos eingetroffen (10.22 Uhr)
- Merz sieht "radikale" Änderung der US-Außenpolitik (09.57 Uhr)
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Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
15.10 Uhr: Trump - Treffen mit Selenskyj lief sehr gut
[Update] US-Präsident Donald Trump hat das Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj als "sehr gut" bezeichnet. Die Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin laute, dass der Krieg enden müsse, sagt Trump in Davos. Jerdoch habe man "noch einen Weg vor sich". Man müsse sehen, wie das Gespräch seines Unterhändlers Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin heute Abend in Moskau verlaufe.
Selenskyj seinerseits erklärte, man habe über Flugabwehr und "Dokumente" gesprochen. Damit dürften die geplanten Vereinbarungen über Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau des Landes gemeint sein.
14.10 Uhr: Worüber Trump und Selenskyj sprechen
Seit rund einer Stunde beraten US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj im schweizerischen Davos über weitere diplomatische Anstrengungen für ein Ende des Ukraine-Krieges. Auf dem Tisch liegt eine überarbeitete Fassung eines ursprünglich von den USA vorgelegten Friedensplans. Wichtige Fragen sind jedoch noch offen, darunter Gebietsansprüche und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
Zeitgleich sollen Beratungen des US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau stattfinden. Witkoff erklärte, es gebe nur noch "ein einziges Problem" zwischen Kiew und Moskau. Details dazu nannte der US-Gesandte nicht.
13.24 Uhr: Treffen Trump-Selenskyj beginnt
In Davos beginnt nach Angaben der Regierung in Kiew das Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj.
13.19 Uhr: Britischer Premier Starmer - "Harter Weg" bei Arktis-Sicherheit
Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Rücknahme der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle begrüßt. Zugleich stehe nun ein schwieriger Prozess bevor, um eine Lösung für die Sicherheitsfragen in der Arktis zu erarbeiten, teilte Starmer über einen Sprecher mit.
13.00 Uhr: Nach Grönland-Rückzieher - Rutte steht als Retter da
Nach dem Rückzieher von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt steht erneut Nato-Generalsekretär Mark Rutte als Notretter des transatlantischen Verhältnisses da. Der Niederländer fand bei seinem Gespräch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos mit dem US-Präsidenten womöglich die richtigen Worte, um Washingtons Übernahmepläne für Grönland zumindest vorerst abzuwenden. Der Nato-Generalsekretär vermeidet jegliche öffentliche Kritik an Trump, stattdessen hofiert er ihn und lobt ihn überschwänglich für seine Errungenschaften.
12.34 Uhr: Grönland-Streit - Vertrag von 1951 soll neu verhandelt werden
Im Streit um Grönland hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte den Kurswechsel von US-Präsident Donald Trump offenbar durch eine in Aussicht gestellte Neuverhandlung des Grönland-Vertrags von 1951 erreicht. Das Abkommen über die US-Militärpräsenz auf der zu Dänemark gehörenden Arktis-Insel solle neu ausgehandelt werden, verlautete am Donnerstag aus Delegationskreisen in Davos. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßte Trumps Kursänderung, Dänemark pochte auf seine Souveränität und eine Beteiligung an den geplanten Gesprächen.
12.15 Uhr: US-Regierung - Weltweite Ölproduktion muss mehr als verdoppelt werden
Nach Auffassung der US-Regierung ist eine mehr als doppelte Steigerung der globalen Ölproduktion erforderlich. US-Energieminister Chris Wright äußerte sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos zugleich deutlich kritisch zur Klimapolitik der Europäischen Union. Sowohl die EU als auch der Bundesstaat Kalifornien investierten nach seinen Worten erhebliche Mittel in wenig effiziente Formen grüner Energie. Zudem warnte der Energieminister vor möglichen negativen Auswirkungen europäischer Umweltauflagen auf die transatlantischen Beziehungen.
11.45 Uhr: Trump unterzeichnet Gründungsdokument von "Friedensrat"
US-Präsident Donald Trump hat in Davos das Gründungsdokument des von ihm angekündigten "Friedensrats" unterzeichnet. Vorsitzender soll Trump laut Vorankündigung selbst sein. Staaten können sich unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Wer diese Gebühr nicht zahlt, soll nur für drei Jahre im Gremium vertreten sein. Insgesamt sollen rund 60 Länder eine Einladung bekommen haben, darunter auch Russland und China.
10.22 Uhr: Selenskyj in Davos eingetroffen
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ist Medienberichten zufolge in Davos eingetroffen. Auch das Präsidialamt in Kiew bestätigte ukrainischen Medien die Reise. Auf dem Wirtschaftsforum will er sich mit US-Präsident Donald Trump treffen. Selenskyj soll auch auf dem Forum sprechen. Aus Sicherheitsgründen werden Reisen des ukrainischen Staatschefs immer erst bekanntgegeben, wenn er angekommen ist.
09.57 Uhr: Merz sieht "radikale" Änderung der US-Außenpolitik
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht eine radikale Änderung in der Außenpolitik des Verbündeten USA. Die Welt erlebe derzeit eine "radikale Neuordnung der Außen- und Sicherheitspolitik der USA", sagte Merz bei seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Es entwickle sich eine neue Welt der Großmächte, "die auf Macht, auf Stärke und – falls es soweit kommt – auch auf Gewalt basiert", fügte er hinzu. "Eine Welt, in der nur Macht zählt, ist ein gefährlicher Ort."
09.06 Uhr: Trump erwägt wohl "zollfreie Zone" für die Ukraine
US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben seines Gesandten Steve Witkoff eine sogenannte zollfreie Zone für die Ukraine zum Aufbau der örtlichen Industrie. So eine Zone würde eine große Veränderung herbeiführen, sagte Witkoff bei einer Veranstaltung am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.
05.46 Uhr: Nach Trumps Grönland-Wende – Merz hält Rede in Davos
Vor der politisch heiklen Rede des Bundeskanzlers beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat US-Präsident Donald Trump den Konflikt um die zu Dänemark gehörende Insel Grönland überraschend entschärft. Damit haben sich auch die Vorzeichen für die Rede des Bundeskanzlers verändert.
Merz wird am heutigen Donnerstag um 9.30 Uhr seine Rede halten. Wie ein Regierungssprecher im Vorfeld sagte, gehe es darum, "Brücken zu unseren internationalen Partnern zu bauen". Merz will demnach zudem Gespräche mit Unternehmern und Investoren führen, um "für den Wirtschaftsstandort und insbesondere für Investitionen in Deutschland zu werben".
Zum Audio: Klingbeil mahnt zur Zurückhaltung
Nicht zu früh freuen - das rät Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD)
01.25 Uhr: Rutte zu Grönland – "Gibt noch viel zu tun"
Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht beim politischen Streitthema Grönland noch viel Arbeit vor den beteiligten Parteien. In Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sei man übereingekommen, dass man die Arktisregion gemeinsam schützen müsse, sagte der Niederländer dem US-Sender Fox News. Natürlich würden die USA aber auch ihre Gespräche mit Grönland und Dänemark fortsetzen, wenn es etwa darum gehe, einen Zugang Russlands und Chinas zur Wirtschaft Grönlands zu verhindern.
Donnerstag, 22. Januar 2026
Zum Video: Vorläufige Einigung zu Grönland erzielt
US-Präsident Trump hat nach eigenen Angaben mit der Nato eine vorläufige Einigung zu Grönland erzielt.
22.30 Uhr: Ukraine verhandelt in Davos mit US-Gesandten und Blackrock
Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow hat sich nach eigenen Angaben in Davos mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner getroffen. Bei dem Gespräch am Rande des Weltwirtschaftsforums sei es um Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau gegangen, teilte Umerow auf Telegram mit. Eine ukrainische Delegation habe zudem Vertreter des US-Finanzkonzerns Blackrock getroffen.
22.20 Uhr: Trumps Grönland-Wende - Klingbeil mahnt
Vize-Kanzler Lars Klingbeil warnt vor zu großem Optimismus nach der angeblichen Beilegung des Streits mit US-Präsident Donald Trump um die Aneignung von Grönland. Nach dem "Hin und Her" der vergangenen Tage müsse man zunächst abwarten, was substanziell zwischen Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vereinbart worden sei, sagte der SPD-Chef im ZDF. "Es ist gut, dass man im Dialog ist, aber ein bisschen abwarten muss man schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht." Er wolle die genauen Absprachen erst "schwarz auf weiß" sehen. Klingbeil führte die neuen Töne Trumps sowohl auf die geschlossene Haltung der Europäer als auch auf den wirtschaftlichen Druck in den USA zurück. In Gesprächen mit Investoren am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos habe er eine wachsende Unsicherheit bezüglich der Finanzstabilität in den USA wahrgenommen
21.42 Uhr: Trump - Grönland-Einigung ist "für die Ewigkeit"
US-Präsident Donald Trump hat die geplante Rahmenvereinbarung zu Grönland als langfristiges Abkommen bezeichnet. "Das ist für die Ewigkeit", sagte Trump dem Sender CNBC. Die Einzelheiten der "etwas komplexen" Übereinkunft würden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Trump nahm zuvor überraschend von seinen Zolldrohungen Abstand und stellte eine Einigung zur Beilegung des Streits in Aussicht.
21.41 Uhr: Rutte sichert Trump Unterstützung der Nato-Partner zu
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat US-Präsident Donald Trump die Unterstützung seiner Partner im Militärbündnis zugesichert. "Sie können sich absolut sicher sein, dass Ihre Verbündeten Ihnen zur Seite stehen werden, sollten die USA jemals angegriffen werden", sagte Rutte in einem Gespräch mit Trump in Davos. Er erinnerte Trump auch daran, dass die übrigen Nato-Staaten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in Afghanistan für die USA gekämpft hätten – und dass einige Soldaten nie nach Hause zurückgekehrt seien.
21.15 Uhr: Dänemark erleichtert über geplanten Grönland-Kompromiss
Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigt sich erleichtert über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Handelsstreit zu beenden. "Der Tag endet besser, als er begonnen hat", sagte der Minister. Es sei positiv, wenn dies bedeute, dass man zu normaleren Kommunikationskanälen als der Online-Plattform Truth Social zurückkehren könne. Wichtig sei zudem, dass eine Lösung gefunden werde, die die Menschen in Grönland respektiere. Dänemark wolle auf die Bedenken der USA eingehen.
21.10 Uhr: Schweden erleichtert über Trumps Verzicht auf Zölle
Die schwedische Außenministerin Maria Stenergard erklärte auf X, es sei gut, dass US-Präsident Donald Trump nun auf Strafzölle gegen die europäischen Länder verzichte, die Dänemark und Grönland unterstützt hätten. So wie es aussehe, habe die Zusammenarbeit der Unterstützer Dänemarks Wirkung gezeigt.
21.00 Uhr: Börsen reagieren auf Zoll-Rückzieher
An den Finanzmärkten sorgt Trumps Zoll-Rückzieher für Erleichterung. Der US-Standardindex S&P 500 baute seine Gewinne schlagartig aus und notierte 1,6 Prozent im Plus. Der Dollar-Index legte um 0,3 Prozent auf 98,826 Punkte zu. Der Goldpreis gab dagegen einen Teil seiner Aufschläge ab und lag noch 0,2 Prozent höher bei 4771 Dollar je Feinunze. Am Anleihemarkt weiteten die Renditen ihre Verluste aus. Ein EU-Sprecher sagte in einer ersten Reaktion, der geplante Sondergipfel der 27 Staats- und Regierungschefs am Donnerstag werde trotzdem wie geplant stattfinden.
20.30 Uhr: Trump zieht angedrohte Zölle wegen Grönland zurück
US-Präsident Donald Trump zufolge ist ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung über Grönland erzielt worden. Daher würden die für den 1. Februar geplanten neuen US-Zölle nicht erhoben, schrieb Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Die Einigung sei bei einem produktiven Treffen in Davos mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte bezüglich der Insel und der gesamten Arktis erarbeitet worden. Diese Lösung sei großartig für die USA und alle Nato-Staaten. Trump fügte hinzu, dass zudem Gespräche über das Raketenabwehrsystem Golden Dome in Bezug auf Grönland liefen. Die weiteren Verhandlungen sollen unter anderem Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio führen.
19.47 Uhr: Trump will mit Nato-Chef Rutte über Grönland sprechen
US-Präsident Donald Trump will mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über Grönland sprechen. Er werde das Thema bei dem Treffen am Rande des Weltwirtschaftsforums anschneiden, sagt Trump vor der Begegnung. Er sehe einen Preis für die Insel, der vertretbar sei. Zuvor hatte er seine Forderung nach einem Kauf des dänischen Territoriums erneuert.
18.51 Uhr: CDU-Politiker Hardt wünscht sich eindeutige Antwort der EU auf Trumps Rede
Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, hat die Rede von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos zurückhaltend bewertet. Es sei "kein Paukenschlag" gewesen, sagte Hardt dem Bayerischen Rundfunk. Er betonte, die Europäische Union müsse auf dem anstehenden Gipfel reagieren. Er habe die Erwartung geäußert, dass die EU klarstellen werde, dass ein möglicher Zoll-Deal nicht in Kraft gesetzt werde, falls Trump die Vereinbarung durch neue Strafzölle aufkündige. Sollte die US-Regierung diesen Weg einschlagen, sehe man auch auf europäischer Seite keine Veranlassung, die Abmachung zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Trump umzusetzen.
18.02 Uhr: Dänen lehnen Grönland-Verhandlungen mit Trump ab
Verhandlungen über eine Übergabe Grönlands an die USA kommen nach Angaben des dänischen Außenministers Lars Løkke Rasmussen für sein Land nicht infrage. An solchen Gesprächen werde Dänemark nicht teilnehmen, stellte Rasmussen klar, nachdem US-Präsident Donald Trump diese in einer Rede "unverzüglich" gefordert hatte. "Wir gehen in keine Verhandlungen, die darauf basieren, dass wir grundlegende Prinzipien aufgeben", sagte Rasmussen. "Das werden wir niemals tun."
Dass Trump keine militärische Gewalt anwenden wolle, wertete Rasmussen als "positives Zeichen". Gleichwohl betonte Rasmussen in Davos vor Journalisten, dass Trump nicht von seiner Absicht abgerückt sei, das zu Dänemark gehörende Gebiet einzunehmen. "Nach dieser Rede ist ganz klar, dass die Ambitionen des Präsidenten unverändert bestehen bleiben", sagte er.
17.41 Uhr: Grüne fordern "robuste Antwort" von Merz auf Trump
Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos fordern die Grünen eine "sehr robuste Antwort" von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Die Zeit der Selbstverzwergung muss vorbei sein", sagte Grünen-Chef Felix Banaszak. Auf diese Rede antworte man nicht, "indem man sich vor dem Bully in den Staub" werfe. Man reagiere, indem man den Rücken gerade mache, wie es Kanadas Premier Mark Carney getan habe.
"Trumps Rede war eine lange Liste von Lügen, sie war eine unmissverständliche Kampfansage. Eine Kampfansage an Grönland, an Kanada, an Europa. An die freie Welt", sagte Banaszak. "Es war die Ansprache eines Gangsters, der die Welt erpresst." Die einzige Sprache, die Trump verstehen werde, sei die Sprache europäischer Entschlossenheit und Stärke.
Auf die Ankündigung von Zöllen müsse mit robusten Gegenzöllen reagiert werden. Zudem sei Trump da verwundbar, wo es ihn direkt treffe: "Es braucht einen schnellen neuen Anlauf in der Regulierung und Besteuerung der amerikanischen Digitalkonzerne", forderte Banaszak.
17.21 Uhr: Unterzeichnung von Gründungsdokument für Trumps "Friedensrat" in Davos
Der von US-Präsident Donald Trump initiierte "Friedensrat" soll am Donnerstag Gestalt annehmen. Das Gründungsdokument für das Gremium soll nach US-Plänen bei einer Zeremonie am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in Trumps Anwesenheit unterzeichnet werden. Der "Friedensrat" soll Trumps Vorstellungen zufolge internationale Konflikte beilegen - und zwar laut Charta ausdrücklich in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.
Ursprünglich war der "Friedensrat" als Teil der zweiten Phase des US-Plans für den Gazastreifen vorgestellt worden. In der Charta der Initiative wird das Palästinensergebiet jedoch nicht mehr genannt. Mehrere europäische Staaten äußerten starke Vorbehalte gegen die Pläne - unter anderem, weil Trump zum "Friedensrat" auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin eingeladen hat. Kritiker werfen Trump zudem vor, eine Alternative zur UNO schaffen zu wollen.
17.13 Uhr: Merz spricht beim Weltwirtschaftsforum in Davos
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält am Donnerstag (09.30 Uhr) eine Rede bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Es gehe darum, "Brücken zu unseren internationalen Partnern zu bauen", sagte ein Regierungssprecher über den Besuch des Kanzlers in Davos. Merz will demnach zudem Gespräche mit Unternehmern und Investoren führen, um "für den Wirtschaftsstandort und insbesondere für Investitionen in Deutschland zu werben". Im Anschluss reist der Kanzler nach Brüssel weiter, wo wegen des Streits mit der US-Regierung um Grönland am Abend ein EU-Sondergipfel stattfindet.
16.49 Uhr: EU-Parlament stoppt Arbeit zu Umsetzung von Zolldeal mit USA
Das Europäische Parlament hat die Arbeiten zur Umsetzung des im vergangenen Jahr vereinbarten Zollabkommens zwischen den USA und der EU formell auf Eis gelegt. "Mit der Androhung von Extrazöllen im Zusammenhang mit Grönland hat der US-Präsident den Bogen endgültig überspannt", teilte der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD), in Straßburg mit.
15.35 Uhr: Trump will Schutzschild auf Grönland
Donald Trump will auf Grönland ein Schutzschild zur Verteidigung Nordamerikas errichten. Man werde dort den größten "Golden Dome" errichten, den es je gegeben habe, sagte der Republikaner. Ein "Golden Dome" beschreibt im militärischen Sinne ein Verteidigungssystem. Israel etwa nutzt solch ein Abwehrsystem.
15.20 Uhr: Trump in Davos – "Werde keine Gewalt anwenden"
Donald Trump betont in seiner Rede, er werde zur Durchsetzung seiner Forderungen keine Gewalt anwenden. "Ich will keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden", sagte er. Ein Kauf durch die USA würde die Sicherheit der Nato erhöhen und sei keine Bedrohung für das Bündnis. Ihm gehe es dabei nicht wie vielfach behauptet um den Abbau von Rohstoffen wie Seltene Erden, die hunderte Meter unter dem Eis lägen.
Im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme der Arktisinsel erstmals ausgeschlossen.
15.10 Uhr: Trump fordert sofortige Grönland-Verhandlungen
US-Präsident Donald Trump hat seine Besitzansprüche auf die zu Dänemark gehörende Insel Grönland bekräftigt. Nur die USA könnten die Sicherheit Grönlands garantieren, sagte er in Davos. Er habe großen Respekt vor den Menschen in Grönland und in Dänemark. Aber die USA hätten bereits Stützpunkte auf der Arktis-Insel errichtet und dies allein für Dänemark getan, sagte der US-Präsident. Er forderte "unverzügliche Verhandlungen" zur Übernahme Grönlands. "Wir brauchen es für die strategische nationale Sicherheit und die internationale Sicherheit."
15:00 Uhr: Trump lobt sich für eigene Zollpolitik
US-Präsident Donald Trump hat seine eigene stark umstrittene Wirtschafts- und Zollpolitik gelobt. "Anstatt Steuern zu erhöhen oder einheimische Produzenten zu fördern, senken wir diese und erhöhen die Zölle für ausländische Nationen, um für die Schäden aufzukommen, die sie verursachen", sagte Trump.
14:50 Uhr: Trump beginnt Rede mit Europa-Kritik
US-Präsident Donald Trump kritisiert zum Auftakt seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos Europa. Der alte Kontinent gehe nicht mehr in die richtige Richtung, sagte Trump. "Ich erkenne es nicht wieder." Dabei nannte er erneut eine Masseneinwanderung und den Fokus auf erneuerbare grüne Energien als den falschen Weg. Konkret kritisierte er den Ausbau der Windkraft in Deutschland.
Zugleich lobte Trump sich selbst. Bis zum Beginn seiner zweiten Amtszeit vor einem Jahr seien die USA ein "totes Land" gewesen, sagte er. "Jetzt sind wir das angesagteste Land der Welt."
14.40 Uhr: Rutte: Gefahren in der Ukraine größeres Problem als Grönland
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Fokussierung der Allianz auf den Streit über Grönland kritisiert. Die Nato dürfe über dem Zerwürfnis um die Annexionsforderung von US-Präsident Donald Trump die wirklichen Sicherheitsgefahren durch den Invasionskrieg Russlands gegen die Ukraine nicht aus den Augen verlieren, mahnte Rutte am Mittwoch in Davos. Er sei "ein wenig besorgt (...), wenn wir uns so sehr auf diese anderen Themen konzentrieren". Rutte betonte, die ukrainischen Streitkräfte "brauchen jetzt, morgen und übermorgen unsere Unterstützung", insbesondere mit Flugabwehrsystemen und US-Militärtechnik.
14.35 Uhr: Starmer will Zolldrohungen Trumps standhalten
Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland zurückgewiesen. Großbritannien werde "nicht nachgeben", erklärte Starmer. Zudem sagte Starmer, dass Trumps Kritik an der britischen Entscheidung, das Hoheitsrecht über die Chagos-Inseln an Mauritius zu übergeben, dazu gedacht gewesen sei, ihn unter Druck zu setzen, damit er seine Haltung im Grönland-Streit ändere. Trump hatte das Abkommen zu den Chagos-Inseln am Dienstag kritisiert, nachdem er es zuvor unterstützt hatte.
14.20 Uhr: Trump in Davos eingetroffen
US-Präsident Donald Trump ist zum Weltwirtschaftsforum in Davos eingetroffen. Ein US-Militärhubschrauber brachte den Präsidenten in den Schweizer Skiort, nachdem er zuvor wegen eines Defekts an der Präsidentenmaschine mit mehrstündiger Verspätung in Zürich gelandet war. In Davos will Trump eine Rede halten, in der es auch um die von den USA angestrebte Einverleibung Grönlands gehen soll.
Ob ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stattfinden würde, blieb zunächst unklar. "Ich kann weder ein Gespräch ankündigen noch kann ich absagen", sagte Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Die Verspätung der Präsidentenmaschine mache "die Situation ein wenig kompliziert".
13.38 Uhr: Trump will in Davos offenbar über America-First-Agenda sprechen
In seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum will sich US-Präsident Donald Trump nach Angaben aus Kreisen des Weißen Hauses auf seine sogenannte America-First-Agenda konzentrieren. Trump werde auch über seine Pläne sprechen, für die Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre zu sorgen, sagte eine Gewährsperson. Zudem werde er womöglich auch über sein Vorhaben sprechen, die zu Dänemark gehörende Insel Grönland den USA einzuverleiben. Eventuell äußere er sich auch zur Zukunft Venezuelas nach dem US-Militärangriff auf das Land Anfang Januar, bei dem der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen wurde.
Trump hat während seines Besuchs in der Schweiz etwa fünf separate, bilaterale Treffen mit anderen Staats- und Regierungschefs geplant, wie eine Gewährsperson sagte. Namen wurden nicht genannt.
13.26 Uhr: Zeitungsbericht - US-Handelsminister in Davos ausgebuht
US-Handelsminister Howard Lutnick ist einem Zeitungsbericht zufolge bei einem Abendessen des Weltwirtschaftsforums in Davos ausgebuht worden. Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf Insider, es sei nach aggressiven Äußerungen Lutnicks zu Tumulten gekommen. Bei der vom Chef des Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink, am Dienstagabend ausgerichteten Veranstaltung hätten Gäste unter lauten Rufen den Raum verlassen. Gastgeber Fink habe versucht, die Situation zu beruhigen. Details zu Lutnicks Äußerungen oder den Zwischenrufen wurden nicht genannt. Das US-Handelsministerium und das Weltwirtschaftsforum äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht dazu.
12.51 Uhr: Trump nach Flugzeugpanne verspätet in der Schweiz gelandet
US-Präsident Donald Trump ist nach einer Flugzeugpanne verspätet in der Schweiz eingetroffen. Wegen eines elektronischen Problems an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One hatte Trump in die USA zurückkehren und auf ein anderes Flugzeug umsteigen müssen. Er kam etwa zwei Stunden später als ursprünglich geplant in der Schweiz an. Noch heute soll er beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede halten, in der es auch um die von den USA angestrebte Einverleibung Grönlands gehen soll. Es ist das erste Mal seit 2020, dass Trump an der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums persönlich teilnimmt.
12.33 Uhr: Regierungskreise - Kein Treffen von Trump und Merz in Davos
Ein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhofftes Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos kommt voraussichtlich nicht zustande. Grund dafür sei die "verspätete Ankunft des US-Präsidenten", hieß es aus deutschen Regierungskreisen.
12.02 Uhr: US-Gouverneure kritisieren Trumps Pläne für Grönland
Mehrere US-Gouverneure haben sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos besorgt über Donald Trumps Besitzansprüche auf Grönland gezeigt. "Das Grönland-Vorgehen des Präsidenten ist total bescheuert", sagte der demokratische Gouverneur des Bundesstaates Kentucky, Andy Beshear. Innerhalb eines Jahres habe Trump die USA vom Anführer der freien Welt zum "Rüpel auf dem Schulhof" gemacht. Die US-Amerikaner seien gegen eine Übernahme Grönlands.
Auch Gretchen Whitmer, demokratische Gouverneurin des Staates Michigan, zeigte sich besorgt. "Wir sind erst im ersten Jahr einer vierjährigen Amtszeit, und das Ausmaß des angerichteten Schadens wird uns noch sehr lange belasten", sagte sie. Selbst der republikanische Gouverneur des Bundesstaates Oklahoma, Kevin Stitt, erklärte: "Die Sache mit Grönland ist schon etwas seltsam, denn wir können ja bereits Militärbasen auf Grönland errichten."
11.50 Uhr: Reiche warnt vor übereilten Maßnahmen gegen Trumps Zolldrohungen
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat vor zu schnellen Gegenmaßnahmen Europas gegen die von Donald Trump angekündigten Zölle im Grönland-Konflikt gewarnt. "Maßnahmen kann ich nur dann ausrollen, wenn ich weiß, was eigentlich auf dem Tisch liegt. Und bis auf Ankündigungen kennen wir nichts", sagte die CDU-Politikerin auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie betonte: "Alles, was dazu führt, Europa nach außen zu spalten oder Uneinigkeit erkennen zu lassen, hilft uns nicht, das schwächt uns."
Vor allem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte sich zuletzt dafür eingesetzt, das EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung - die sogenannte Handels-Bazooka - zu nutzen. Damit stünden Gegenzölle sowie Ein- und Ausfuhrbeschränkungen für Waren und Dienstleistungen zur Diskussion.
11.38 Uhr: Wadephul hofft auf "guten Dialog" in Davos - und sieht Trumps "Friedensrat" skeptisch
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zum Plan von US-Präsident Donald Trump geäußert, einen globalen "Friedensrat" zur Lösung von Konflikten zu bilden. "Wir haben einen Friedensrat und das sind die Vereinten Nationen", sagte Wadephul in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Zugleich räumte er ein, dass die UN reformiert werden müssten: "Da gibt es viel Anlass."
Er habe Trump aber im übrigen genauso verstanden, als sich der US-Präsident vor seiner Abreise nach Davos geäußert habe, so Wadephul: "Er hat klar gesagt, dass dieses System nicht ersetzt werden muss, sondern dass es effektiver und reformiert werden müsse." Mit Blick auf Davos sagte Wadephul, Bundeskanzler Friedrich Merz werde dort Gelegenheit haben, diese Fragen mit Trump "in einem guten Dialog" zu vertiefen.
11.15 Uhr: US-Finanzminister wirft Macron Hetze vor und hält Dänemark für "irrelevant"
US-Finanzminister Scott Bessent hat beim Weltwirtschaftsforum dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron "hetzerische Äußerungen" im Streit um Grönland vorgeworfen. Wenn dies alles sei, was Macron zu tun habe, während der französische Haushalt am Boden liege, solle er sich besser auf andere Dinge für das französische Volk konzentrieren, sagte der amerikanische Finanzminister. Abfällig äußerte er sich auch zu der Ankündigung Frankreichs, ein Nato-Manöver in Grönland anzustreben.
Sorgen vor einem Ausverkauf von US-Staatsanleihen nach dem angekündigten Ausstieg eines dänischen Pensionsfonds hält Bessent für unbegründet. "Die Investitionen Dänemarks in US-Staatsanleihen sind, wie Dänemark selbst, irrelevant", sagte Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos vor Journalisten. Die dänischen Investitionen seien gering.
10.44 Uhr: Rutte ruft zu "umsichtiger Diplomatie" im Grönland-Konflikt auf
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa zu "umsichtiger Diplomatie" aufgerufen. "Der einzige Weg, damit umzugehen, ist am Ende eine umsichtige Diplomatie", sagte Rutte bei einer Podiumsdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum. Für einen Nato-Generalsekretär sei es "unmöglich", sich öffentlich zu Spannungen zwischen Mitgliedstaaten zu äußern, er arbeite "hinter den Kulissen an dieser Angelegenheit".
Rutte gab US-Präsident Trump recht darin, dass die Arktis gegen chinesische und russische Aktivitäten verteidigt werden müsse. Das sähen andere Nato-Länder genauso. "Wir müssen dort mehr tun", sagte der Nato-Generalsekretär: "Daran arbeiten wir und stellen sicher, dass wir gemeinschaftlich die Arktisregion verteidigen werden."
10.16 Uhr: Baerbock - Grönländer haben Recht auf Souveränität
Im Grönland-Konflikt der USA mit Europa hat die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, an die Souveränität der Einwohner der größten Insel der Welt erinnert. Zwar gebe es unterschiedliche geopolitische Interessen und Sicherheitsbedenken - doch in keiner Weise lasse sich daraus ableiten, dass die Grönländer nicht zu Grönland gehörten oder nicht Bürger des Königreichs Dänemark seien, sagte die frühere deutsche Außenministerin beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. "Als EU-Bürger und Nato-Mitglieder genießen sie dieselben souveränen Rechte wie alle anderen Menschen auf der Erde", ergänzte Baerbock.
10.03 Uhr: Von der Leyen - EU an Scheideweg zu mehr Unabhängigkeit
Die Europäische Union muss Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge ihre Bemühungen um Unabhängigkeit beschleunigen. Dies sei nötig, um sich in einer sich schnell verändernden Welt verteidigen zu können. "Wir stehen an einem Scheideweg. Europa bevorzugt Dialog und Lösungen – aber wir sind vorbereitet, wenn nötig, mit Einigkeit, Dringlichkeit und Entschlossenheit zu handeln", sagte sie im Europäischen Parlament: "In dieser zunehmend gesetzlosen Welt braucht Europa seine eigenen Hebel der Macht." Es sei wichtiger denn je, sich weiter auf die Ukraine zu konzentrieren, zugleich werde die EU mit den USA und anderen Partnern zusammenarbeiten, um die Sicherheit in der Arktis zu stärken.
09.46 Uhr: EU-Ratspräsident - EU wird sich gegen Zwang verteidigen
Die Europäische Union wird sich Ratspräsident Antonio Costa zufolge gegen jede Form von Zwang verteidigen und die auf internationalen Regeln basierende Ordnung sowie das Völkerrecht schützen. "Wir sind bereit, uns selbst, unsere Mitgliedstaaten, unsere Bürger und unsere Unternehmen gegen jede Form von Zwang zu verteidigen. Und die Europäische Union verfügt über die Macht und die Instrumente, dies zu tun", sagte Costa vor dem Europäischen Parlament: "Wir können nicht akzeptieren, dass das Recht des Stärkeren Vorrang vor den Rechten der Schwächeren hat." Bei internationalen Regeln handele es sich nicht um Optionen.
09.29 Uhr: US-Finanzminister - Europäer sollen "tief durchatmen"
US-Finanzminister Scott Bessent hat die Europäer im Streit um Grönland von wütenden Reaktionen abgeraten und zu Gesprächen aufgerufen. "Ich werde allen sagen: Atmen Sie tief durch", sagte Bessent in Davos. Die Europäer dürften sich nicht von Bitterkeit und "diesem Wutreflex, den wir gesehen haben", leiten lassen: "Warum setzen sie sich nicht hin, warten, bis Präsident Trump hier ankommt, und hören sich seine Argumente an?"
Trumps Rede in Davos wird vor dem Hintergrund der Grönland-Krise viel Aufmerksamkeit zuteil. Vor seinem Abflug hatte der US-Präsident erklärt, er habe "keine Ahnung", wie sein Besuch verlaufen werde. Trumps Rede war ursprünglich für 14.30 Uhr geplant. Seine Abreise verzögerte sich jedoch, da die Präsidentenmaschine Air Force wegen eines technischen Problems umkehren musste.
09.05 Uhr: Trumps Ankunft verzögert sich nach Flugzeug-Panne um drei Stunden
US-Präsident Donald Trump ist mit Verspätung zur Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos aufgebrochen. Nachdem seine Präsidentenmaschine Air Force One wegen eines technischen Problems umkehren musste, startete er am Mittwoch gegen 06.00 Uhr MEZ mit einem neuen Flugzeug in Richtung Schweiz. Nach Angaben von US-Finanzminister Scott Bessent wird Trump mit rund dreistündiger Verspätung in Davos eintreffen.
Die US-Präsidentenmaschine war nach Angaben des Weißen Hauses zum Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews zurückgekehrt, nachdem ein "kleines" elektronisches Problem festgestellt worden war. Trump und seine Delegation stiegen dort in ein anderes Flugzeug um. In Davos wird Trumps Rede, die ursprünglich für 14.30 Uhr geplant war, vor dem Hintergrund der Grönland-Krise viel Aufmerksamkeit zuteil. Vor seinem Abflug hatte Trump erklärt, er habe "keine Ahnung", wie sein Besuch in Davos verlaufen werde.
Donald Trump musste wegen einer technischen Panne das Flugzeug wechseln
08.30 Uhr: Spahn - "In Sicherheitsfragen auf USA angewiesen"
Im Grönland-Konflikt mit Washington hat Unionsfraktionschef Jens Spahn vor einem zu konfrontativen Kurs gewarnt und die Bedeutung der USA für die Europäische Union und Deutschland betont. "Wir sind in Sicherheitsfragen auf die USA angewiesen", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk vor dem mit Spannung erwarteten Auftritt von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Spahn verwies auf die Themen nukleare Teilhabe, Ukraine und Russland sowie Geheimdienstinformationen.
USA und EU seien im Kern gemeinsam stärker, erklärte Spahn: "Und deswegen macht es viel Sinn, zu versuchen, eine Eskalation zu vermeiden. Wenn sie sich nicht vermeiden lässt, muss man vorbereitet sein."
08.05 Uhr: Frankreich ruft zu Nato-Übung auf Grönland auf
Frankreich schlägt inmitten des Streits um Grönland eine Nato-Übung auf der Arktis-Insel vor. Frankreich sei bereit, "dazu beizutragen", teilte der Elysée-Palast mit. Grönland gehört als autonomes Gebiet zum Nato-Mitgliedsstaat Dänemark. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf des Gebiets die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus.
07.58 Uhr: Netanjahu will sich Trumps "Friedensrat" anschließen
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will Teil des von US-Präsident Donald Trump vorgesehenen Gremiums zur Überwachung einer neuen Regierung im Gazastreifen sein. Er habe eine Einladung von Trump angenommen, sich dem "Friedensrat" anzuschließen, teilte Netanjahus Büro mit. Ursprünglich war der Friedensrat als kleine Gruppe gedacht, die den Waffenruheplan für den Gazastreifen überwachen soll. Trump lud dann aber Dutzende Länder zur Mitgliedschaft ein und deutete an, dass das Gremium eine Rolle als Vermittler in globalen Konflikten übernehmen soll - ähnlich dem UN-Sicherheitsrat.
Ebenfalls Teil des Friedensrats sind die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko, Vietnam, Belarus, Ungarn, Kasachstan und Argentinien. Großbritannien, Russland und die EU-Kommission haben Einladungen bekommen, sind darauf aber noch nicht eingegangen. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos wird Trump voraussichtlich nähere Einzelheiten zum Friedensrat nennen.
05.53 Uhr: Kaliforniens Gouverneur warnt EU vor Schwäche
Der Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Gavin Newsom, hat die EU vor Schwäche gegenüber US-Präsident Donald Trump gewarnt. Im Streit um Grönland müssten die EU-Regierungschefs ihre Position sehr klar deutlich machen, sagte Newsom der "Bild". "Denn wenn Ihr es nicht macht, muss Euch klar sein: Dieser Typ versteht nur Stärke", fügte er hinzu.
05.09 Uhr: Air Force One muss aus Sicherheitsgründen umdrehen
Die Maschine von US-Präsident Donald Trump und seinem Team hat auf dem Flug zum Weltwirtschaftsforum nach Davos kehrt gemacht. Kurz nach dem Start am späten Abend (Ortszeit) habe die Besatzung an Bord der Air Force One ein "kleines elektrisches Problem" festgestellt, teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt mitreisenden Journalisten mit. Aus Vorsicht kehre man daher um und steige in ein anderes Flugzeug um, hieß es.
Trumps Ankunft in Davos, wo er am frühen Nachmittag (Ortszeit) eine Rede halten soll, dürfte sich damit verzögern.
00.21 Uhr: Russischer Gesandter trifft US-Vertreter in Davos
Der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijiew hat sich am Dienstag in Davos mit dem US-Gesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, getroffen. Anschließend sagte er, die Treffen seien konstruktiv verlaufen und immer mehr Menschen würden "die Richtigkeit der Position Russlands" erkennen. Details zu dieser Aussage nannte er nicht.
Mittwoch, 21. Januar 2026
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